Beteiligte

Alkoholpolitk, damit Prävention wirken kann!

Lokale Alkoholpolitik soll Fachkräfte und Entscheider einer Kommune themenbezogen miteinander vernetzen und Verhaltens- und Verhältnisprävention vor Ort aufeinander abstimmen. Ziel ist es, auf die vielen regional unterschiedlichen Problemsituationen die durch Alkoholkonsum entstehen, amts- und instituationsübergreifend zu reagieren.

 

 

Kommunale Politik stellt hierbei die Weichen einer Stadt und ihrer Verwaltung.
Sie legitimiert entsprechende Gremien, Massnahmen und Angebote und stellt im bestem Fall eine Kontinuität in der Kommune im Umgang mit dem Thema Alkoholkonsum her.
Ziel ist es, eine steuernde Alkoholpolitik selbstverständlich zu machen. Dabei werden die Entscheider durch die Fachkräfte vor Ort unterstützt. Das Know-how der alltäglichen praktischen Arbeit (besonders im Bereich Alkohol) liegt in vielen Kommunen bei den freien Verbänden und muss entsprechend berücksichtigt werden.

 

Sichtbar werden die negativen Folgen des Alkoholkonsums in den meisten Fällen nur indirekt und bei unterschiedlichen Akteuren. Glasscherben im Sandkasten eines Spielplatzes (Ordnungsamt), Schlägereien auf Brauchtumsfesten (Polizei), überforderte Eltern von Jugendlichen oder kritische Rückmeldungen aus einem Jugendzentrum (Jugendamt). Institutionsübergreifende Zusammenarbeit soll helfen, Problembereiche schneller zu erkennen und wirksame Aktivitäten miteinander abzustimmen.

 

Wichtig für eine Lokale Alkoholpolitik sind die Entscheider, die in der lokalen Politik, bei einer Verwaltung oder einem Hilfeträger tätig sind. Sie sind in ihrer Funktion dazu legitimiert verbindliche Absprachen und Vereinbarungen zu treffen. Amtsübergreifende Absprachen sind hierbei genau so wichtig wie, die Kooperation mit den Leistungsanbietern. Wichtig ist hierbei, dass die Entscheider den Erfolg oder Misserfolg von Massnahmen und Angeboten zusammen mit den Fachkräften beurteilen und entsprechend auf die lokalen Verhältnisse abstimmen.

 

Ziel aller Maßnahmen sollte es sein, durch die Gestaltung der Umgebung der Menschen, Risiken zu minimieren und Gesundheitsgefahren zu reduzieren! Aktuelles Beispiel einer positiv verlaufenen Verhältnisprävention, ist die Erweiterung des Nichtraucherschutzes. So zeigte die große Studie der DAK (2012) einen signifikanten Rückgang von Herz-Kreislauferkrankungen. Neben dem eindeutig positiven Effekt für den Menschen entstehen praktisch als "Nebenprodukt" dem Gesundheitssystem deutlich weniger Kosten!