Take Care Logo

Good practice

Deutschland


be.free - Es ist deine Freiheit! Es ist deine Entscheidung!

Erhebungen der Kliniken im Landkreis Konstanz bestätigten für die Region eine Zunahme Jugendlicher im Alter von 12 – 17 Jahren, die mit Alkoholvergiftungen stationär aufgenommen werden mussten.
Besorgniserregend war zusätzlich das permanent sinkende Einstiegsalter der Jugendlichen bezüglich Alkohol.

Projekt-Details

Zielgruppe

  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene


Setting

  • Settingübergreifend
    (Gemeinde/Vereine/Schulen)


Schnittstellen

  • Aufbau kommunaler Netzwerke zur Sucht und Alkoholprävention und eine handlungsorientierte Stategie


Partner/Kooperation

  • Rotary Clubs/ Sponsoren
  • Präventionsfachkräfte der Suchtberatungsstellen im Landkreis
  • Jugendagentur des Landkreises
  • Kriminalprävention der Polizei
  • Kreisverbände der AWO und Diakonie sowie eine Werbeagentur
  • Kommunale Suchtbeauftragte als Koordinatoren
  • Landrat und Bürgermeister
  • Universität Konstanz und Institut zur Therapieforschung München

 
Ziele des Projektes

  • Einhaltung des Jugendschutzes bei Alkohol
  • Verantwortlicher Umgang mit Alkohol
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Problematik jugendlichen Trinkverhaltens
  • Übernahme kommunalpolitischer Verantwortung für Suchtprävention, insbesondere für strukturpräventive Maßnahmen

 
Theoretischer Hintergrund

  • Nutzung von Massenmedien zur Verknüpfung von Verhältnis- und Verhaltensprävention


Gesetzlicher Hintergrund

  • Jugendschutzgesetz


Methoden/Maßnahmen

  • Das Projekt wurde initiiert durch Rotary-Clubs, diese bilden die Lenkungsgruppe und kümmern sich um Geld und Spenden. Durchgeführt wird es von einem Netzwerk (kommunale Jugendpfleger, Polizei, Schulsozialarbeit, Mitarbeiter der Beratungsstellen und b. free Botschafter, geschulte Bürgerinnen und Bürger).
  • Aufbau runder Tische zum Thema "Jugend und Alkohol" in allen 25 Städten und Gemeinden des Landkreises Konstanz
  • Kombination von Verhaltens und Verhältnisprävention, personalkommunikativen und massenmedialen Methoden
  • Kinospot zu b. free
  • Organisation von rauch- und alkoholfreien Discos für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren in Zusammenarbeit mit Großdiskobetreibern und dem Südwestfunk im Rahmen der Veranstaltungsreihe SWR 3, Dance Night
  • Ausbau alternativer erlebnispädagogischer Maßnahmen für Jugendliche unter dem Motto „ Klettern statt saufen“
  • Organisation von Schülermalwettbewerben zu Thema
  • Einsatz und Verleih von zwei mobilen Saftläden für Vereine und Schulen zum Ausschank alkoholfreier Getränke
  • Intensive Presse und Öffentlichkeitsarbeit
  • Presse ist Sponsoringpartner

 
Themen, die mit der Zielgruppe erarbeitet wurden

  • Informationen zum Thema Alkohol und Alkoholmissbrauch
  • Hervorhebung der Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen
  • Initiierung öffentlicher Diskussionen um Fragen der Lebenswelt  Jugendlicher, des Einflusses von Werbung und des fahrlässigen Umgangs mit dem Jugendschutzgesetz


Gender-Aspekt

  • nein


Migrations-/Religionsaspekte

  • nein


Partizipation

  • Im Laufe mehrer Monate wurden Konzepte und Wege der Alkoholprävention in ausgewählten Kommunen entwickelt, die von allen Beteiligten ein hohes Maß von Professionalität und Mitwirkung erforderten. Die Aufgaben wurden entsprechend den Kompetenzen, Erfahrungen und Verbindungen verteilt.

Organisatorische Informationen


Öffentlichkeitsarbeit

  • Kinospots in 18 Kinosälen
  • Berichterstattung in Presse
  • Regelmäßige Berichterstattung in Fachausschüssen, bei Regional- und Fachveranstaltungen
     

Struktur/Zeitschiene

  • Sehr unterschiedliche Dauer
  • Unterstützung vieler großer Veranstaltungen in der Fastnachtszeit und bei Sommerfesten
  • Bisher Organisation von sechs Großdiskoveranstaltungen mit 1.000-2.000 Jugendlichen, Vereinen und Diskobetreibern
     

Nachhaltigkeit

  • Nachhaltigkeit durch Pflege des Netzwerkes Alkoholprävention
     

Kostenplan

  • Jährliche Kosten von ca. 40.000 Euro (Sponsoren und Spenden)
  • Regelmäßige Neuauflage der Kinospots, Kosten für Druckmaterial, für Vereine, kleinen Veranstaltungen und für die Saftläden
     

Personal

  • Dipl.-Pädagogen und Dipl.-Sozialarbeiter, Heimerzieher
  • Fachkräfte aus Gesundheitsförderung und Prävention
  • Ehrenamtlich Mitwirkende Unternehmer/Verwaltung
  • Führungskräfte und Experten aus Politik, Kommunalverwaltung, Wirtschaft und Management mit Kompetenzen in Bereichen Personal, Sponsoring, Marketing, Werbedesign und Finanzmanagement
     

Qualifikation der Mitarbeiter/innen

  • Dipl.-Pädagogen, Dipl.- Sozialarbeiter, Heimerzieher, Fachkräfte aus Prävention und Gesundheitsförderung
     

Qualitätssicherung

  • Regelmäßige Besprechungen mit allen beteiligten Akteuren  (Kommunale Jugendreferenten, Präventionsfachkräfte der Beratungsstellen und der regionalen Kriminalprävention, Schulsozialarbeit) und den ehrenamtlichen Akteuren der Rotary-Clubs im Landkreis Konstanz
     

Dokumentation/Evaluation

  • Wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Konstanz