In Navan/Irland kamen vom 14. bis zum 18. Juni 2010 die Präventionsexperten und -expertinnen zusammen, die TAKE CARE in ihren Ländern praktisch umsetzen werden.
Einen Arbeitsschwerpunkt bildete die Präsentation der good practice Projekte, die in den Partnerländern recherchiert wurden. Dabei konnte ein guter Überblick zu zielgruppenspezifischen Projekten im Bereich des risikohaften Alkoholkonsums Jugendlicher in Europa gewonnen werden. Es stellte sich heraus, dass es beachtliche Zahl an Projekten für Verkaufspersonal sowie zur aufsuchende Arbeit für junge Menschen im Nachtleben gibt.
Dagegen scheint es jedoch eine Lücke bei Angeboten für Eltern und vor allem für Schlüsselpersonen (Personen, die in engem Kontakt mit Jugendlichen stehen wie z.B. Sporttrainer/innen, Hausmeister, Fachkräfte in Freizeiteinrichtungen) zu geben.
Es folgte eine Diskussion und Abstimmung, welche Aspekte der vorgestellten Projekte in TAKE CARE involviert werden sollen. Besonders gut kam dabei auf der Ebene „Verkaufspersonal“ der sogenannte „Wobbler“ aus Belgien bei den Experten/innen an. Dabei handelt es sich um ein Hinweisschild, welche alkoholischen Getränke ab welchem Alter gekauft werden dürfen. Es schwenkt auf einer Metallspirale von den Verkaufsregalen.
Im weiteren Verlauf des Workshops stellte die wissenschaftliche Begleitung von TAKE CARE, die Pädagogische Hochschule Zürich, ihr methodisches Vorgehen sowie die Grundzüge der Wirksamkeitsmessung der Interventionen bei den verschiedenen Zielgruppen vor.
Einen dritten Themenschwerpunkt bildete die Methode des Rapid Assessment and Response, kurz RAR, (siehe Bericht zum Kick-Off-Treffen in Luxemburg).
Im zweiten Schritt des RARs (nach der Recherche von good-practice-Projekten) sollen Interviews mit Vertretern/innen der ausgewählten vier Zielgruppen in TAKE CARE geführt werden. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass ihre Bedarfe mit den Methoden in TAKE CARE abgedeckt werden. Zusätzlich dienen die Interviews auch dazu, erste Kontakte zu den Zielgruppen zu knüpfen. Ein Interviewleitfaden wurde vorgestellt und in einem praktischen Durchlauf erprobt.
Die Ergebnisse der leitfadengestützten Interviews werden von den Präventionsexperten/innen bis Ende November 2010 in Form eines „RAR-Länderberichts“ an die Projektkoordination geschickt. Diese fasst alle Berichte zusammen mit dem Ziel einer Anpassung der Methoden in TAKE CARE. Nur wo es kulturspezifisch notwendig ist, erfolgt eine Modifizierung.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Workshops I in Navan.

