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Eltern.aktiv - Pro-aktive Elternarbeit in der ambulanten Suchthilfe und im Jugendchutz --im Transfer--

Elternarbeit im Mittelpunkt der ambulanten Suchthilfe

Mit zwei  Fachtagungen wurde das im Oktober endende Doppelprojekt Eltern.aktiv abgeschlossen.

Die Abschlusstagung des Bundesprojekts fand am 19./20. September 2011 in Berlin Unter dem Motto "Eltern aktiv erreichen" statt.

Das LWL- Projekt wurde mit der Fachtagung zum Thema "Elterneinfluss in der 'Rauschphase' Pubertät" am 20. Oktober 2011 in Münster abgeschlossen.
 

Mit einem Auftaktworkshop im Dezember 2009 in Münster startete die Koordinationsstelle des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL-KS) in Kooperation mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) das vom Bundesgesundheits- ministerium geförderte Projekt „Eltern.aktiv - Pro-aktive Elternarbeit in der ambulanten Suchthilfe“. Acht deutschlandweite Standorte der Suchthilfe nehmen teil. An einem vom LWL geförderten Projekt, das parallel zum Bundesprojekt durchgeführt wird, beteiligen sich vier Jugendämter aus Westfalen-Lippe.

Gerade jugendliche Konsumierende stehen im Mittelpunkt der Sorge ihrer Angehörigen. Der (Erst-) Konsum findet in einem Alter statt, in dem die Eltern die Erziehungsverantwortung tragen. 20,4% der 12- bis 17-Jährigen praktizierten in den letzten 30 Tagen vor Befragung „Binge-Drinking“. Das entspricht einer Anzahl von fast 1 Million Kindern und Jugendlichen. Ca. 32% der 15- Jährigen rauchen täglich. Cannabis stellt zudem ein nicht unerhebliches Problem dar.

Beim Zugang zu jungen Suchtmittelkonsumierenden nehmen Eltern eine Schlüsselfunktion ein. Immer häufiger suchen besorgte Eltern Hilfe und Unterstützung in Einrichtungen der Sucht- und Erziehungshilfe. Jedoch ist ihre Gesamtzahl in Anbetracht der Dimension jugendlichen Missbrauchs eher gering. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel, systematisch sowohl Eltern selbst, als auch über die Eltern missbräuchlich oder schädlich konsumierende Jugendliche effizient zu erreichen.
Eltern sollen sowohl frühzeitiger als bisher als auch gezielter unterstützt werden.

Beide Projekte wurden im Oktober 2011 beendet.