Kurzbeschreibung

Oft geschieht sie informell, die Beratung unter Kollegen. Um wirksam zu werden, benötigen die Berater jedoch Know- how, eine feste Gruppe und verbindliche Abläufe. Nur dann können sich Kollegen bei beruflichen Problemen wechselseitig richtig unterstützen. Seit Oktober 2009 gibt es im LWL-Jugendhilfezentrum eine solche Anlaufstelle für Kollegen, die in schwierigen Fällen einen fachlichen Rat suchen.

Initiator der Clearingstelle ist der pädagogische Leiter des JHZ, Werner Kroll. Er brachte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen, die sich nach einer Einführung in die Technik der kollegialen Fallberatung, als Clearingstelle zusammensetzen. Sie stehen ihren Kollegen jeden Donnerstag mit ihren verschiedenen fachlichen Ressourcen zur Verfügung.

Die Ideen, die während des Clearings gesammelt werden, bekommen durch "den Blick von Außen" eine ganz andere Gewichtung und dienen der Gruppe zur Unterstützung in Ihrem pädagogischen Handeln. Das Konzept der Clearinggruppe dient somit als Vorbeugung von Erschöpfungszuständen und Ausbrennen im Beruf.
 
Dabei handelt es sich bei der kollegialen Fallberatung nicht ausschließlich darum, in einer Krise Rat bei außenstehenden Kollegen zu bekommen, sondern auch um
  • Hilfe bei Stagnation
  • bei Erprobung und Erstellung neuer Settings
  • genauso wie um Hilfestellung zur Erfassung und Klärung von Ressourcen
  • Zielrichtungen der Jugendämter können gemeinsam überprüft und dadurch eine Konkretisierung des Hilfeplans erreicht werden
Mitglieder der Clearinggruppe. Von links: Verena Rätzel, Nico Lenz, Gregor Kuhn, Christa Spree, Nadine Hesse, Silvia Rose-Kroll, Olaf Weise