Snoezelenraum

Neue Sinneserfahrungen

Seit einigen Jahren hat die Schule am Marsbruch einen gern genutzten Spezialraum, den sogenannten Snoezelenraum.

Vor rund zwanzig Jahren entstand in den Niederlanden eine Bewegung, die Snoezelen genannt wurde. Ausgangspunkt war der Gedanke, schwerstbehinderten Menschen in einer angenehmen Situation Sinneserfahrungen zu ermöglichen. Die Zusammenfassung der Wörter "schnuffelen" = schnüffeln und ,,doezelen“ = dösen = Snoezelen drückt das Wohlbehagen aus, das der Mensch bei der ,,Reise durch die Welt der Sinne“ erleben kann. Geprägt wurde der Begriff von zwei jungen Männern, die in der holländischen Einrichtung ,,Haarendael“ in Haaren ihren Zivildienst leisteten.

⇑ Zum Seitenanfang

Snoezelenraum

⇑ Zum Seitenanfang

Anfangs nur als Freizeitangebot für schwerstbehinderte Menschen entwickelt, die weder eine Schule besuchen, noch arbeiten gehen, findet Snoezelen als Konzept heute Eingang in unterschiedliche Fachbereiche.

Unter anderem gelten folgende Prinzipien für den Bereich des Snoezelen:

  • Sinneswahrnehmungen selektiv anbieten
  • Materialien und Umgebung sollen zu Aktivitäten motivieren
  • Spannung soll abgebaut werden
  • „Niets moet, alles mag“, d. h.:  ,,Nichts muss gemacht werden, alles ist  erlaubt.“
  • Gegenstände können entgegen ihrer ursprünglichen Funktion genutzt werden.

Um diesen Ansprüchen gerecht werden zu können, beschreiben J. Hulsegge und A. Verheul in ihrem Buch Snoezelen  -  Eine andere Welt  - folgende Elemente als Voraussetzung:

  • Richtige Atmosphäre
  • Eigene Entscheidung
  • Eigenes Tempo
  • Richtige Zeitspanne
  • Wiederholung
  • Ausgewähltes Reizangebot
  • Richtige (Grund-)Einstellung
  • Richtige Betreuung

Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass Snoezelen-Aktivitäten nicht nur in den dafür konzipierten Räumen stattfinden, sondern auch in die alltägliche Versorgung einfließen sollten.

⇑ Zum Seitenanfang

Snoezelenraum

⇑ Zum Seitenanfang

Auch in unserem Snoezelenraum finden Schüler einige gute Möglichkeiten, neue und vielfältige Sinneseindrücke zu erfahren. Unterschiedliche Materialien geben dem Kind Raum, seinen Körper ganzheitlich wahrzunehmen. Es kann Licht- und Spiegeleffekte erleben, Musik, Geräusche und Düfte auf sich wirken lassen, sanfte Vibrationen und taktile Stimulationen genießen oder aber einfach nur daliegen, um in dieser Umgebung zu träumen, zu entspannen.

Ein Schüler könnte zum Beispiel erst die Pyramide erklettern, anschließend im Bällchenbad abtauchen, nach wilder Schaukelei in der Wippe im Spiegel nachschauen, ob man um die Nase grün geworden ist, einmal die Bürstenwand entlang schubbern und sich dann auf dem Wasserbett bei sanfter Musik entspannen, vorbeiziehenden Wolken nachschauen oder dieBlubbersäulen genießen.

Welche der Möglichkeiten und wie sie genutzt und eingesetzt werden, hängt letztendlich immer von den Wünschen und Bedürfnissen der Schüler ab.

⇑ Zum Seitenanfang

Snoezelenraum

⇑ Zum Seitenanfang