Fotografie

Arbeitsgemeinschaft an der Schule am Marsbruch

Die Arbeitsgemeinschaft Fotografie an unserer Schule besteht seit über 20 Jahren. Die Faszination der Fotografie ist trotz neuer Medien und Kommunikationstechniken ungebrochen. Sie ist Kunstmedium und Träger von Nachrichten. Sie dokumentiert Zeitgeschichte, und Werbung ohne Fotografie ist kaum denkbar. Fotografie ist jedoch für den Konsumenten kein unproblematisches Medium.

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Schüler der Foto-AG (Foto: Foto-AG) Schüler der Foto-AG (Foto: Foto-AG)

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Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die Wirklichkeit während der Aufnahme, in der Dunkelkammer und heute besonders mittels digitaler Bildbearbeitung zu verändern. Für die künstlerische Seite der Photographie ist das von großer Bedeutung, für die Dokumentation jedoch eröffnet es viele Manipulationsmöglichkeiten. Für den aufgeklärten Betrachter eines Photos ist es deshalb notwendig, die Möglichkeiten zur Veränderung eines Bildes zu kennen, um die Bildaussage hinterfragen und ggf. relativieren zu können. Dies ist besonders wichtig für unsere Schüler, die ja vielfach lern- und geistigbehindert sind und daher Photos wenig differenziert und kritisch betrachten.

Doch was wäre Schule ohne Spaß und Freude. Der spielerische Umgang zunächst nur mit Photopapier und Entwicklungschemikalien zeigt die physikalischen und chemischen Zusammenhänge. Frei können die Schüler mit belichtetem Photopapier und Entwickler Chemogramme gestalten. Nach kurzer Zeit färbt sich das Photopapier im Entwickler schwarz oder eben auch nur grau, wie von Geisterhand geschaffen, das fasziniert. Selbst motorisch stark behinderte Schüler gelangen so zu zumindest beeindruckenden Ergebnissen.

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Bildbearbeitung am Computer (Foto: Foto-AG) Bildbearbeitung am Computer (Foto: Foto-AG)

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Das Vergrößerungsgerät kann, wie der Name schon sagt, kleine Dinge vergrößern. Normalerweise tut er dies mit dem Negativ. Aber auch andere kleine Dinge lassen sich auf diesem Wege ohne Kamera vergrößern, wie z.B. Zuckerkristalle, Federn, eine Spinne etc.,, Photos“ von Dingen herzustellen, die man sonst so nicht sehen kann, macht Spaß und die Schüler stolz.

Mit der Kamera photographieren sich die Schüler zunächst einmal selbst. Die Freude am eigenen Bild, am eigenen Antlitz steht hier im Vordergrund. Doch auch die Bildgestaltung ist wichtig. Wichtige Regeln werden hier erarbeitet. Schließlich wollen wir „bessere Photos“ machen. Regeln übrigens, wie sie nicht nur für die Gestaltung von Photos Gültigkeit haben sondern für Bilder allgemein, vom Gemälde alter Meister bis zur modernen Kunst. Zum Photographieren gehört auch eine Kamera. Dieses technisch optische Wunderding sollen die Schüler in ihren wesentlichen Funktionen und Zusammenhängen kennen lernen. Die Kenntnis der Zusammenhänge von Blende und Belichtungszeit hat Auswirkungen auf das spätere Photo, selbst bei einfachen vollautomatischen Sucherkameras. Die Schüler lernen, dass eine Kamera im Prinzip eine ,,ganz einfache Kiste“ ist. Bereits ein Schuhkarton, in den ein kleines Loch gestanzt ist, läßt sich als Kamera benutzen. Eine solche Camera obscura erstaunt die Schüler immer wieder. Mit ihr lassen sich die wesentlichen kameratechnischen Systeme einfach und anschaulich erklären.

Zum Ende der Arbeitsgemeinschaft bearbeiten wir ein von den Schülern gewähltes Motiv. Dies kann z.B. ein Bündel Bleistifte, eine Palette Eier oder auch eine Photomontage sein, wo in das Photo eines geschickt aufgenommenen Modellsportwagens das Portrait eines Schüler kopiert wird oder was uns sonst gerade so einfällt.

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Dunkelkammer (Foto: Foto-AG) Dunkelkammer (Foto: Foto-AG)

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Besonders interessant waren für unsere Schüler die vor einigen Jahren vom Regierungspräsidenten Arnsberg ausgeschriebenen Medienwettbewerbe mit Themen wie ,,Unerwartet“, das doppelsinnige Thema ,,Heiße Eisen“ und ,,Drehbuch“ Diese Wettbewerbe wurden sehr engagiert und mit großem Einfühlungsvermögen für die Schüler vom Medienzentrum der Stadt Dortmund organisiert. Einmal gewannen wir bei diesen Wettbewerben den zweiten, einmal sogar den ersten Platz. Das ist schon eine schönes Erlebnis für die Schüler, wenn sie nach mehrmonatiger Arbeit an einem Thema erfahren, dass sie mit ihrer Arbeit einen Preis in einem Wettbewerb gewonnen haben und sie ihre Arbeit dann anlässlich der Preisverleihung bei einer Ausstellung wiederentdecken können. An den feierlichen Rahmen und die Gratulation der Regierungspräsidentin werden sie wohl noch lange denken. Über das Preisgeld, von dem jeder Schüler ein Photobuch erhielt, haben sie sich sehr gefreut, wichtiger war ihnen jedoch, dass sie es in Konkurrenz zu vielen andern Schulen und Schulformen geschafft hatten, den ersten Preis zu erringen und dass ihre Arbeit so gut war, dass sie sogar in der Öffentlichkeit ausgestellt wurde.

Viele Schüler der Photo-AG haben das Photographieren zu ihrem Hobby gemacht. Behinderte Schüler, die mangels feinmotorischer Fähigkeiten kaum in der Lage sind, zu zeichnen oder zu malen, können sich mit Hilfe der Photographie kreativ betätigen.

In Zukunft wird es diesen Schülern möglich sein, mittels digitaler Photographie und Bildbearbeitung ihre selbstgeschossenen Photos ohne Dunkelkammer über den Computerdrucker in Photoqualität selbst auszudrucken.

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