Preisträger Robin - Szesny - Preis 2010

Kleine Taten - große Wirkung

Sechs Schüler erhalten den Robin-Szesny-Preis für Zivilcourage

DATTELN.  (MG) "An der Busplatte in Marl sind die auf mich, draufgegangen", er zählt die zwölf Jahre. alte Chantal wie sie von älteren Mädchen grundlos attackiert wurde, Damals ging ihre Mitschülerin Rebecca Schlickmann mutig dazwischen, stellte sich schützend vor sie. Dafür erhielt die 12-Jährige von der Heinrich – Kielhorn-Schule in Marl jetzt den Robin-Szesny-Preis für Zivilcourage.

Insgesamt wurden gestern fünf Schüler von der Emscher – Lippe-Gruppe des „Verbandes  Sonderpädagogik eV." ausgezeichnet: Pinar Tay (Friedrich – Fröbelschule Oer-Erkenschwick), Rudolf Spielmann und Dominik Weiß (Erich – Kästner-Schule Haltern), Miriam Bleeker (Raphaelschule Recklinghausen), Beyzanur Ay (Löchterschule, Gelsenkirchen und eben Rebecca Schlickmann. Sie alle bekamen eine Urkunde, eine Medaille und ein kleines Geschenk - und zwar im Rahmen einer Kanal-Tour mit der ehemaligen Flussfähre ,,Der Reservist".


Gerade  die „leisen" Taten sind so wichtig

Der Preis für ;,Mut, Lebens mut und soziale Verantwortung der „Förderschule" wurde zum fünften Mal vergeben. Ins Leben gerufen worden sei er, weil in der Öffentlichkeit damals ausschließlich  Negatives aus den Schulen Schlagzeilen gemacht habe, erläutert Jury-Mitglied Michael Röder (Herten). „Da haben wir uns gedacht: Es passiert dort doch auch so ungeheuer viel Positives" - und dass all diese vielen kleinen Beispiele für vorbildliches Sozialverhalten auch einmal in den Blick punkt gerückt werden müsst en.
 Deshalb also die Auszeichnung. Benannt ist sie nach Robin Szesny - einem jungen, der 1994 im Alter von zehn Jahren gestorben ist. ;,"Bis zum Sterbebett wollte er lernen, er  hat darin immer  einen Sinn gesehen", schwärmt Michael   Röder vom „unglaublichen Lebensmut" und der „extrem  positiven Einstellung" des Jungen: „Er war stärker als wir alle um ihn herum."
 Mit dem Preis Sollen gerade auch die „kleinen" und „leisen" Taten von jungen Menschen gewürdigt werden. So wie  die von Miriam Bleeker.  Die 16 -Jährige kümmert sich um die Hühner, die auf dem Gelände der Raphaelschule untergebracht sind.' "Ich mache den Stall sauber und füttere sie. Die fressen mir aus der Hand." Selbst in den Ferien schaue sie nach den Tieren: „Dafür bekomme ich dann sogar den Schlüssel". Als sie hörte, dass sie für ihr Verantwortungsbewusstsein einen Preis bekommt, ,,war ich echt sprachlos" sagt sie.

 Für ihren ehrenamtlichen Einsatz wurden Dominik Weiß und Rudolf Spielmann ausgezeichnet. Sie engagieren sich beim Deutschen Roten Kreuz, indem sie etwa Sanitätsdienste leisten und Blutspendeaktionen unterstützen. Zudem arbeiten sie an ihrer Schule als Streitschlichter. „In ihrem Alter gibt es nicht viele, die sich ehrenamtlich engagieren" lobt ihr Lehrer Stefan Betting. Die Freunde machen alles zusammen – sogar  Preise gewinnen.

MZ v. 12. Juni 2010
 

auf dem Reservisten Preisverleihung 2007

Preisverleihung 2007

Kevin wurde sogar zum Lebensretter

DATTELN. (JW) Sie helfen Mitschülern in Krisensituationen, schlichten Streit oder engagieren sich bei der Durchführung von Veranstaltungen: Acht Schülerinnen und Schüler aus der Region und den angrenzenden Städten erhalten für ihr Engagement den diesjährigen Robin-Szesny-Schülerpreis. -

Bei einer Rundfahrt auf der ehemaligen Kanalfähre "Der Reservist" im Dattelner Hafen zeichnete Michael Röder, Vorsitzender des Regionalverbands Emscher Lippe im Verband Sonderpädagogik e.V., gemeinsam mit den Jurymitgliedern folgende Schüler aus: Vanessa Mathejczyk und Dennis Nodstawa (Adolf-Kolping-Schule Bottrop), Dominik Lippka (Fröbelschule Gladbeck), Nesrin Kabli (Wilhelm-Raabe-Schule Marl), Christian Booke (Löchterschule Gelsenkirchen), Murat Besyaprak (Rungenbergschule Gelsenkirchen), Kevin Püttmann (Erick-Kästner Schule Haltern) und Melissa Erstling (Friedrich-Fröbel-Schule Oer-Erkenschwick).

Der Preis ist benannt nach Robin Szesny, der im Alter von zehn Jahren an Leukämie starb. "Bis zuletzt hat er immer großen Spaß an der Schule und am Lernen gehabt", sagt Michael Röder, der gemeinsam mit den Eltern Brigitte und Manfred Szesny sowie Marietheres Marscheider und Manfred Schumacher den Preis initiiert hat.

Die Auszeichnung soll Schüler ermutigen, sich für ihre Mitschüler und Mitmenschen einzusetzen; so wie Murat Besyaprak, der Mitschüler vor Mobbing schützt, wie Nesrin Kabli, die durch Gespräche Konflikte entschärfen hilft, wie Melissa Erstling, die schwächeren Mitschülern hilft oder wie Kevin Püttmann, der sogar einem Nachbarn das Leben gerettet hat, weil er rechtzeitig dafür sorgte, dass dieser, als er einen Schlaganfall erlitt, ins Krankenhaus kam.

"Diese Schüler haben gezeigt, dass Schule nicht von einem Klima aus Angst und Gewalt beherrscht wird, sondern dass es auch anders geht", sagte Michael Röder bei der Preisverleihung. "Deshalb erhalten sie den Preis, der an Robin Szesny, an seinen Lebensmut erinnert, und der auf Mut und soziale Verantwortung in den Förderschulen aufmerksam machen soll."

04.06.2007 | Quelle: Medienhaus Bauer

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