Unterricht

Klassenzusammensetzung der Erich Kästner-Schule

Die Klassen an der Erich Kästner-Schule werden in der Regel nach Jahrgangsstufen und nicht nach Behinderungsbildern oder Leistungsfähigkeit gebildet. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in einer Klasse sollte dabei nicht mehr als 13 betragen. In der Unterstufe (E-Klasse und Klassen 1 bis 4) werden die Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichsten Lern- und Leistungsvoraussetzungen gemeinsam unterrichtet, damit sie miteinander, aneinander und voneinander lernen können. Dabei erhält natürlich jedes Kind innerhalb der Klasse zum Teil recht unterschiedliche Lernangebote und Hilfen. Stundenweise werden innerhalb der Klasse und auch klassenübergreifend differenzierende Lerngruppen gebildet. In der Mittelstufe (Klassen 5-8) kommt der Differenzierung in klassenübergreifenden Gruppen große Bedeutung zu. Die Abschlussstufe bietet die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zur Bewältigung des Alltagslebens und der Berufsvorbereitung zu machen, einen möglichen Schulabschluss zu erreichen und sich auf die Zeit nach der Schule vorzubereiten. Zusätzlich können die Jugendlichen in Schülerbetriebspraktika Berufserfahrungen sammeln.

Der Tagesablauf

Schulzeiten:

Montag - Donnerstag 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Freitag 8.00 Uhr bis 12.25 Uhr

 

Während des Schultages findet für die Schülerinnen und Schüler ein großer Teil des Alltags statt. Dabei wird jedem Kind das abverlangt, was es zu leisten imstande ist. Neben dem an das jeweilige Lern- und Leistungsvermögen angepassten Unterricht stehen die Bewältigung des Alltags, das Erlernen von Selbstständigkeit und das Einfügen in eine Gemeinschaft im Vordergrund. Die Therapie unterstützt und begleitet diese Ziele da, wo es nötig ist.

 

Vor der ersten Pause frühstücken die Schülerinnen und Schüler gemeinsam in ihrer Klasse. Diese Frühstückssituation wird in jeder Klasse individuell geregelt. In der Mittagszeit wird ein warmes Essen angeboten, das vom Schulträger bezuschusst wird. Das Mittagessen wird ebenfalls im jeweiligen Klassenverband eingenommen. Neben dem Schulalltag sind für alle Schülerinnen und Schüler auch regelmäßig stattfindende Projektwochen, Spiel- und Bewegungsfeste, Unterrichtsausflüge, Klassenfahrten und Begegnungsangebote mit anderen Schulklassen von großer Bedeutung.

Pädagogische Konzepte

Vorrangig steht in unserer Schule für jeden Schüler/ jede Schülerin der Förderschwerpunkt „körperliche und motorische Entwicklung“ im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre körperlichen Möglichkeiten auf- und ausbauen sowie die erfahrenen Grenzen akzeptieren und angemessen damit umgehen. Dazu sind Hilfen im pädagogischen und therapeutischen Bereich nötig. Grenzen für die Beschulung gibt es nur, wenn ein Mensch im schulpflichtigen Alter nicht transportfähig ist.

Die Schüler/innen unserer Schule sind aber auch in ihren anderen Entwicklungsmöglichkeiten sehr heterogen. Mit den Jahrgangsklassen versuchen wir dabei vor allem, das soziale Entwicklungsalter zu berücksichtigen, während die intellektuellen Möglichkeiten der Schüler/innen eine weitere Differenzierung nötig macht. In unserer Schule unterscheiden wir dabei schwerpunktmäßig drei Gruppen:

  • Schüler/innen, die Kulturtechniken erlernen
  • Schüler/innen, die ihre lebenspraktische Handlungskompetenz ausbauen
  • Schüler/innen, die eine basal-handlungsorientierte Lebensentwicklung haben.

Jede/r benötigt dabei das Leben und Lernen in der jeweiligen Bezugsgruppe, die ja in der sozialen und intellektuellen Entwicklung jeweils eine andere sein kann. Hier einen ausgewogenen Rahmen zu finden, ist Aufgabe der Stufenkonzeptionen.

Bei Schüler/innen, die mit ihren sozialen und/oder intellektuellen Bedürfnissen keine angemessene Bezugsgruppe finden können, wird überprüft, ob eine andere Schule (Regel- oder Förderschule) nicht einen besseren Förderort darstellt. Ein wichtiges Ziel ist hier dann meistens, die motorische Entwicklung und notwendige Selbstständigkeit so zu fördern, dass die Umschulung gelingen kann.

 

Die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Lernmöglichkeiten der Schüler/innen und die heterogenen Zusammensetzungen der Klassen machen offene Unterrichtsformen wie Werkstattunterricht, Wochenplan, Freiarbeit oder projekt- bzw. vorhabenorientierten Unterricht notwendig, um dem individuellen Lerntempo, Lernvermögen und der Leistungsfähigkeit gerecht zu werden. Mit Hilfe dieser vielfältigen Unterrichtsformen können den Schüler/innen angemessene Angebote gemacht werden.