Fachschule für Heilerziehungspflege

Die Fachschule für Heilerziehungspflege bildet zum/zur staatlich anerkannten HeilerziehungspflegerIn aus. HeilerziehungspflegerInnen sind Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen, die pädagogische und pflegerische Kompetenzen in den Handlungsfeldern der Behindertenhilfe, insbesondere der Eingliederungshilfe, integrieren. Sie leisten ganzheitliche Beratung, Begleitung und Assistenz von Menschen aller Altersgruppen mit unterschiedlichen Behinderungsformen. Heilerziehungs-pflegerInnen unterstützen inklusiv die Teilhabe von  Menschen  in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Freizeit. Zentral ist dabei die Beachtung der Selbstbestimmung von Menschen. Ausgehend von einem ganzheitlichem Pflegeverständnis ermitteln sie den Pflegebedarf nach Fähigkeiten und Bedürfnissen des Menschen, begleiten und koordinieren spezielle Pflege, Rehabilitation und Therapie und kooperieren im interdisziplinären Team und / oder mit Fachdiensten.

Aufnahmevoraussetzungen

Mittlerer Bildungsabschluss (Fachoberschulreife) und eine einschlägige* abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens 2-jähriger Dauer**

* einschlägig = lt. Ausbildungs- und Prüfungsordnung an Berufskollegs „ist jede Berufsausbildung, die der Weiterbildung in der Fachrichtung dienlich ist“. BewerberInnen mit nicht einschlägiger Berufsausbildung müssen für die Aufnahme am LWL Berufskolleg eine Tätigkeit in einer Einrichtung der Jugendhilfe von 900 Arbeitsstunden nachweisen = ½ Jahr, die zusammenhängend absolviert werden müssen

** lt. Ausbildungs- und Prüfungsordnung an Berufskollegs gehören dazu auch berufsqualifizierende Bildungsgänge von 2-jähriger Dauer mit den Berufsabschlüssen staatlich geprüfte/r KinderpflegerIn, SozialhelferIn oder HeilerziehungshelferIn

oder Mittlerer Bildungsabschluss (Fachoberschulreife) und eine einschlägige 5-jährige Berufstätigkeit

oder Abschluss der Höheren Berufsfachschule für Sozial- und Gesundheitswesen

oder  Abschluss der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen (Klasse 11 und 12)

oder Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) und ein Praktikum (FSJ) oder BFD in der Kinder- und Jugendhilfe (900 Arbeitsstunden = ½ Jahr), die zusammenhängend

absolviert werden müssen.

Dauer und Organisation der Ausbildung

Die Ausbildung entspricht einer vollzeitschulischen Ausbildung und dauert 3 Jahre. Fachtheoretische und fachpraktische Ausbildungsabschnitte (einschl. des Berufspraktikums) werden integriert, um eine möglichst praxisnahe Ausbildung zu gewährleisten.

In der flexibilisierten, berufsbegleitenden / praxisintegrierten Ausbildung finden 70 % des Gesamtunterrichts vor Ort in Hamm statt (= Präsenzunterricht). 30 % werden  - örtlich und zeitlich ungebunden – über eine Lernplattform angeboten (= Distanzlernen). Folgendes Organisationsmodell liegt diesem Angebot zugrunde:

  • In zwei aufeinander folgenden Wochen an jeweils zwei aufeinander folgenden Tagen:  Präsenzunterricht in Hamm.
  • An den zwei Tagen der jeweils 3. Woche: Distanzlernen.

Das Distanzlernen kann zeitlich und örtlich flexibel erfolgen. Der Lernprozess wird mit einer Lernplattform begleitet und unterstützt. Über die Lernplattform werden Unterrichts-/ Lerninhalte zugänglich gemacht. Die Studierenden bearbeiten Aufgaben und erhalten von den LehrerInnen individuelle Rückmeldungen. Foren und Chats bieten Möglichkeiten des fachlichen Austausches auch außerhalb des Präsenzunterrichts.

Ergänzt wird dieses Unterrichtsangebot  durch Blockwochen: Drei einzelne Blockwochen im 1. Schuljahr. Zwei einzelne Blockwochen und eine zweiwöchige Hospitation im 2. Schuljahr. Drei Blockwochen im 3. Schuljahr, von denen zwei auf eine Kompetenzerweiterung im Bereich der Pflege – Schwerpunkte: Pflege im Alter und psychiatrische Pflege - zielen.

Stundentafel

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

  • Deutsch/Kommunikation
  • Englisch
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Religionslehre

Fachrichtungsbezogener Lernbereich

  • Theorie und Praxis der Heilerziehung
  • Gesundheit/Pflege
  • Psychiatrie
  • Organisation/Recht/Verwaltung

 

Heilerziehungspflegerische Schwerpunkte / Methodenausbildung

(kursiv: Angebote am LWL Berufskolleg)

  • Kreativ-musischer Bereich - Rhythmik, kulturelle Teilhabe
  • Sprachlich-kommunikativer Bereich - Gesprächsführung, Gruppenpädagogik, Basale Stimulation, gestützte Kommunikation,
  • Gesundheits-bewegungsorientierter Bereich - Psychomotorik, Entspannung
  • Organisatorisch-technologischer Bereich - EDV, Hauswirtschaft, Casemanagement

 

Projektarbeit

Praxis in Einrichtungen der Behindertenhilfe

Differenzierungsbereich

Mathematik

 

Praxis

In den Praxiszeiten erfolgt ein Einsatz in unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Behindertenhilfe mit mindestens 50% der regulären Arbeitszeit. Die TeilnehmerInnen erfahren in dieser Zeit Anleitung und Beratung durch die Schule.

 

Prüfung

Die Ausbildung schließt mit dem Fachschulexamen ab. Es besteht aus drei schriftlichen und ggf. einer mündlichen Prüfung. Im Anschluss daran findet die fachpraktische Prüfung in Form eines Kolloquiums statt.

 

Fachhochschulreife

Durch eine erweiterte Abschlussprüfung ist der Erwerb der Fachhochschulreife möglich.

Bewerbungsunterlagen

  1. zwei Lichtbilder
  2. der Nachweis der Fachoberschulreife bzw. des Zeugnisses des letzten allgemeinbildenden Schulabschlusses
  3. der Nachweis der abgeschlossenen Berufsausbildung oder Ersatzleistungen
  4. ein erweitertes Führungszeugnis
  5. der Nachweis einer Anstellung

Kosten der Ausbildung

Es besteht Schulgeld- und Lernmittelfreiheit. Im Einzelfall kann ein Rechtsanspruch auf Förderung nach den Bestimmungen des SGB III (Förderung der beruflichen Weiterbildung) gegeben sein.

Unterkunft und Verpflegung

Es ist möglich, in dem der Schule angeschlossenen Gästehaus zu übernachten und sich dort selbst zu verpflegen.

Ansprechpartnerin

Marie-Luise Austrup (Bildungsgangleiterin)

Tel.: 02381 / 893 8504 oder 893 8515

Marie-Luise.Austrup@lwl.org

Bewerbungen sind zu richten an

LWL Berufskolleg - Fachschulen Hamm

- Fachschule für Sozialpädagogik -

Heithofer Allee 64

59071 Hamm

Sekretariat

Adelheid Wortmann

Tel.: 02381  893-8504

Fax 02381 893-8531

Adelheid.Wortmann@lwl.org

Nina Keßler                           

Tel.: 02381 893-8505

Fax 02381 893-8531

Nina.Kessler@lwl.org