"Chance Zukunft"

Ein besonderes Angebot der Berufsbildungswerke NRW

Das Modellprojekt „Chance Zukunft“ wurde entwickelt für junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren, die langzeitarbeitslos sind und bisher den Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt noch nicht gefunden haben. Es bietet vielfältige Entwicklungs- und Vermittlungsmöglichkeiten, durch die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe ermöglicht werden soll.

 

Was bietet „Chance Zukunft“?

Das Ziel des Projektes „Chance Zukunft“ ist die Unterstützung junger Menschen auf dem Weg zur beruflichen Teilhabe. Durch aufsuchende Sozialarbeit sollen sie in die Lage versetzt werden, die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, regelmäßig und zuverlässig an einer Bildungsmaßnahme teilzunehmen, eine Tätigkeit oder einen Beruf zu erlernen oder ein Arbeitsverhältnis zu begründen.  Aber auch die Mitarbeit in einem Freiwilligendienst, die Übernahme eines Ehrenamtes, die Entwicklung tragfähiger familiärer Strukturen und die sinnvolle Nutzung psychosozialer Beratungssysteme gehören dazu.

Die Teilnehmenden werden in ihrer Entwicklung unterstützt und die persönliche Situation soll stabilisiert werden. Schwierigkeiten in der Vermittlung sollen identifiziert und individuelle Kompetenzen weiterentwickelt werden.

 

„maßgeschneidert“ statt „Maßnahme“

Wesentlich ist, dass die möglichen Teilnehmenden durch klassische Arbeitsmarkt-Maßnahmen nicht (mehr) erreicht werden können. Sie weisen komplexe Problemlagen mit multiplen, sich gegenseitig bedingenden Vermittlungshemmnissen auf. Bei „Chance Zukunft“ müssen sich die Teilnehmenden nicht an eine „Maßnahme“ anpassen, sondern die Aktivitäten werden für jede/n Teilnehmenden maßgeschneidert.

 

Im Fokus stehen unter andrem folgende Aspekte:

  • die Beseitigung von Hemmnissen, die einer Ausbildung oder Arbeitsaufnahme bisher entgegenstanden;
  • die Förderung zur Übernahme von Verantwortung für sich selbst;
  • die Vermittlung relevanter Qualifikationen und Wissen für den Einstieg in einen Beruf;
  • die Steigerung der Motivation, Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit;
  • die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

 

Individuelles Fallmanagement

„Chance Zukunft“ baut auf ein auf den Teilnehmenden abgestimmtes individuelles Fallmanagement auf. Der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen dem BBW-Begleiter und den Teilnehmenden bildet die Basis für den Entwicklungsprozess. Die BBW-Begleiter stehen dem Teilnehmenden während des gesamten Förderprozesses als feste Ansprechpartner zur Verfügung.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden die individuellen Ziele festgelegt und der Weg dorthin abgestimmt. Sie werden monatlich gemeinsam durch den BBW-Begleiter und die Teilnehmenden überprüft und ggf. weiterentwickelt.

In einer alle drei Monate stattfindenden Konferenz erörtern die BBW-Begleiter mit den Teilnehmenden und den Fallmanagern der Jobcenter den aktuellen Entwicklungsstand. Sie  vereinbaren dann für jeden einzelnen Teilnehmenden die Ziele für die kommenden drei Monate.

 

Das ist der Trägerverbund BBW

Der Trägerverbund besteht aus den Berufsbildungswerken Dortmund, Frechen und Moers des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands e.V., der Evangelischen Stiftung Volmarstein, der Josefsgesellschaft Köln mit den BBW Maria Veen und Bigge-Ohlsberg, den Kolping-Berufsbildungswerken Brakel und Essen, dem LWL-Berufsbildungswerk  Soest und dem Berufsbildungswerk der von Bodelschwingschen Stiftungen Bethel.

 

Das LWL- Berufsbildungswerk Soest arbeitet beim Projekt „Chance Zukunft“ zusammen mit den Jobcentern Arbeit Hellweg Aktiv des Kreises Soest, dem Jobcenter des Kreises Unna und dem Jobcenter der Stadt Hamm. Insgesamt 28 junge Erwachsene werden durch die Mitarbeitenden betreut.

Dieses Programm wird vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW finanziell gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.