Die Berufswahlentscheidung

 

Hilfe bei der Weichenstellung

Für blinde und sehbehinderte junge Menschen ist die Berufswahl besonders schwer. Weil sie nicht oder nur eingeschränkt sehen können, stehen ihnen weniger Berufe offen als anderen. Sie wissen oft nicht, welche Berufe für sie in Frage kommen und wo sie später arbeiten können. Einen ersten Überblick verschafft ihnen der Berufswahlunterricht in ihrer Schule und das Schülerbetriebspraktikum.

Wichtige Hilfen bieten die Berufsberater und Berufsberaterinnen in den Arbeitsämtern. Sie kennen betriebliche und überbetriebliche Möglichkeiten für eine Berufsausbildung. Die medizinischen und psychologischen Dienste bei den Arbeitsämtern geben weitere wichtige Hinweise.

Informieren ist wichtig: Fachleute in Soest helfen dabei

Aber auch das LWL-Berufsbildungswerk Soest und das LWL-Berufskolleg Soest, beides Einrichtungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), helfen bei der Berufswahl.
Fachleute aus Soest kommen auf Wunsch zu Informationsabenden, zu Sitzungen der Klassenpflegschaften oder zu Berufsberatungsgesprächen in die Schulen.
Schülergruppen können mit ihren Lehrerinnen und Lehrern aber auch nach Soest kommen.
Sie können sich die Schul- und Ausbildungsräume ansehen, selbst mit Ausbilder/innen und Berufsschullehrer/innen sprechen und so Informationen vor Ort sammeln.
Selbstverständlich sind die Fachleute aus Soest auch gerne bereit, interessierte Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern in einem persönlichen Gespräch zu informieren und zu beraten und ihnen dabei das LWL-Bildungszentrum in Soest mit seinen vielfältigen Möglichkeiten zu zeigen.
Daneben gibt es in Soest auch „Schnupperkurse“ für blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler: An zwei oder drei Tagen »riechen« sie hinein in die verschiedenen Abteilungen im LWL-Berufsbildungswerk Soest und in das LWL-Berufskolleg Soest.
Dabei können sie auch erste Eindrücke vom selbständigen Leben in einem Internat sammeln.

Praktisch ausprobieren ist besser als alle theoretischen Informationen und Beratungen.
Deshalb schlägt die Arbeitsagentur vielen noch unentschlossenen Jugendlichen eine Arbeitserprobung oder Eignungsabklärung im LWL-Berufsbildungswerk Soest vor.
Das nimmt die Unsicherheit, denn hier erfahren die Jugendlichen, was sie wirklich interessiert und was sie können. Deshalb ist es wichtig, dass sie sich mit ihren Eltern früh an ihre Arbeitsagentur wenden - am besten schon im vorletzten Schulbesuchsjahr.

In 60 Tagen durch die Arbeitswelt: Die Eignungsabklärung

Bei der Eignungsabklärung können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zu 60 Arbeitstage lang in verschiedene Berufsfelder hineinschnuppern, die für blinde und sehbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geeignet sind. Im Arbeitsalltag erkennen die Jugendlichen schnell, welche Berufe sie mögen und ob sie mit ihrer jeweiligen Begabung und Vorbildung für ihren Wunschberuf geeignet sind. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, in mehreren Berufsfeldern praktisch zu arbeiten. So lernen sie die Anforderungen und Lerninhalte der einzelnen Berufe hautnah kennen. Bevor sie eine Entscheidung treffen, haben sie die Chance, sich eine eigene Meinung zu bilden. So sind sie nicht nur auf Ratschläge von Personen angewiesen, die meist selbst nicht sehbehindert sind.

Termine für die Eignungsabklärung

Zur Sicherheit: Die Arbeitserprobung

Haben die Jugendlichen bereits einen Wunschberuf, können sie in der Arbeitserprobung bis zu 20 Arbeitstage lang in diesem Berufsfeld arbeiten. Dabei erhalten sie einen Einblick in den Arbeitsalltag des angestrebten Berufes. So erfahren sie sicher, ob sie den Anforderungen, die der Beruf an sie stellt, gewachsen sind und ob der Berufsalltag tatsächlich ihren Wünschen entspricht.

Die Arbeitserprobung gibt auch eine Antwort auf die Frage, ob und mit welchen Hilfsmitteln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine betriebliche Berufsausbildung vor Ort schaffen können oder ob das LWL-Berufsbildungswerk Soest der richtige Lernort ist. Vielleicht ist ja mit Unterstützung des BBW Soest auch eine betriebliche Berufsausbildung vor Ort möglich!

In der Arbeitserprobung und Eignungsabklärung arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Abteilung Berufliche Qualifizierung und Integration des LWL-Berufsbildungswerkes Soest. Hier stellen ihnen die Ausbilderinnen und Ausbilder unterschiedlich schwere Arbeitsaufgaben, die den Anforderungen der verschiedenen Ausbildungsberufe entsprechen.

Die erfahrenen Experten geben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anschließend ein Feedback über ihr Lern- und Leistungsvermögen in dem jeweiligen Berufsfeld. Sie geben Empfehlungen, auf welchem Bildungsweg die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Wunschberuf am besten erlernen können oder welche Alternativen es dazu gibt.

Denn die jungen Menschen sollen eine echte Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen. Haben die Jugendlichen bereits einen Wunschberuf, können sie in der Arbeitserprobung bis zu 20 Arbeitstage lang in diesem Berufsfeld arbeiten. Dabei erhalten sie einen Einblick in den Arbeitsalltag des angestrebten Berufes. So erfahren sie sicher, ob sie den Anforderungen, die der Beruf an sie stellt, gewachsen sind und ob der Berufsalltag tatsächlich ihren Wünschen entspricht.

Die Arbeitserprobung gibt auch eine Antwort auf die Frage, ob und mit welchen Hilfsmitteln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine betriebliche Berufsausbildung vor Ort schaffen können oder ob das LWL-Berufsbildungswerk Soest der richtige Lernort ist. Vielleicht ist ja mit Unterstützung des BBW Soest auch eine betriebliche Berufsausbildung vor Ort möglich!

In der Arbeitserprobung und Eignungsabklärung arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Abteilung Berufliche Qualifizierung und Integration des LWL-Berufsbildungswerkes Soest. Hier stellen ihnen die Ausbilderinnen und Ausbilder unterschiedlich schwere Arbeitsaufgaben, die den Anforderungen der verschiedenen Ausbildungsberufe entsprechen.

Die erfahrenen Experten geben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anschließend ein Feedback über ihr Lern- und Leistungsvermögen in dem jeweiligen Berufsfeld. Sie geben Empfehlungen, auf welchem Bildungsweg die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Wunschberuf am besten erlernen können oder welche Alternativen es dazu gibt.

Denn die jungen Menschen sollen eine echte Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen.

Termine für die Arbeitserprobung

Hilfe für jeden: Hilfsmittel, Mobilitätstraining und vieles mehr

Alles rund um ihren Wunschberuf können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der praktischen Erprobung nicht erfahren. Deshalb erhalten sie auch berufskundliche Informationen.

Außerdem gibt es unterstützende Gruppenarbeit und verschiedene Tests. Bei der Hilfsmittelberatung können sie erfahren, welche Hilfsmittel ihnen die Berufsausbildung und den Alltag erleichtern können. Hilfen bieten auch eine Kurzeinführung in das Mobilitätstraining und in die Übung lebenspraktischer Fertigkeiten. Dabei wird auch deutlich, welche begleitenden Programme die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während einer Berufsausbildung oder eines berufsvorbereitenden Lehrgangs unterstützen können.

Schon während der Eignungsabklärung oder Arbeitserprobung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausführlich beraten. Die Ergebnisse werden in einem Abschlussgespräch genau erklärt.

Daran können neben den Experten aus der Arbeitsagentur und dem LWL-Berufsbildungswerk Soest auf Wunsch auch die Eltern oder Lehrer teilnehmen. Am Ende werden alle Ergebnisse zu einer Empfehlung zusammengefasst und an die Arbeitsagentur am Heimatort geschickt.

Informationen

Ziel
Vorbereitung der Berufswahlentscheidung

Dauer
Bis zu 60 Arbeitstage bei der Berufsfindung bis zu 20 Arbeitstage bei der Eignungsabklärung

Zeitraum
Während des letzten Schuljahres

Beginn
Monatlich nach Vereinbarung

Voraussetzungen
Keine

Anmeldung
Durch die Arbeitsagentur

Kosten
Die Arbeitsaagentur übernimmt die Lehrgangskosten mit Unterkunft und Verpflegung, sie zahlt die Fahrtkosten für An- und Abreise und zwei Familienheimfahrten im Monat.

Ausbildungsgeld
Wird nicht gezahlt.

Sozialversicherung
Eigene Pflichtversicherung zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung (ohne Arbeitslosenversicherung). Die Beiträge zahlt das Berufsbildungswerk in voller Höhe.

Ansprechpartner

Annette Fecke

E-Mail: Annette.Fecke@lwl.org

Tel: 02921 684-237