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Pädagogische Frühförderung

Die pädagogische Frühförderung der Opticus Schule wendet sich an sehbehinderte und blinde Kinder von der Geburt bis zur Einschulung. Dazu gehören auch Kinder, die neben der Sehschädigung zusätzliche Einschränkungen haben, z.B. Kinder mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen unterschiedlicher Ausprägung.

Etwa 80% der Sinneseindrücke aus der Umwelt nehmen wir üblicherweise über das Sehen auf.
Sehbehinderte und blinde Kinder benötigen spezifisch aufbereitete Materialien und eine angepasste Umgebungsgestaltung, um entweder ihre Sehfähigkeit bestmöglich entwickeln zu können oder ihren fehlenden Sehsinn auszugleichen.
Dies ist für ihre Gesamtentwicklung unabdingbar. Das beeinträchtigte Sehen kann erhebliche Auswirkungen auf die unterschiedlichen Entwicklungsbereiche eines Kindes haben:

  • Grob- und Feinmotorik
  • Sprache
  • Kognition
  • Sozial-emotionale Entwicklung
  • Orientierung und Mobilität
  • Spielentwicklung
  • Lebenspraktische Fertigkeiten (z.B. An- und Ausziehen etc.)

Daher sollte die Frühförderung möglichst frühzeitig eingeleitet werden.

 

Aufgaben und Angebote der Frühförderung

  • Regelmäßige Besuche im Elternhaus oder im Kindergarten
  • Förderung des Kindes
  • Entwicklungs- und Beratungsgespräche mit Eltern und Erzieherinnen
  • Diagnostik des funktionalen Sehens
  • Förderangebote im Low-Vision-Raum
  • Beratung und Unterstützung bei Auswahl eines geeigneten Kindergartens und bei der Wahl des Förderortes bei Schuleintritt
  • Vorklasse (s. 4.2.2)
  • Zusammenarbeit mit anderen Frühförderstellen, Medizinern, Kliniken, Therapeuten und Behörden
  • Begleitung von Augenarztbesuchen
  • Eltern-Kind-Angebote
  • Teilnahme des Frühförderteams an fachspezifischen Fortbildungen
  • Fortbildungen für Eltern und andere Professionen wie Erzieher und Therapeuten

Veranstaltungsprogramm der Frühförderung

Beantragung der Frühförderung

In der Regel werden die Kinder durch die Eltern, Kindertageseinrichtungen, allgemeine pädagogische Frühförderstellen, Augenärzte, Kinderärzte, Kliniken oder die SPZs gemeldet.
Die Frühförderung der Opticus Schule ist ein kostenfreies und freiwilliges Angebot.
Eine regelmäßige Rezeptverordnung durch den Augen- oder Kinderarzt ist nicht notwendig. Für die Beantragung benötigen wir einen ärztlichen Bericht, aus dem die Sehschädigung des Kindes hervorgeht.
Üblicherweise wird die Notwendigkeit einer Frühförderung durch die Opticus Schule im Erstbesuch bei der Familie des Kindes abgeklärt. Besteht Bedarf, wird der Antrag auf Frühförderung gemeinsam ausgefüllt und in die Wege geleitet.

 

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Team der Frühförderung

Das Frühförderteam besteht derzeit aus 11 Kolleginnen und Kollegen, die Lehrkräfte für Sonderpädagogik, Heilpädagogen oder Fachlehrer mit sehgeschädigtenspezifischer Ausbildung sind.

Das Fortbildungsprogramm der Frühförderung

Fortbildungsprogramm Frühförderung