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Sehbehinderung – was heißt das eigentlich?


 

Eine Sehbehinderung liegt vor, wenn auch nach optischer Korrektur Teilfunktionen des Sehens, wie Fern- oder Nahvisus, Gesichtfeld, Kontrast, Farbe, Blendung und Bewegung erheblich eringeschränkt sind oder wenn eine erhebliche Störung der zentralen Verarbeitung der Seheindrücke besteht (§ 9 Abs. 2, VVzAO-SF).

 


Sehbehindert...
heißt, dass das Sehvermögen nur bestenfalls 1/3 bis 1/20, bei hochgradiger Sehbehinderung sogar nur noch bis 1/50 der Norm erreicht. Erst unterhalb dieses Wertes wird als "blind" eingestuft.

Sehbehindert...
heißt, viele Alltagsprobleme zu bewältigen, wie z. B.

  • teure Hilfsmittel und Therapiemaßnahmen,
  • eingeschränkte Berufsmöglichkeiten,
  • Zurechtfinden in der auf optische Orientierung ausgerichteten Umwelt,
  • Diskriminierung durch Unkenntnis Nichtbetroffener.

Sehbehindert... ist, als ob z. B.

  • ständig Nebel herrscht,
  • die Scheibenwischer bei Regen defekt sind,
  • nur ein Guckloch in der vereisten Scheibe frei ist,
  • die Brille in der Mitte stark verschmutzt ist,
  • ständig durch ein starkes Fernglas geschaut wird.

Blindheit - was ist das eigentlich?


 

Blindheit liegt vor, wenn das Sehvermögen so stark herabgesetzt ist, dass die Betroffenene auch nach optischer Korrektur ihrer Umwelt überwiegend nicht visuell begegnen. Schülerinnen und Schüler, die mit Erblindung rechnen müssen, werden bei der Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs Blinden gleichgestellt (§9 Abs. 1, VVzAO-SF).

 


Als blind gilt man, wenn ...

die Sehschärfe unter 0,02 liegt.

Als blind gilt man, wenn ...

das Gesichtfeld so stark eingeengt ist, dass man sich im öffentlich Raum nicht mehr visuell zurechtfindet.

 

Motiv "Bauernhof" aus Sicht eines


 

Normalsichtigen

 


Sehbehinderten mit Retinopathia pigmentosa ("Tunnelblick")



Sehbehinderten mit zentralem Gesichtsfeldausfall

 

 

Sehbehinderten mit nicht korrigierbarer Ametropie