Beginn der Navigation/Link zum Seitenanfang




Förderung von Schülern mit (s)elektivem Mutismus

In den letzten Schuljahren wurden an der Martin-Buber-Schule vermehrt Schülerinnen und Schüler mit (s)elektiven Mutismus gefördert. Um der sehr spezifischen und individuellen Problematik gerecht zu werden, wurde ein intensives Programm zur Fort- und Weiterbildung (Schulleitung mit Fr. Nelde) geschaffen. Im Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Katz-Bernstein und Priv. Doz. Katja Subellok von der TU- Dortmund erfolgte eine mehrteilige Kollegiums-interne Fortbildung.
Es entwickelte sich ein Konzept, dass für jedes mutistische Kind eine Kollegin, ein Kollege (meist die Klassenleitung) „Casemanager“ ist und ICF basiert ein Netzwerk aufbaut, um eine optimale Förderung zu schaffen. Hierbei geht es nicht nur um eine additive Einzelförderung, sondern um eine Wegbegleitung trotz des Schweigens erfolgreich in der Schule mitarbeiten zu können und durch außerschulische Kontakte langfristig therapeutische Hilfen herbeizuführen. Als Konzeptgrundlage der Schule wird für alle betroffenen Kolleginnen und Kollegen eine Gruppensupervision mit der Expertin Frau Bahrfeck-Wichitill angeboten. Darauf können weitere Einzel- und /oder Gruppensupervisionen nach Bedarf folgen.
Um kompetenter beraten und weitervermitteln zu können, sind Kontakte zu den Sprachheilkliniken in Werscherberg und Meisenheim aufgenommen worden, sowie eine Kooperation mit dem Netzwerk Selektiver Mutismus des Sprachtherapeutischen Ambulatoriums der TU- Dortmund.
Den Unterricht betreffend beraten die Kolleginnen und Kollegen mit dem „Casemanager“ für das einzelne Kind, welcher Nachteilsausgleich passend ist, um die fehlenden mündlichen Leistungen zu kompensieren.
Als elementar wichtig hat sich erwiesen feste und zuverlässige Rahmenbedingungen zu schaffen, um das Casemanagement zu ermöglichen. Die betreffenden Kolleginnen und Kollegen erhalten eine sogenannte Mutismus-Stunde, die in der Stundentafel vermerkt ist und von Vertretungen möglichst ausgespart wird.
Die Weiterentwicklung des Konzeptes wird kontinuierlich evaluiert und durch kollegiale Fallberatungen gestützt. Die Supervisionen sind ein langfristiges Angebot, sodass auch schwierige Fälle begleitet werden.