Voller Eindrücke kehrte die kleine Delegation der Martin-Luther-King-Schule aus Hamburg nach Hause zurück. Vom 30. Mai bis 2. Juni hatten Marc und Marcosowie Lehrerin Maria Biniossek an der 16. Lernstatt Demokratie teilgenommen. Dabei stellten sie ihr Projekt „Verstecken ist out“ vor, für das die MLK-Schule ausgezeichnet wurde.
Von über 250 teilnehmenden Schulen aus ganz Deutschland, die sich am „Förderprogramm Demokratisch Handeln“ der Theodor-Heuss-Stiftung in Zusammenarbeit mit den Friedrich-Schiller-Universität Jena beteiligt hatten, wurden 57 weiterführende Schulen nach Hamburg eingeladen, um ihre Projekte vorzustellen, mit anderen ins Gespräch zu kommen, sich in Workshops zu begegnen und Anregungen mitzunehmen. Höhepunkt und Abschluss war die Überreichung der Urkunde im Kaisersaal des Rathauses durch Prof. Peter Fauser von der Akademie für Bildungsreform und Dr. Michael Voges, Staatsrat der Freien und Hansestadt Hamburg.
„Verstecken ist out“ ist ein Projekt, bei dem stotternde Kinder und Jugendliche sich einmal wöchentlich nach dem Unterricht trafen, um gemeinsam Aktivitäten zu unternehmen und therapeutisch zu arbeiten. Dies mit dem Ziel, die sprachliche Kompetenz zu verbessern, Vereinsamung vorzubeugen und Selbstvertrauen zu gewinnen. (Projekt "Verstecken ist out")
Wir trafen uns am Dienstag am Hauptbahnhof in Münster und fuhren mit dem Zug nach Hamburg. Dort wurden wir in einem Vier-Sterne-Hotel („NH-Hotel“) vom Feinsten untergebracht. Nach einer feierlichen Begrüßung mit tollen musikalischen Darbietungen in der Aula der Max Brauer Schule konnten wir die zuvor aufgebaute Ausstellung aller Projekte besuchen und unser Projekt Interessenten vorstellen. Abends begeisterte uns das Schülerkabarett „Antitoxin“ des Gymnasiums Bremen-Vegesack.
Am nächsten Tag nach einem Schlemmerfrühstück gab es Gelegenheit, die Projekte intensiver kennen zu lernen durch einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch in Gruppen. Dies war eine Herausforderung für die stotternden Jugendlichen, die sie hervorragend meisterten und für die sie viel Anerkennung bekamen. Am Nachmittag ging es auf einen Stadtspazierung zur Nikolai-Kirche mit einer bewegenden Führung zur Geschichte des Dritten Reiches. Natürlich blieb auch Freiraum durch die Hansestadt zu bummeln und die Seele baumeln zu lassen. Ein besonderes Erlebnis war zudem die Fahrt mit der U-Bahn und die Elbe-Schiffstour, die uns an die Docks eines der größten Häfen Deutschlands führte.
13 verschiedene Workshops wurden am folgenden Tag angeboten, wobei wir an „Abenteuerspielen“ teilnahmen und den „freien Fall“ probten. Die Lehrer hatten in dieser Zeit die Möglichkeit, das außergewöhnliche Schulkonzept der Max Brauer Schule kennen zu lernen. Am Abend konnte man an politischen Gesprächen mit Vertretern politischer Parteien sowie der Gründerin der Theodor-Heuss-Stiftung, Hildegard Hamm-Brücher teilnehmen.
Der Freitagvormittag bot uns einen bunten Einblick in die Arbeit der verschiedenen Workshops. Die Qualität der Beiträge war außergewöhnlich beeindruckend. Per Bustransfer wurden wir vor das Hamburger Rathaus gebracht. In der imposanten Kulisse des Kaisersaals im Rathaus nahmen wir stolz unsere Urkundenübergabe in Empfang. Zum Abschluss waren wir zum Senatsempfang geladen. Mit tollen Erinnerungen an eine schöne und interessante Zeit voller Anregungen machten wir uns auf die Heimfahrt mit dem Zug.
[Bi]