Abbildung: Schule mit 2 Pfeilen, die die Jugendhilfeplanung und Schulentwicklungsplanung symbolisieren Grafik: Joern Schlund

Kooperation von Jugendhilfe und Schule

Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung

Der Landesgesetzgeber NRW hat mit Beginn 2005 im § 7 (3) des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes dem örtlichen Träger der Jugendhilfe die Verpflichtung auferlegt dafür Sorge zu tragen, „dass im Rahmen einer integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung ein zwischen allen beteiligten abgestimmtes Konzept über Schwerpunkte und Bereiche des Mitwirkens und über Umsetzungsschritte entwickelt wird.“ Gemeint sind zwei Planungsbereiche, von denen jeder seinen spezifischen institutionellen Hintergrund, seine eigenen Themen, seine eigene rechtliche Konstitution und seine eigene Planungslogik hat (Merchel, 2004). In den vergangenen Jahren ist die Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe punktuell weiter ausgebaut worden; ja in einigen Jugendamts-bereichen haben auch schon die beiden Planungsbereiche erfolgreich zusammengearbeitet und gemeinsam das Konzept der Offenen Ganztagsschule beraten und umgesetzt. Aber um eine kontinuierliche integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung aufbauen zu können, müssen sich die zuständigen Akteure mit den unterschiedlichen Planungsaufgaben, der unterschiedlichen Herangehensweise und der institutionellen Eingebundenheit der beiden Planungsbereiche gründlich auseinandersetzen. D.h. eine der Voraussetzungen für eine erfolgreiche integrierte Planung ist das Wissen und das Verständnis über die jeweils ‚andere’ Planungskultur, damit gemeinsam Ziele und Aufgaben der integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung entwickelt und ausgehandelt werden können. Beide Planungsbereiche müssen sich im nächsten Schritt über die Gründe einer Kooperation mit ihren entsprechenden Nutzungserwartungen verständigen. Ohne die Erwartung, dass die gemeinsame Planung auch für den jeweiligen Bereich Schule und Jugendhilfe etwas bringt, wird sich bei den Planungsakteuren keine Motivation aufbauen lassen, die unabdingbar ist, um die sicherlich nicht leichte Aufgabe der gemeinsamen Planung zu meistern.
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Eva Bähren

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Veronika Spogis

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