Leitlinien zur strukturellen Verankerung der Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen in der Jugendhilfe
Mädchen und Jungen unterscheiden sich deutlich in ihren Bedürfnislagen, Erwartungen und Wünschen.
Diese Unterschiede müssen zum Ausgangspunkt der Entwicklung und Weiterentwicklung von Angeboten der Handlungsfelder der Jugendhilfe gemacht werden. Im Rahmen der Gender-Mainstreaming-Debatte ist darauf zu achten, dass Gender-Mainstreaming fachlich im Sinne der von der Europäischen Kommission charakterisierten Doppelstrategie umgesetzt wird und nicht zu Lasten der bisherigen ausdrücklichen Förderung der Frauen- und Mädchenarbeit geht. Daher sollen Mädchen nicht in Sonderkapiteln behandelt werden, sondern Geschlecht muss als grundlegende Denkfigur berücksichtigt werden.
Ziel der vom LWL-Landesjugendhilfeausschuss am 09.12.2002 verabschiedeten Leitlinien ist es, Wege und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie parteiliche Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen strukturell im Leistungsspektrum der Jugendhilfe und ihrer Angebote initiiert, abgesichert und weiterentwickelt werden kann. Die Leitlinien entstanden in enger Zusammenarbeit mit Fachfrauen aus NRW, die maßgeblich die Frauen- und Mädchenarbeit beeinflussen und unterstützen wie bspw. die FUMA in Gladbeck, LAG Mädchenarbeit NRW Bielefeld, Landesjugendring NRW, Landesverband des Paritätischen und des Diakonischen Werkes u.v.a.
Die Leitlinien sollen geschlechtsbewusste Arbeit unterstützen und damit letztlich auch Chancengleichheit, Gleichberechtigung und Abbau von Benachteiligung fördern, wie es das SGB VIII in § 9 Abs. 3 vorsieht. Der Nutzen der Leitlinien für die praktische Arbeit liegt vor allem im Praxisteil 'Konkretisierung für die Handlungsfelder der Jugendhilfe'. Hier werden anhand verschiedener Fragestellungen die Handlungsfelder Beratung, Jugendarbeit, -sozialarbeit, Tageseinrichtungen für Kinder und Hilfen zur Erziehung bearbeitet und u.a. Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung der Praxis aufgezeigt.
Neben der untenstehenden Version, existiert eine Langfassung der Leitlinien, die Sie per E-Mail bei
e.baehren@lwl.org anfordern können.
Die Leitlinien gibt es nur zum Herunterladen und ist nicht in gedruckter Fassung bei uns zu bestellen.