Vormundschaften, Pflegschaften, Beistandschaften
Aktuell
Die Fachhochschule Münster bietet in Kooperation mit dem LWL-Landesjugendamt Westfalen, Münster, in dem Zeitraum von Dez. 2007 bis März 2008, im LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho, beginnend am 03.12.2007, Weiterbildung für den Arbeitsbereich Vormundschaften an. In 3 Blöcken, an insgesamt 10 Tagen werden die Arbeitsschwerpunkte: Aufgaben und Rechtsstellung, rechtliche und psychologische Aspekte sowie Rollen- und Konzeptentwicklung in Fachvorträgen, Fallbesprechungen und Rollenspielen behandelt. Ziel ist eine Qualifizierung für in der Praxis tätige Vormünderinnen und Vormünder sowie für Fachkräfte, die sich auf die Übernahme von Vormundschaften vorbereiten wollen. Weitere Informationen zu Inhalten, Kosten und Anmeldetermin finden Sie auf folgender Internetseite:
'Das Schloss der Mündel' entstand auf der Zukunftswerkstatt in Soest.
Band in der Reihe Ideen & Konzepte
Qualitätsentwicklung im Bereich Vormundschaften und Pflegschaften
Sind Sie Leitungskraft des Jugendamtes, im Allgemeinen Sozialdienst oder im Pflegekinderdienst tätig oder sind Sie Amtsvormünderin, Amtsvormund, dann dürften die in dem untenstehenden Band vorgestellten Ergebnisse des in den Jugendämtern der Städte Gladbeck, Minden und dem Kreis Soest durchgeführten Modellprojektes für Sie sehr interessant sein. Unter vielerlei Aspekten werden Kinder und Jugendliche für die Zukunft unserer Gesellschaft immer wichtiger.
Dies gilt natürlich und insbesondere auch für Kinder und Jugendliche, die unter Vormundschaft stehen, für die das Jugendamt verantwortlich ist, Mündel, die einen persönlichen Vormund haben, der ihre Interessen parteilich, und eigenständig vertreten soll. Dabei stellen sich folgende Fragen um deren Beantwortung sich dieser Band bemüht: - Werden diese Kinder und Jugendlichen in Wahrnehmung des staatlichen Wächteramtes in ihren Bedürfnissen, Interessen und Rechten auch tatsächlich wahrgenommen? - Wie ist der Arbeitsbereich Amtsvormundschaft in die Struktur des Jugendamtes eingebunden? - Welche Arbeitskonzepte gibt es? - Was wissen Sie als Vormünderin/Vormund über „Ihr“ Mündel? - Welchen Kontakt haben Sie zu ihm? Beteiligen Sie „Ihr“ Mündel an Entscheidungen, die es betreffen? - Was ist in diesem Zusammenhang überhaupt Beteiligung? - Wie können Kinder und Jugendliche beteiligt werden? Die Rechtsgrundlagen für den Arbeitsbereich Vormundschaften und Pflegschaften haben sich seit über 100 Jahren fast nicht verändert. Es haben sich Arbeitsinhalte und – strukturen herausgebildet, die heute in Jugendämtern vielfältig und sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. Der Verein „Kinder haben Rechte e. V.“, Münster – er hat das Modellprojekt wissenschaftlich begleitet – gab im Jahre 1997 mit einer Fachveranstaltung, die gemeinsam mit dem LWL-Landesjugendamt in Münster durchgeführt wurde, den Anstoß, die Beteiligung von Mündeln mehr in den Blick zu nehmen. „Amtsvormünderinnen und Amtsvormünder“ erwachten aus einem „Dornröschenschlaf“, sahen Handlungsbedarf und stellten sich den neuen Anforderungen. Dieser Band ist ein weiterer Beitrag zum Thema Partizipation. Die Ergebnisse des Modellprojektes sollen zu Entwicklungen anregen, Mündel mehr als bisher an Entscheidungen die sie betreffen zu beteiligen und unter Qualitätsaspekten Hinweise geben, wie dafür die erforderlichen strukturellen und verfahrensmäßigen Voraussetzungen geschaffen werden können.