Gefördert wurde dieser Prozess nicht zuletzt auch durch die Tatsache, dass die dort tätigen Fachkräfte Leistungsentscheidungen treffen müssen, die in der Summe erhebliche Finanzauswirkungen auf die kommunalen Haushalte haben. Um so unverständlicher ist, dass die Allgemeinen Sozialen Dienste oftmals noch sich selbst überlassen bleiben, sowohl im Bezug auf ihre materielle und personelle Ausstattung, als auch hinsichtlich ihrer Arbeitsweisen, -verfahren und -methoden. Die nachhaltige Wirksamkeit der Arbeit der Allgemeinen Sozialen Dienste wird eher als beliebig eingeschätzt und überwiegend an ihren Kostenfolgen gemessen. Erfreulicherweise hat sich in den letzten Jahren sowohl bei den Fachkräften wie auch auf der Leitungsebene vielerorts ein neues Qualitätsbewusstsein bezüglich der ASD-Arbeit entwickelt. Inhaltliche Stichworte hierzu sind: Verlässliche Arbeitsstrukturen, klar identifizierbare und abgrenzbare Standardprozesse, verlässliche Verfahren, verbindliche Dokumentationen, fachlich ausgewiesene und dokumentierte Entscheidungsfindungen, eindeutige Unterscheidungsmerkmale zwischen Gewährleistung und Dienstleistung sowie Wahrnehmung des staatlichen Wächteramtes, verbindlicher Einsatz verfahrensunterstützender Methoden, datenverarbeitungsgestütztes Berichtswesen und Ergebniscontrolling. In mehreren, zum Teil schon abgeschlossenen Beratungsprojekten haben wir vor Ort mit den Mitarbeitern und Leitungskräften im ASD örtlich angepasste Qualitätsentwicklungsprozesse fachlich beraten und begleitet. Derzeitig befindet sich ein "Qualitätsnetzwerk ASD" in Westfalen-Lippe im Aufbau. Zu diesem Thema arbeiten wir eng mit externen Experten, wie z. B. Rainer Haase, I.F.S. München, zusammen.