Kooperation von Jugendhilfe und Schule

Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule im Rahmen von Kinderschutz

Spätestens seit dem Bundeskinderschutzgesetz, das am 01.01.2012 in Kraft trat, ist die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule bei Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung klar geregelt:

  • Wenn staatlich anerkannten SozialarbeiterInnen / SozialpädagogInnen oder wenn LehrerInnen  in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen bekannt werden, ist im Bundeskinderschutzgesetz in § 4 beschrieben, wie sie zunächst innerhalb von Schule vorzugehen haben.
  • Zur Einschätzung der Kindeswohlgefährdung haben genannte Personengruppen gegenüber dem Jugendamt Anspruch auf Beratung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft.
  • Zudem sind die genannten in Schule tätigen Personengruppen befugt unter bestimmten Umständen das Jugendamt einzubeziehen bzw. Informationen dorthin weiterzuleiten.
  • Von der Jugendhilfe sind verbindliche Netzwerkstrukturen aufzubauen. In den Netzwerken sollen u.a. auch Schulen mitwirken. (§3)


Das LWL-Landesjugendamt Westfalen hat in den vergangenen Jahren

  • auf gemeinsamen Tagungen und Fortbildungen zwischen Jugendhilfe und Schule über Praxisbeispiele informiert, wie eine gute Zusammenarbeit im Rahmen des Kinderschutzes funktioniert und welche Strukturen es dafür braucht,
  • auf die Erfordernis von gemeinsamen Vereinbarungen zwischen Jugendämtern und Schulen und die Benennung von gegenseitigen Ansprechpersonen hingewiesen,
  • die Broschüre ‚Den Ball ins Rollen bringen‘ (in Kooperation mit dem LVR-Landesjugendamt, dem MSW und dem MFKJKS) im November 2009 herausgegeben, die die verschiedenen Schritte hin zu gemeinsamen Vereinbaren aufzeigt.

    Diese Broschüre  wurde im Januar 2015 von der Serviceagentur Ganztägig Lernen unter dem Titel ‚Den Stein ins Rollen bringen - Vom gemeinsamen Anliegen „Kinderschutz” zur strukturierten Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule vor Ort‘ in überarbeiteter Form und durch Praxisbeispiele und weiteren konkretisierenden Beiträgen ergänzt herausgebracht.