Kooperation von Jugendhilfe und Schule

Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule im Rahmen von Kinderschutz

Der § 8 a SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) verpflichtet die Offenen Ganztagsschulen (OGS), dort wo sie in Kooperation mit einem Jugendhilfeträger durchgeführt werden, zu einer Zusammenarbeit im Rahmen eines Verdachtes auf eine Kindeswohlgefährung. Es ist u. a. das Gefahrenrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen, es sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche einzubeziehen und es sind Vereinbarungen mit dem Jugendamt zu treffen, wie der Schutzauftrag in entsprechender Weise wahrgenommen wird. Durch den § 42 Abs. 6 Schulgesetz NRW, der im Juni 2006 verabschiedet wurde, werden nun alle Schulen zu einer Zusammenarbeit mit dem Jugendamt verpflichtet, wenn ein Anschein von 'Vernachlässigung' und 'Misshandlung' vorliegt. Während der § 8 a SGB VIII die Jugendhilfe und deren Einrichtungen und Dienste recht konkret zu einem bestimmten Vorgehen verpflichtet, lässt der § 42 Abs. 6 Schulgesetz offen, welche Schritte bei einem Anschein von Vernachlässigung und Misshandlung konkret erfolgen könnten. Auf gemeinsamen Tagungen und Fortbildungen zwischen Jugendhilfe und Schule gilt es

  • Eckpunkte zu verabreden für einen sensiblen Umgang mit dem Thema 'Kinderschutz', wie z. B. 'Erkennen, Beurteilen, Handeln'.
  • sich über Praxisbeispiele informieren, wie jetzt schon eine gute Zusammenarbeit im Rahmen des Kinderschutzes funktioniert und welche Strukturen es dafür braucht.
  • die Benennung konkreter Ansprechpartner/innen für dieses Thema sowohl bei Jugendhilfe als auch bei Schule und ein konkretes Handeln zwischen den Akteuren von Jugendhilfe und von Schule zu verabreden.