Förderung der Erziehung in der Familie

Hilfeplanung

Stellen Personensorgeberechtigte einen Antrag auf Hilfe zur Erziehung nach §27 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII), beantragen sie Sozialleistungen nach dem Sozialgesetzbuch. Da diese Hilfe ziel- und zweckgerichtet geplant werden soll, ist das Hilfeplanverfahren nach §36 SGBVIII zur Erstellung eines Hilfeplanes gesetzlich vorgeschrieben.

Der Hilfeplan dokumentiert die Planung und die Entscheidung über die zu erbringende Leistung, beschreibt die Aufgaben der Leistungserbringer und Adressaten und bestimmt das Verfahren der Überprüfung und Weiterentwicklung der Leistung. Das Hilfeplanverfahren ist als kommunikativer Prozess angelegt und zu verstehen, der die aktive Mitwirkung der Kinder, Jugendlichen, jungen Volljährigen und Personensorgeberechtigten sowie das Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte verlangt. Das Hilfeplanverfahren ist das zentrale Steuerungsinstrument zur Einrichtung und Durchführung einer Hilfe zur Erziehung und gleichzeitig mit der Entscheidung über die erforderliche und angemessene Hilfe ein Schlüsselprozess auch für alle im Feld der erzieherischen Hilfen tätigen Dienste und Einrichtungen.

Seit dem In-Kraft-Treten des SGB VIII werden von den Landesjugendämtern Westfalen-Lippe und Rheinland gemeinsame Empfehlungen und Arbeitshilfen zum Hilfeplanverfahren herausgegeben und regelmäßig überarbeitet. Diese Empfehlungen, die einheitlich für ganz Nordrhein-Westfalen mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlichster Jugendämter sowie den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege NW erstellt wurden, zeigen die fachlichen Auswirkungen gesetzlicher Neuregelungen auf und berücksichtigen neuere Entwicklungen in der Jugendhilfe.
Das Bild zeigt Martin Lengemann

Martin Lengemann
Sachbereichsleitung

Tel.: 0251 591-5786
Fax: 0251 591-275
martin.lengemann@lwl.org