Erzieherische Hilfen

Partizipation in den erzieherischen Hilfen

Partizipation wird als eine der zentralen Strukturmaximen einer lebensweltorientierten Jugendhilfe verstanden. Partizipation wird dabei als Sammelbegriff für Beteiligung, Teilnahme, Teilhabe, Mitwirkung und Mitbestimmung verwendet und stellt einen Zusammenhang zwischen aktuellen Kinderrechts-, Kinderpolitik- und pädagogischen Diskursen her. Dabei werden Kinder als kompetente soziale Akteure begriffen, die immer weniger gesellschaftliche Schutzräume sondern stattdessen selbst- und mitgestaltbare Handlungsräume benötigen.

Im Rahmen der Erziehungshilfe wird über Partizipation aktuell insbesondere im Kontext der Einbeziehung von Minderjährigen und Eltern in die Hilfeplanung sowie im Rahmen der Gestaltung des Lebensortes Heim nachgedacht. Pädagogische Fragen wie bspw. des angemessenen Verstehens der Kinder und Jugendlichen sowie der Gestaltung der Kommunikation werden dabei ebenso aufgegriffen, wie organisationsbezogene Themen. Hierzu gehören insbesondere die Beteiligung an Gruppen- und Organisationsentscheidungen und die damit verbundene Frage nach der methodischen Gestaltung von Demokratisierungsprozessen in der Erziehungshilfe (insbes. der Heimerziehung).

Im Rahmen eines Modellprojektes wurden in Kooperation mit dem Münsteraner Verein "Kinder haben Rechte" in den Jugendämtern der Städte Siegen und Paderborn Konzepte für eine beteiligungsorientierte Hilfeplanung entwickelt. Darüber hinaus bietet das LJA Fortbildungen und Inhouse-Seminare zum Themenschwerpunkt Partizipation in der Erziehungshilfe an.

Dokumentation

Modellprojekt

Die Dokumentation des Modellprojektes "Qualität in der Hilfeplanung - Modellprojekt zur qualitativen Weiterentwicklung der Mitwirkung von Mädchen, Jungen und ihren Personenberechtigten an der Hilfeplanung gem. §36 SGB VIII" finden Sie hier:
Das Bild zeigt Martin Lengemann

Martin Lengemann

Tel.: 0251 591-5786
Fax: 0251 591-275
 

martin.lengemann@lwl.org