Von den Kompetenzen der Kolleginnen und Kollegen profitieren.

Erzieherische Hilfen

Kollegiale Beratung und Fallverstehen

Eine zentrale Anforderung an die Fachkräfte der Erziehungshilfen ist „das Verstehen“ der hilfesuchenden Kinder, Jugendlichen und Familien. Dies ist als individuelle Leistung noch so kompetenter Fachkräfte nicht zuverlässig gewährleistet. Deshalb fordert der Gesetzgeber in § 36 SGB VIII das Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte.
Die kollegiale Beratung als strukturierte Reflexions- und Beratungsmethode ermöglicht das erforderliche „Fallverstehen“ als Gruppenleistung zu erbringen und damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Hilfsangebote zu haben. Fallverantwortlich bleibt die zuständige Fachkraft, wobei die Leitung sich für das geregelte Zustandekommen der Beratung verantwortlich zeigt. Die reflektierende Gruppe oder das Team sind verantwortlich für den Beratungsprozess. Im Rahmen eines Modellprojektes des Landesjugendamtes Westfalen-Lippe wurde eine Methode der kollegialen Beratung speziell für die erzieherischen Hilfen entwickelt, deren Schwerpunkt in der Analyse und dem Verstehen von Problemsituationen innerhalb des Klientensystems besteht. Es ist empfehlenswert die Methode als fachliches Entscheidungsinstrument im Rahmen der Hilfeplanung zu nutzen.