
Das Westfälische Jugendhilfezentrum unterstützt verschiedene Jugendämter bei der Vermittlung von Pflegekindern in so genannte Pflegefamilien bzw. zu Pflegeeltern.
Sozialpsychologisch sind Pflegekinder gem. §§ 33 Satz 2, 42, 44 SGB VIII Kinder, Jugendliche und junge Volljährige, die vorübergehend oder auf Dauer, Tag und Nacht, im Gegensatz zur Tagespflege gem. § 23 SGB VIII, außerhalb der Herkunftsfamilie, bei Einzelpersonen, in Familien und anderen Lebensgemeinschaften (z.B. nichteheliche Lebensgemeinschaften oder gleichgeschlechtliche Partnerschaften) von fremden oder verwandten Pflegepersonen betreut und versorgt werden.
Die Gründe für diese Art der Fremdunterbringung der Kinder sind vielfältig. Für eine kurzzeitige Unterbringung → Kurzzeitpflege / Bereitschaftspflege, der Pflegekinder kann möglicherweise ein Krankenhausaufenthalt, oder eine Kur eines alleinerziehenden Elternteiles, oder eine vorübergehende Krise innerhalb der Herkunftsfamilie → Krisenintervention, ursächlich sein.
Es kann aber auch eine vielschichtige, belastende, instabile Familiensituation in der Ursprungsfamilie vorliegen.
Dominierende Merkmale hierfür sind:
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Geringes Einkommen, Verarmung |
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Überforderungstendenzen, häufig bei jungen und ledigen Müttern |
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Ehe- Partnerkonflikte, Trennung, Scheidung |
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Misshandlungen |
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Sucht |
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Psychische Leiden. |
Diese Ursachen bedingen nicht selten, dass bei den Kindern ein Mangel an Versorgung, Zuwendung und Erziehung vorherrscht und mit zunehmenden Alter sich diese Defizite in Depressionen, Normenverstößen bis hin zu erheblichen Traumatisierungen äußern.
Für diese Kinder ist es wichtig, ein stabiles Umfeld zu schaffen, indem sie Geborgenheit, Zuwendung und die Bedeutung eines Familienlebens kennen lernen.
Familien, Paare oder Einzelpersonen, die bereit sind, ein Pflegekind innerhalb ihrer eigenen Familie aufzunehmen. Diese Art der Pflege kann begrenzt(Kurzzeitpflege/Bereitschaftspflege), langfristig oder auch bis zur Volljährigkeit angelegt sein.
Eine Aufgabe, die Menschen erfordert, die mit Konflikten und den Auffälligkeiten von Pflegekindern umgehen können aber, die zugleich nicht nur die Probleme und Schwierigkeiten der Kinder im Blick haben, sondern auch deren förderliche Entwicklungen und die Freude am gemeinsamen Zusammenleben. Zusätzlich sollte eine Bereitschaft bestehen, den eventuellen Kontakt des Kindes zur Herkunftsfamilie zu unterstützen, begleiten und zu fördern.
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Unverbindliche Informationsgespräche, in denen wir ausführlich über die Aufgaben von Pflegefamilien / Pflegeeltern referieren und in diesem Verlauf gerne Fragen beantworten |
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Vorbereitungsgespräche und Elternschulungen |
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Beratung und Begleitung, nicht nur bei der Vermittlung eines Pflegekindes, sondern auch während des gesamten Pflegeverhältnisses |
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Professionelle Ansprechpartner, die Ihnen nicht nur in Krisenzeiten behilflich sein werden |
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Fortbildungen. |
Christiane Weber-Hilbig
Tel.: 02365 / 924 88 43
Mobil: 0172 / 20 80 218
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