Gruppenzusammenhalt
Einen besonderen Fokus legen wir auf die Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls der Gruppe, da die Kinder und Jugendlichen unserer Wohngruppe meist über einen längeren Zeitraum zusammen leben. Teil unserer pädagogischen Arbeit ist es, bei den Kindern und Jugendlichen die Identifikation mit der Wohngruppe zu fördern.
In vielen Situationen zeigt sich, dass gerade auch der Halt untereinander einen nicht unerheblichen Anteil an der positiven Entwicklung jedes Einzelnen trägt.
Gesundheit und Ernährung
Das Ernährungsverhalten ist ein zentraler Bestandteil eines gesunden Lebensstils, den wir in der Wohngruppe den Kindern und Jugendlichen vorleben. Es wird wesentlich in den ersten 10 Lebensjahren erlernt und gebildet. Frühzeitig im Leben erworbene Ernährungsrisiken (wie z.B. Übergewicht) haben einen nachhaltigen und nachteiligen Einfluss auf die Gesundheit im späteren Leben. Die bei uns lebenden Kinder und Jugendlichen sollen lernen, sich regelmäßig zu ernähren (Teilnahme an festen Essenszeiten). In unserem Alltag setzen wir diese Ziele u.a. konkret um in Bezug auf:
Wir haben bereits Erfahrungen mit einigen übergewichtigen Kindern und Jugendlichen, die ihr Gewicht stark reduziert haben und auf Dauer ihr Gewicht halten konnten.
Es ist uns ein Anliegen, den Kindern/Jugendlichen von Anfang an Grundfertigkeiten des gesunden Kochens nahe zu bringen. Unter Anleitung unserer Hauswirtschaftskraft und ggf. den MitarbeiterInnen finden in den Ferienzeiten regelmäßig „Kochkurse“ statt, um ihnen o.g. Dinge auf interessante & praktische Weise näher zu bringen, auch schon während ihrer Zeit in der Basisgruppe.
Gescheitere Adoptions-und Pflegeverhältnisse
Wenn im Anschluss an die Unterbringung in einer Pflegefamilie oder an eine Platzierung in einer Adoptivfamilie eine stationäre Unterbringung der Kinder oder Jugendlichen ansteht, liegen dem meist vielfältige Ausgangsbedingungen und Vorerfahrungen zugrunde. Für uns gilt es, mit diesen Kindern und Jugendlichen, aber auch (sofern gewünscht) mit den Pflege- oder Adoptivfamilien, an den verschiedenen damit verbundenen Themen zu arbeiten:
Wir haben bereits einige Kinder und Jugendlichen mit diesem Hintergrund begleitet bzw. begleiten sie noch heute.
Die Arbeit mit dem Lebensbuch
Kinder und Jugendliche, die nicht bei ihren Eltern oder Bezugspersonen aufwachsen, haben zumeist schon viele Beziehungsabbrüche erlebt. Zu manchen Stationen ihres Lebensweges gibt es keine oder nur geringe Informationen, sie wurden vergessen oder verdrängt. Manche Erinnerungen sind tabuisiert. Unter diesen Bedingungen ist der Aufbau einer sicheren Identität schwierig.
Mit Hilfe des Lebensbuches (Biografiearbeit) wollen wir versuchen, gemeinsam mit dem Kind/Jugendlichen, seine eigene Lebensgeschichte zu „erobern“ und dadurch Identität und Selbstsicherheit zu gewinnen. Das Auffinden von Fakten und das Sprechen über bedeutsame Ereignisse und Personen der Vergangenheit, helfen dem Kind/Jugendlichen, seine Lebensgeschichte zu akzeptieren und mit diesem Wissen gestärkt in die Zukunft zu gehen. So verknüpfen wir die Vergangenheit mit der Gegenwart, schauen (auch das ist Teil des Lebensbuchs) in die Zukunft und legen Ziele und Handlungsschritte zur Erreichung derer fest. Dieser Prozess der Entstehung des Lebensbuchs an sich ist sicherlich wichtiger als das fertige Produkt und beansprucht viel Zeit. Somit haben unsere Kinder und Jugendlichen aber für den Rest ihres Lebens (neben den von uns geführten Fotoalben) ein bleibendes Dokument ihrer Lebensgeschichte und Entwicklung.
Wohngruppe Ibbenbüren
Münsterstraße 39
49477 Ibbenbüren
Tel.: 0 54 51 / 97 10 43
Fax.: 0 54 51 / 50 52 66
Mail: wg.ibbenbueren@lwl.org