Arbeitsweise

Ziel unsere Kleinsteinrichtungen ist es, mit den Müttern/Vätern Alltagsstrukturen einzuüben und die Erziehungsfähigkeit und Eigenständigkeit so zu fördern, dass der Bezug einer eigenen Wohnung gelingt.

Arbeitsweise

Die Betreuung findet einzellfall- und bedarfsabhängig zwischen 6:00 – 23:00 Uhr statt, insbesondere zu den Versorgungszeiten der Kinder. Zwischen 23:00 – 6:00  Uhr besteht eine Rufbereitschaft,so dass immer eine 24 stündige Erreichbarkeit einer Fachkraft gegeben ist. Die Mitarbeiterinnen sind täglich, also auch am Wochenende, vor Ort.

Die Betreuung der Kinder während der Schul- oder Arbeitszeiten wird durch Kindergarten, Tagespflege oder die Kinderbetreuung der Einrichtung für Mütter/Väter und ihre Kinder gesichert, die montags bis freitags ab 7:15 bis zum frühen Nachmittag eine Betreuung bietet.

Der Partner bzw. der Kindesvater wird, soweit dem Kindeswohl dienlich, bei der Versorgung, Pflege und Erziehung des Kindes einbezogen und in seiner Rollenfindung unterstützt. Umgangskontakte werden ggf. begleitet.
Hauswirtschaftliche Leistungen werden von den Müttern/Vätern eigenständig erbracht.

Wir arbeiten mit dem Bezugsbetreuersystem. Die Bezugsbetreuerin ist für sämtliche organisatorische und pädagogische Belange der zu Betreuenden zuständig und verantwortlich.

Wir bieten verpflichtende Gruppen-Treffen, Ausflüge und einmal jährlich eine Ferienreise an. Zentrales Anliegen dabei ist, den Austausch der Mütter/Väter und Kinder untereinander zu fördern.

Schwerpunkte der Kleinsteinrichtungen

Neben der Kindeswohlsicherung sind kennzeichnende Merkmale der Kleinsteinrichtungen für Mütter/Väter und ihrer Kinder der Verselbständigungsprozess sowie die Stärkung der Erziehungsfähigkeit der Mütter und Väter.

Die Sicherung des Kindeswohls hat oberste Priorität und wird gewährleistet durch

  • konsequente Einbindung externer Fachleute sowie Austausch und Kooperation im gesamten Helferteam
  • die Sicherstellung und Begleitung aller Vorsorgeuntersuchungen
  • die Beratung, Begleitung und Kontrolle der Mütter bei der Erstellung der Säuglingsnahrung sowie pflegerischer Maßnahmen am Säugling/Kind
  • regelmäßig stattfindende Entwicklungsüberprüfungen über den Einsatz psychologischer Testverfahren
  • regelmäßige Gewichtskontrollen und regelmäßige Begutachtung des physiologischen Zustands des Säuglings bzw. Kleinkindes
  • sorgfältige Beobachtungen der Bindungsqualität zwischen Mutter/Vater und Kind
Arbeitsweise

Die Stärkung der Erziehungsfähigkeit  wird geleistet durch

  • Anleitung bei der Entwicklung mütterlicher/väterlicher Kompetenzen
  • Unterstützung bei der Entwicklung von Feinfühligkeit, Wahrnehmung der Bedürfnisse des Kindes, Reflexion der Mutter-Kind-Kontakte u.a. anhand Video-Interaktionsanalyse, Entwicklungspsychologische Beratung, Austausch zwischen den Betreuerinnen und Mutter bzw. Vater über Entwicklungsstand und Interaktionsverhalten des Kindes
  • Anleitung und zuverlässige Sicherstellung von Versorgung, Ernährung, Pflege, Erziehung und Förderung des Kindes


Das Ziel der weiteren Verselbständigung wird erreicht durch

  • die Vorgabe und Einübung von Alltagsstrukturen
  • die Anleitung und Begleitung bei der wirtschaftlichen Haushaltsführung
  • das begleitete Einüben im Umgang mit Finanzen, Entschuldung
  • Vernetzung mit örtlichen Angeboten außerhalb der Gruppe,  z.B. PEKiP-Kursen, Babyschwimmen, etc.
  • Bearbeitung behördlicher Angelegenheiten
  • Unterstützung bei der Wohnungssuche
  • Aufklärung, Anleitung und Motivation zur Gesundheitsfürsorge
  • die Erarbeitung schulischer/beruflicher Perspektiven
  • Hilfen zur Persönlichkeitsentwicklung und Stärkung sozialer Kompetenzen durch Einzelgespräche, Gruppengespräche, Konflikttraining, Konfrontation, Spiegelung usw.
  • Einbeziehung des sozialen Bezugssystems: Partners/Kindesvaters und/oder der Herkunftsfamilie


Wir streben einzelfallabhängig eine ambulante Nachbetreuung nach Auszug aus der stationären Maßnahme an.