Weihnachtsfeier der LWL-Wohngruppe
Bürgermeister Stefan Streit ist gern zu Gast in der Wohngruppe. Die Kinder freuen sich über Mitbringsel.
TECKLENBURG. Während sich die Mitarbeiter der LWL-Wohngruppe Tecklenburg vor allem um den festlichen Rahmen, die Organisation, den Kaffee, den Stollen und die Brötchen für die fast 70 Gäste liebevoll kümmerten, gestalteten die Kinder und Jugendlichen sowie die Gäste engagiert das Programm der Weihnachtsfeier.
Zu Beginn brachte es Bürgermeister Stefan Streit auf den Punkt: „Wenn die LWL-Wohngruppe an der Pagenstraße feiert, beginnt für mich die Weihnachtszeit.“
Anlass genug, den Mitarbeitern für ihre aufopferungsvolle Arbeit zu danken und allen gesegnete Weihnachtstage zu wünschen.
Die Kinder führten diese Gedanken im Vortrag des Weihnachtsgedichtes von Joseph Freiherr von Eichendorff sowie im Sketch: „Warum kann nicht ein Mädchen Weihnachtsfrau werden?“ fort.
Nachdem die Kinder Weihnachtslieder vorgetragen hatten und Wohngruppenleiter Herbert Walter grundsätzliches zur Weihnachtszeit gesagt hatte, lud Hauptschulrektor Rudi Grunden – angetan vom gelungenen Gesang – alle zum Mitmachen im Schulchor ein. Zugleich lobte er die erfolgreiche Arbeit der Gruppe und verwies auf den Förderverein, der mit Sach- und Geldspenden wesentlich die Arbeit mit den Kindern unterstützt.
Der Vorstand des Vereins nahm – von den meisten Besuchern der Feier unbemerkt – am gleichen Abend zusätzlich Sach- und Geldspenden in Empfang.
Obwohl die Wohngruppe für so zahlreiche Gäste gar nicht eingerichtet ist und viele nur einen Stehplatz fanden, gab es anregende Gespräche zwischen den Eltern der Kinder, Jugendamtsmitarbeitern, Mitarbeitern des LWL-Jugendheims wie auch etlichen Pateneltern der Kinder. Dies war traditionell der Teil, in dem besonders deutlich wurde, dass die Wohngruppe an der Pagenstraße in Tecklenburg und ihre Förderer und Unterstützer eine große Familie sind.
Westfälische Nachrichten, 15.12.2011
Die Wohngruppe Lengerich bekommt Fahrräder gespendet
Vier Kinder- und Jugenfahrräder, die im Rahmen einer Projektarbeit erstellt worden sind, hat die Einrichtung "Lernen fördern" in Lengerich der LWL - Kinderwohngruppe in den Burwiesen gespendet
Lengerich- Strahlende Gesichter in der LWL-Kinderwohngruppe in den Burwiesen. Die Jungen scharren schon mit den Füßen und wollen endlich mit den neuen Fahrrädern starten. Fröhlich und ausgelassen drehen sie ihre ersten Runden.
Vier Kinder- und Jugendfahrräder sind der stationären Einrichtung des LWL-Jugendheims Tecklenburg von "Lernen fördern", einer Einrichtung zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung, geschenkt worden. Sie sind von Langzeitarbeitslosen im Projekt "Bike4teuto", das im Auftrag des Jobcenters Kreis Steinfurt in Lengerich durchgeführt wird.
In einer Fahrradwerkstatt an der Bergstraße 13 sind bis zu 16 Personen damit beschäftigt, Fahrräder zu reparieren, zu überholen oder aus vielen zusammengetragenen Teilen neu zusammenzubauen. Für die Kinderräder waren schwer Abnehmer zu finden. "Da sind wir auf das Kinderwohnheim gestoßen, das jetzt vier generalüberholte, verkehrssichere Fahrräder bekommt", schildert Lernen fördern Projektleiter Andrezej Mujstra.
Sein Dank gilt all jenen, die ausrangierte Fahrräder zur Verfügung gestellt haben. Dadurch würde Menschen die Möglichkeit gegeben, mehr Selbstvertrauen für den Wiedereinstieg in den Beruf zu gewinnen. Das Projekt läuft noch bis Ende Oktober 2012.
Westfälische Nachrichten, Foto und Text Detlef Dowidat 18.10.2011
Junge Mutter findet im LWL-Jugendheim Zuflucht - und schafft den Sprung in die Selbständigkeit
IBBENBÜREN. Sie möchte anonym bleiben. Zu groß ist die Angst der jungen Frau vor ihrem Ex-Freund. Die 17 Jahre alte Frau musste bei ihm viel durchmachen. Dann wagte sie einen Neustart in der Einrichtung für Mütter / Väter und ihre Kinder des LWl in Ibbenbüren. Heute steht sie auf eigenen Beinen und berichtet über ihre Erfahrungen.
Als die heute 17-Jährige, nennen wir sie Melanie, mit 15 Jahren schwanger wurde, änderte sich alles. Sie entschied sich für das Kind, zum Missfallen ihrer Eltern: "Die Familie meiner Mutter war nicht begeistert, aber sie unterstützen mich heute noch." Ganz im Gegensatz zu ihren Verwandten väterlicherseits. "Ich habe nur hin und wieder Kontakt zu meinen Großeltern. Der Rest will mit mir nichts zu tun haben", sagt sie bitter.
Zu der Zeit lebt die Jugendliche bereits bei ihrem Freund. Der Mann aus dem ehemaligen Jugoslawien wurde aber handgreiflich. Zudem unterdrückte er die junge Frau. "Ich durfte gar nichts mehr machen, auch nicht ins Kino gehen", erinnert sich die 17-Jährige.
"Es war gut zu wissen, man kann fragen, wenn man fragen will."
Melanie über ihre Zeit in der Einrichtung für Mütter / Väter und ihre Kinder des LWL in Ibbenbüren.
Melanie wagte die Flucht nach vorn, brach den Kontakt zum Kindesvater ab und zog nach Ibbenbüren. In der Einrichtung des LWL-Jugendheims Tecklenburg fand sie ein neues Zuhause, auch wenn ihr der Gang zum Heim nicht leicht fiel: "Am Anfang lebte ich sehr zurückgezogen, wegen der ganzen Vorgeschichte war ich sehr misstrauisch geworden" Als ihr Sohn Lars (Name geändert) dann vor eineinhalb Jahren zur Welt kam, war sie für die Unterstützung der vielen Helfer dankbar. "Die ganzen Regeln kannte ich von zu Hause nicht, das musste ich neu lernen. Aber es war gut zu wissen, man kann fragen , wenn man fragen will."
Etwa zwei Jahre lebte Melanie im Heim. In der Einrichtung lernte sie, den Tag zu strukturieren, mit ihrem Kind zu leben - und wieder sie selbst zu sein. "Ich habe unter den Bewohnern eine gute Freundin kennengelernt. Unsere Kinder sind im selben Alter", sagt sie und lächelt. Zu der jungen Frau habe sie weiterhin Kontakt.
Seit August vergangenen Jahres holt Melanie nun ihren Hauptschulabschluss nach, diesen Sommer möchte sie ihren Abschluss machen. Danach soll der Realschulabschluss folgen. Ihr Berufsziel: Hotelfachfrau werden. Während sie die Schulbank drückt, passte eine Tagesmutter auf Lars auf. Anfang Juni ging dann ein lang ersehnter Traum der jungen Mutter in Erfüllung: Die erste eigene Wohnung. "Ich hatte Glück und eine Wohnung mit geringen Nebenkosten gefunden".
"Ich habe nur hin und wieder Kontakt zu meinen Großeltern. Der Rest will mit mir nichts zu tun haben."
Melanie über ihre Verwandten väterlicherseits.
Mit ihrem eigenen Kindergeld und dem von Lars hält sie sich über Wasser. Durch den Tod ihres Vaters erhält sie zudem Halbwaisenrente. "Davon leben wir. Es ist nicht viel, aber es reicht", sagt Melanie. Sparsam zu leben habe sie im Jugendheim gelernt.
Zudem greift ihr die Mutter unter die Arme bezahlt Wasser und Strom. Das Verhältnis der beiden Frauen zueinander habe sich deutlich verbessert, sagt Melanie erleichtert: "Meine Mutter wollte auch ihr eigenes Leben leben, der Abstand hat uns sehr geholfen". Auch Melanie hofft, künftig ihren eigenen Weg zu gehen. Die ersten Schritte dafür sind jedenfalls getan.
Das Leben im Ibbenbürener Heim
Acht Frauen und ihre Kinder leben zurzeit in der Einrichtung, die es seit 2006 gibt. Sie werden von einem 15-köpfigen Team, darunter Sozialpädagogen, Kinderkrankenschwestern und Psychologen, rund um die Uhr betreut. Die jungen Mütter leben in Zwei-Personen-Appartements. Für Familien stehen Einzelappartements zur Verfügung. Die jungen Eltern sollen lernen, den Alltag alleine zu bewältigen und mit ihrem Nachwuchs zu leben. Etwa 60 Prozent der Bewohner schaffen im Anschluss den Schritt in die Selbständigkeit. Im Rest der Fälle kann es dann zu einer Trennung von Mutter und Kind kommen.
IVZ 07.07.2011 von Daniel Lüns
Wohngruppe Mettingen holt sich den ersten Platz und gewinnt einen Pokal
-kel- Uffeln. Fußballtunier, da ist Spannung meist garantiert: So auch beim Endspiel zwischen den Teams der Ambulanten Erziehungshilfe Iburg und der Wohngruppe Mettingen. 1:1 hieß es nach regulärer Spielzeit auf dem Fußballplatz des Sportvereins Uffeln. Erst ein spannender Siebenmeterkrimi brachte die Entscheidung im Fußballtunier, organisiert vom Arbeitskreis "Gesundheit" Tecklenburger Land der Jugendhilfe des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Die Wohngruppe Mettingen siegte.
Gut 100 Kinder, Jugendliche, Eltern und Betreuer aus den ambulanten, teilstationären Einrichtungen spielten beim Tunier in zwei Altersgruppen gegeneinander. Der Arbeitskreis "Gesundheit" versucht mit seinen vier Veranstaltungen im Jahr die Famillien, die durch die Jugendhilfe betreut werden, an sportliche Aktivitäten heranzuführen. Am Ende gibt es für jeden Teilnehmer eine Medaille und für die drei ersten Plätze einen Pokal. Diesmal siegte im Spiel um den 3. Platz das Team der Wohngruppe Hölter aus Laggenbeck. Damit ging der Siegerpokal an die WG-Mettingen, auf dem 2. Platz gefolgt von der Ambulanten Erziehungshilfe Iburg.
IVZ 06.07.2011 von Claudia Keller
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