In dieser Woche durfte sich nun das LWL-Berufsbildungswerk Soest des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe von der Funktionalität des Praktikums als Service-Dienstleistung beim Arnsberg-Telefon überzeugen. Und auch Hakan Camurcu überzeugte. Nach einer Einarbeitungszeit hatte er den Dienst am Telefon übernommen. Ursprünglich war die Zeit seines Praktikums bis Februar begrenzt. Da ihm seine Arbeit aber sehr viel Freude bereitet hat, wurde es um zwei Monate verlängert. „Ich bin begeistert vom Arnsberg-Telefon. Ich möchte den Aufbau des Wissensmanagements weiter begleiten und noch mehr über die einheitliche Behördenrufnummer 115 erfahren“, freut er sich über sein verlängertes Praktikum.
Ein Wunsch, dem die Stadt Arnsberg um das Arnsberg-Telefon-Team nur zu gern erfüllt. Denn trotz seiner hochgradigen Sehbehinderung ist Hakan Camurcu in der Lage, die Fragen, die die Bürgerinnen und Bürger täglich auch unter der Behördenrufnummer 115 stellen, kompetent zu beantworten.
So stand die Behördenrufnummer 115 im Mittelpunkt des Interesses der Mitarbeiter des LWL-Berufsbildungswerkes Soest. Erwin Denninghaus, stellvertretender Berufsbildungswerkleiter, und Bärbel Leonhardt, Ausbilderin beim Landschaftsverband Westfalen Lippe, verfolgten mit großem Interesse, wie die Nummer 115 das Arbeitsfeld der blinden und sehbehinderten Servicecenter-Mitarbeiter verändert. „Hier liegt eine große Chance für blinde und sehbehinderte Menschen, aber die Entwicklung ist auch mit Risiken behaftet.“ Stellt Erwin Denninghaus dazu fest. „Das LWL-Berufsbildungswerk Soest legt großen Wert darauf, dass blinde Menschen auch in Zukunft ihren Arbeitsplatz in Telefonzentralen finden können und nicht durch die technische Entwicklung ausgegrenzt werden. Daher sind wir sehr gespannt auf den Praxistest.“
Die geplante Inbetriebnahme eines Gebärdentelefons unter der Rufnummer 115 war gleich ein zusätzliches Gesprächsthema und auch Ausblick, da es sich auf Projektebene bereits in Planung befindet.