Berlin, 14.09.2010: Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat am 14.9.2010 in Berlin die Studie "Kosten und Nutzen der beruflichen Rehabilitation junger Menschen mit Behinderungen oder funktionalen Beeinträchtigungen – eine gesamtwirtschaftliche Analyse" vorgestellt.
Gegenstand der vorliegenden Studie ist eine Kosten-Nutzen-Analyse der beruflichen Rehabilitation in den deutschen Berufsbildungswerken (BBW). Hier werden Jugendliche mit Behinderungen zu einem anerkannten Berufsabschluss geführt. Die Kosten hierfür trägt zum großen Teil die Bundesagentur für Arbeit. Deshalb besteht ein berechtigtes Interesse an einer belastbaren Empirie, mit welchen Erträgen eine berufliche Rehabilitation verbunden ist.
Insgesamt wurden Daten von ca. 1500 jungen Erwachsenen erhoben, die zwischen 1995 und 2008 ihre Ausbildung in einem Berufsbildungswerk absolviert hatten. Das BBW Soest beteiligte sich daran als eines von drei Berufsbildungswerken für blinde und sehbehinderte junge Menschen. Hierbei konnte es auf die Erfahrungen aus vier langfristigen Nachbefragungen seiner Absolventinnen und Absolventen aus den Jahren 1996, 2000, 2003 und 2007 zurückgreifen.
Das Ergebnis: Zum Befragungszeitpunkt waren 68 % der Absolventinnen und Absolventen der Berufsbildungswerke erwerbstätig, und die Absolventinnen und Absolventen des BBW Soest lagen dabei über dem Durchschnitt. Das Institut der deutschen Wirtschaft berechnete die volkswirtschaftliche Rendite der beruflichen Rehabilitation behinderter junger Menschen in Berufsbildungswerken mit 11,7 %.
Die Studie sowie eine Kurzfassung können heruntergeladen werden von der Website der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke: www.bagbbw.de.