Am 10. November 2009 wurde Alfred Kuck, Fachberater für sehbehinderte Menschen, nach 18jähriger Tätigkeit im LWL-Berufsbildungswerk Soest in den Ruhestand verabschiedet. Am 1.1.1991 hatte Alfred Kuck als erster Augenoptiker im Berufsbildungswerk Soest seine Tätigkeit aufgenommen. Er war zuständig für die Überprüfung der Sehhilfen sowie für die Erarbeitung von Hilfsmittelempfehlungen. Herr Kuck war sowohl für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Berufsbildungswerkes als auch für sehbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Westfalen-Lippe zuständig.
Die erstmalige Besetzung einer Stelle mit einem Augenoptiker war Ausdruck einer veränderten Sichtweise der beruflichen Rehabilitation sehbehinderter Menschen. Bis da hin verließ man sich darauf, dass Augenärzte und Augenoptiker die richtigen Hilfsmittel ausgewählt hatten. Mit zunehmenden Sehanforderungen am Arbeitsplatz im Rahmen der Einführung der elektronischen Datenverarbeitung wurde jedoch deutlich, dass spezielle Kenntnisse und Erfahrungen erforderlich sind, um sehbehinderte Menschen für ihre berufliche Tätigkeit optimal mit Hilfsmitteln auszustatten.
Im Laufe der Jahre wurde das Beratungszentrum für blinde und sehbehinderte Menschen im Erwerbsleben, das das LWL-Berufsbildungswerk zusammen mit dem LWL-Integrationsamt betreibt, immer weiter ausgebaut. heute sind dort fünf Mitarbeiter tätig, von denen drei über eine Qualifikation als Augenoptiker verfügen.
Alfred Kuck war einem breiteren Kreis von Fachleuten und Betroffenen bekannt, da er das Berufsbildungswerk Soest auf zahlreichen Tagungen und Messen vertreten hat. Außerdem hat er verschiedene Beiträge in Fachzeitschriften verfasst (siehe Literatur).