Erfolgreich im Beruf
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Carina Hinz
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Eigentlich wollte Carina Hinz das Abitur machen. Da sich ihr Sehvermögen aber immer weiter verschlechterte, nahm sie nach der 10. Klasse an einer Blindentechnischen Grundausbildung teil – und verlor dabei den Anschluss an die Oberstufe des Gymnasiums. Sie wurde arbeitslos. Aber so leicht gibt Carina Hinz nicht auf: Mit Hilfe des Internet informierte sie sich über Bildungsmöglichkeiten für blinde junge Menschen und nahm Kontakt mit dem Berufsbildungswerk Soest des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf. Mit dem klaren Ziel, in Soest eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation zu absolvieren, ging sie zu ihrer Arbeitsagentur und stellte einen Reha-Antrag. Der wurde bewilligt, so dass Carina Hinz von September 2006 bis Juni 2009 ihre Ausbildung in Soest absolvieren konnte. Weiter... |
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Andreas Hilzbrich
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2007 wandte sich der seit seiner Geburt blinde Soester Andreas Hilzbrich an das LWL-Berufsbildungswerk, um sich hinsichtlich seiner Berufswahl beraten zu lassen und das von uns angebotene Bewerbungscoaching für Schulabgänger in Anspruch zu nehmen. Eine Zusage für eine schulische Ausbildung in Marburg hatte er bereits in der Tasche. Ganz zufrieden war er allerdings damit nicht. ...weiter |
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Isabella Witt Kaufmännische Mitarbeiterin in der Schwerpunktpraxis der Lymphologie und Physiotherapie Lydia Kumpe in Dortmund |
„Zwischen Schreibtisch und Fango“ - Ein ungewohnter Geruch entsteigt dem Ofen, aus dem Isabella Witt ein braunes Pa-ket entnimmt, es auf ihren Unterarmen durch den Flur trägt und dann damit hinter einer Tür verschwindet. „Was war das denn?“, frage ich, als meine Gesprächspartne-rin wieder zu ihrem Schreibtisch zurückkehrt. „Eine Fangopackung“, antwortet die junge Frau, „die habe ich heute morgen erhitzt bis sie flüssig war und dann auf ein Blech gegossen. Jetzt habe ich die heiße Packung, die aus Heilerde besteht, zu dem Patienten in die Kabine gebracht und ihn anschließend zusammen mit der Fangopa-ckung in Leinentücher eingepackt“. ...weiter |
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Andreas Vollmer |
Andreas Vollmer (23) ist seit seiner Geburt blind. Für ihn absolut kein Hindernis, zuerst sein Abitur an einem ganz „normalen“ Gymnasium abzulegen und anschließend bei der Telekom AG in Dortmund eine Ausbildung zum Bürokaufmann zu absolvieren. Letzteres schaffte er nicht nur in rekordverdächtiger Zeit von zweieinhalb statt der üblichen drei Jahre. Er bestand seine Prüfung auch mit der Traumnote 1 auf dem Abschlusszeugnis. ...weiter |
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Sabrina Andrzejak |
„Ist die blind?“, fragen die Gäste des AOK-Bildungszentrums, als der jungen Hauswirtschafterin Sabrina Andrzejak an der Theke das heiße Teewasser aus dem Kännchen überläuft. „Nein, aber ich kann ein bisschen schlecht gucken“, erwidert sie. Sabrina Andrzejak kennt das und kann mit solchen Situationen umgehen. |
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Hasan Günüc |
Hasan Günüc steht vor „seiner“ CNC-Drehmaschine beim Traditionsunternehmen Klaus Kuhn Edelstahlgiesserei GmbH in Radevormwald. Er dreht an den Steuerungsknöpfen, drückt Schalter und schaut immer wieder durch die Glasscheibe ins Innere der riesigen Maschine. „Sehen Sie was“?, stellt sich die Frage. „Wenn das Kühlwasser spritzt, sieht man eh nichts“, sagt Hasan Günüc und ergänzt: „Wenn die Maschine fertig ist, messe ich alle Drehteile mit meinen digitalen Messwerkzeugen nach. Gut, dass ich die habe, sonst könnte ich diese Arbeit nicht machen.“ Der junge Zerspanungsmechaniker, der seinen anspruchsvollen Beruf im LWL-Berufsbildungswerk Soest erlernte, hat eine Sehbehinderung und ist dadurch stark kurzsichtig und blendempfindlich. „Unsere Kunden haben sehr große Qualitätsansprüche, die wir erfüllen müssen. Deshalb waren wir anfangs nicht sicher, wie ein Sehbehinderter diese Anforderungen erfüllen kann“, sagt der Fertigungsleiter Klaus Bernhardt und erläutert: „Aber inzwischen sind wir von Herrn Günüc und seinen Fähigkeiten so überzeugt, dass die Sehbehinderung gar kein Thema mehr ist.“ Das findet auch der zuständige Prozessleiter, Steffen Tharang, und meint: „Herr Günüc hat sich toll entwickelt und setzt sich ganz hervorragend für das Unternehmen und seine Arbeit ein“. „Die Arbeit hier macht mir richtig viel Spaß. Ich habe es noch keinen Moment bereut, dass ich mit meiner Frau ins Bergische Land gezogen bin“, sagt Hasan Günüc dazu. ...weiter |
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Sascha Fehr |
„Ein Handicap wie eine Sehbehinderung ist für uns keine Grenze mehr, sondern höchstens noch eine kleine Hürde“, sagt Klaus Bernhardt, der Fertigungsleiter der Klaus Kuhn Edelstahlgiesserei GmbH in Radevormwald. Er muss es wissen, denn das Traditionsunternehmen hat seit dem vergangenen Sommer bereits zwei jungen Metall-Fachleuten mit Sehbehinderung eine Chance auf einen optimalen Start ins Berufsleben gegeben. Einer von Ihnen ist Sascha Fehr, der seine Ausbildung als Werkzeugmaschinenspaner im LWL-Berufsbildungswerk Soest gemacht hat. Als konventioneller Dreher bearbeitet er jetzt an einer riesigen Drehmaschine die Rotationsteile aus Edelstahl vor, die dann in die CNC-Dreherei geliefert werden. Laut ist es hier und die Späne fliegen. Sascha Fehr strahlt unter seiner Schutzbrille, als sein zuständiger Prozessleiter Jens Opitz ihn lobt: „Er gibt sich die größte Mühe, alles richtig zu machen. Und das klappt auch“. Nur das Farbsehen klappt, behinderungsbedingt, nicht. „Das hat am Anfang echt Probleme gegeben, als ich das Material von der roten Palette bearbeiten wollte. Die Teile sind nämlich nicht in Ordnung.“, sagt Sascha Fehr. „Dann haben die Kollegen überlegt, wie sie mir helfen können. Jetzt sind Buchstaben auf den Paletten, die sagen, ob das Material gut oder schlecht ist“, erläutert er. Diese tolle Unterstützung der Kollegen hat auch die Vorgesetzten beeindruckt. „Wenn sich Herr Fehr gut bei uns einarbeitet, können wir uns vorstellen, ihn in die CNC-Dreherei zu versetzen. Wir möchten unseren Mitarbeitern Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven bieten“, sagt Herr Bernhardt dazu. Sehbehinderung ist dabei kein Thema. ...weiter |
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Sabrina Führer |
Eine blinde Bürokauffrau? Ja, geht denn das bei all dem Papierkram, der anfällt? Es geht - und sogar sehr gut, wie Sabrina Führer Tag für Tag in der Verwaltung der Uni Witten/Herdecke beweist. Die 25-Jährige hat nach ihrer Ausbildung einen Anschlussvertrag erhalten. ...weiter |
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Christina Baumann |
Wie schlecht sie sehen kann, erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Freundlich und aufgeschlossen blickt Christina Baumann in die Welt und ihrem Gegenüber scheinbar direkt in die Augen. Dabei verfügt die 19-jährige aufgrund einer fortgeschrittenen Retinopathia Pigmentosa lediglich über ein minimales Sehmögen. Ihre Sehschädigung hat Christina aber nicht davon abgehalten, planvoll und motiviert ihre beruflichen Wünsche in die Tat umzusetzen: Seit August 2006 absolviert sie im westfälischen Münster erfolgreich eine „fast normale“ Ausbildung zur Bürokauffrau bei der Ärzteversorgung Westfalen-Lippe. ...weiter |
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Gerald Kleine |
Schwarz auf weiß? Gerald Kleine kann mit diesen Schriftstücken nicht viel anfangen. „Weiß auf Schwarz ist für mich optimal“, sagt er. Also weiße Buchstaben auf schwarzem Grund. Und zwar große Buchstaben: Das drei bis vierfache der normalen Schriftgröße ist das Mindeste. Das sind die Bedingungen, die Gerald Kleine braucht, um deutlich lesen zu können. Der junge Mann ist stark sehbehindert. Gerald Kleine leidet an einer Makula-Degeneration. Das heißt, ausgerechnet jener Bereich der Netzhaut, der für scharfes Sehen zuständig ist, verweigert seinen Dienst: „Ich kann erkennen, dass jemand im Raum ist – aber ich kann nicht erkennen, wer.“ Seit seinem zehnten Lebensjahr ist der 26-Jährige von dieser Erbkrankheit betroffen, unter der normalerweise alte Menschen leiden. Das hindert ihn nicht, einen qualifizierten Beruf auszuüben: Gerald Kleine ist Sozialversicherungsfachangestellter. Er hat nichts dagegen, dieses ellenlange Wort abzukürzen: „Sofa“. ...weiter |
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Thomas Friebe |
Es ist prima gelaufen. Thomas Friebe hat eine ausgezeichnete Diplom-Arbeit geschrieben. Nun wünscht Prof. Anne Schulz-Beenken, dass sein gutes Beispiel Schule macht: Der 30 Jahre junge Ingenieur ist der erste, der sein Maschinenbau-Studium an der Soester Uni trotz seiner starken Sehbehinderung meisterte und es am 11. November 2008 mit seinem Kolloquium abschloss. ...weiter |
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Helmut Schnepper |
Hagen (kh). Vorsichtig zieht Helmut Schnepper das Stuhlflechtrohr durch die Löcher im Holzrahmen des Möbelstücks, erst horizontal und anschließend vertikal. Etwa sieben Stunden später ist aus der defekten Stuhlbespannung eine neue geflochtene Sitzfläche entstanden. ...weiter |