Seit Juli arbeitet er bei DB Autozug in Dortmund als Kaufmann für Bürokommunikation. Davor hat er dort eine dreijährige Ausbildung gemacht. „Wie alle anderen Azubis habe ich am Unterricht teilgenommen“, erzählt er. Einzig sein Arbeitsplatz wurde behindertengerecht eingerichtet: So besitzt er neben der üblichen eine Spezialtastatur, über die er die Computertexte mit den Fingern lesen kann. Auf seinem Notebook ist ein Programm
installiert, das die Dokumente und sein Geschriebenes vorliest.
Damit ist Hilzbrich fit für den DB Autozug-Alltag. Der 25-Jährige bearbeitet und beantwortet
etwa E-Mails und erstellt Monatsreports. Nur eine Einschränkung gibt es. Er kann keine handgeschriebenen Texte bearbeiten. Aber darauf nehmen seine Kollegen Rücksicht.
„Anfangs habe ich mich gefragt, wie das funktionieren soll, gesteht Teamleiterin Kundendienst Anja Griese. Aber wir haben uns herangetastet und überlegt, was es für Möglichkeiten gibt.“ Während der Ausbildung unterstützte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe Hilzbrich, zu Beispiel bei der Einrichtung seines Arbeitsplatzes und bei Fragen rund um die Ausbildung. Jetzt möchte Griese ihren Mitarbeiter nicht mehr missen. Er ist in das DB Autozug-Team voll integriert. „Ich empfehle jedem, Mut zu haben und sich auf die Möglichkeiten einzulassen, einen sehbehinderten oder blinden Menschen einzusetzen.“ Konzernweit arbeiten 11.000 schwerbehinderte Mitarbeiter, das sind 5,5 Prozent. „Die Ausbildung von schwerbehinderten jungen Menschen liegt uns schon lange am Herzen“, sagt Sabine Belter vom Gesundheitsmanagement der Deutschen Bahn. „Damit ihre Bewerbungen im Konzern auch ihren Weg finden, gibt es seit mehreren Jahren beim Azubi-Marketing ein Kompetenzcenter“, sagt Belter.
Info: Peter Grundmann,
Tel.: 0231 7293347