LWL-PsychiatrieVerbund Westfalen
Polenpartnerschaften
Verschiedene Kliniken des LWL-PsychiatrieVerbundes Westfalen unterhalten Partnerschaften mit polnischen psychiatrischen Krankenhäusern. Sie können mittlerweile auf eine über 10jährige Tradition zurückblicken.
Initiiert wurden die "Polen-Partnerschaften" vom damaligen Landesdirektor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Herbert Neseker. Zusammen mit einer Gruppe deutscher Psychiater nahm er an einer Gedenkveranstaltung auf dem Kongress der polnischen Psychiater in Lodz zum 50. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen am 1. September 1939 teil, ein Ereignis, das auch den Beginn der Vernichtungsaktionen gegen psychisch kranke Menschen markiert. Anlässlich seines Besuches des Psychiatrischen Krankenhauses Tworki in Pruzskow bei Warschau schlug Herbert Neseker vor, direkte partnerschaftliche Beziehungen zwischen den Kliniken des LWL und polnischen psychiatrischen Einrichtungen zu begründen, die vom LWL finanziell unterstützt würden. Mit diesen Partnerschaften sollten nicht nur nationale Grenzen, vor allem sollten auch die Grenzen in den Köpfen überwunden werden. Bereits im Dezember 1989 wurde der erste Partnerschaftsvertrag zwischen der LWL-Klinik Gütersloh und dem Psychiatrischen Krankenhaus Aleksander Piotrowski in Gniezno (Gnesen) im Landeshaus in Münster feierlich unterzeichnet. Heute unterhalten insgesamt 8 psychiatrische LWL-Kliniken partnerschaftliche Beziehungen zu entsprechenden Einrichtungen in unserem östlichen Nachbarland.
