Krankheitsbilder

Schlafstörungen

Schlafstörungen treten sehr häufig als ein Symptom anderer psychischer Erkrankungen auf.

Deshalb sollten hartnäckige Schlafstörungen immer Anlass sein, sich von psychiatrischer Seite untersuchen zu lassen.

Warum schlafen wir?

Der Schlaf dient einerseits der körperlichen Erholung, andererseits der Verarbeitung des tagsüber Erlebten. Hierunter ist vor allem das ''Abspeichern'' von Erinnerungen und Lernprozessen zu verstehen.

Der Körper holt sich den Schlaf, den er braucht! Die Mindestmengevon zwei bis drei Stunden Schlaf in 24 Stunden kann nur mit ''Gewalt'' verhindert werden. Bei diesen zwei bis drei Stunden ist es egal, ob dies am Stück oder in mehreren Etappen geschlafen wird. Es ist wichtig zu wissen, dass wir die Dauer unseres Schlafes nicht einschätzen können, da wir keinen Zeitsinn haben, wenn wir schlafen. Das heißt nur durch äußere Umstände, insbesondere natürlich über eine Uhr, können wir abschätzen, ob wir nur für Sekunden oder mehrere Stunden geschlafen haben. Dementsprechend schätzen Menschen mit Schlafstörungen grundsätzlich ihre Schlafdauer falsch, nämlich zu niedrig ein. Menschen, die die Bedeutung des Schlafes überschätzen, neigen dazu, auf Störungen des Schlafes mit Stress zu reagieren.

Suchtmittel und Schlaf

Alkohol und die verschreibungspflichtigen Schlafmittel verbessern das Einschlafen und verlängern in der Regel die Schlafdauer, führen aber zu einer Verschlechterung der Schlafqualität und somit zur verminderten Erholung durch den Schlaf.

Tipps für einen guten Schlaf

  • Nicht tagsüber schlafen
  • Schlafzimmer kühl und dunkel halten
  • Keine körperlichen Anstrengungen vor dem Schlafengehen
  • Keine aufputschenden Getränke abends - eventuell bereits nachmittags weglassen
  • Keine schweren Mahlzeiten am Abend
  • Die ''Bettschwere'' abwarten, d. h. nicht zu früh zu Bett gehen
  • Zu-Bett-Geh-Ritual einführen
  • Bett ausschließlich zum Schlafen aufsuchen
  • Feste Zeiten - insbesondere feste morgendliche Aufstehzeit
  • Wecker / Uhren aus Sichtweite
  • Wenn Sie wieder wach werden: Liegen bleiben und sich sagen: ''Der Körper holt sich den Schlaf, den er braucht - auch nur so zu liegen erholt mich ...''
  • Wenn Sie nachts aufstehen: Licht auslassen