Qualitätsberichte

Instrumente des Qualitätsmanagements

Periodische Selbstbewertungen und Verbesserungsmaßnahmen nach dem EFQM-Ansatz.

Befragungen zur empirischen Erfassung der Zufriedenheit und Verbesserungswünsche wichtiger Personengruppen:

  • seit 1999 in jedem November Totalerhebung bei den aus den LWL-Kliniken für Erwachsenenpsychiatrie und -psychotherapie entlassenen Patienten/-innen,
  • Angehörige und gesetzliche Betreuer/-innen der Patienten in ausgewählten Abteilungen,
  • Beschäftigte aller Berufsgruppen,
  • strukturierte Fokusgruppengespäche mit unterschiedlichen Personengruppen.
Die Ergebnisse werden jeweils in den Einrichtungen unter der Fragestellung analysiert und bewertet, welche Verbesserungsmaßnahmen zur Steigerung der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit abgeleitet und umgesetzt werden können.

Beschwerdemanagement: Jeder Patient bzw. Bewohner und jeder Angehörige oder gesetzliche Betreuer hat die Möglichkeit, sich im Falle der Unzufriedenheit bei der parlamentarischen Beschwerdekommission der Landschaftsversammlung des LWL zu beschweren. Jede Beschwerde wird von der Beschwerdebearbeitungsstelle in der Trägerabteilung vorbereitend und dann in der Beschwerdekommission abschließend behandelt, und der/die Beschwerdeführer/-in erhält eine persönliche Antwort. In vielen Fällen sind die Beschwerden Ansatzpunkte für konkrete Verbesserungen. Die Beschwerdekommission veröffentlicht in jedem Jahr einen Bericht über das Beschwerdeaufkommen und die in den Einrichtungen gezogenen Konsequenzen.

Daneben wird ein einrichtungsinternes bzw. regionales (dezentrales) Beschwerdemanagement aufgebaut, das bei kleineren Anliegen näher am Geschehen ist und häufig zu einer unmittelbaren Klärung vor Ort führt.

Risikomanagement: "Unerwünschte Ereignisse" wie "besondere Vorkommnisse" (z.B. Unfälle, Entweichungen, Gewalthandlungen, Selbstverletzungen, Suizide oder Suizidversuche), Patientenfixierungen (vorübergehende mechanische Bewegungseinschränkungen) sowie unfreiwillige Aufnahmen (Unterbringungen) sind in der Psychiatrie nicht immer vermeidbar. Sie werden einheitlich und zentral erfasst und ausgewertet. Gravierende Einzelfälle werden gesondert analysiert und gegebenenfalls Veränderungen in der Ablauforganisation angemahnt.

Dokumentation: Für die EDV-gestützte Beschreibung der Patientengruppen und der Behandlungsverläufe gibt es eine einheitliche "Basisdokumentation" mit der Möglichkeit zu übergreifenden und vergleichenden Datenauswertungen.

Benchmarking: Innerhalb des Verbundes wird ein Qualitätsvergleich zwischen den Einrichtungen bezüglich unterschiedlicher Indikatoren (Messgrößen) der Behandlungs- und Versorgungsqualität durchgeführt wie

  • Behandlungsdauer,
  • Arzneimittelverbauch,
  • Patientenbeschwerden,
  • besondere Vorkommnisse,
  • Fixierungen,
  • Patientenzufriedenheit,
  • Mitarbeiterzufriedenheit.

Qualitätsberichte: Zur Vorbereitung auf die gesetzlichen Qualitätsberichte gemäß § 137 SGB V ab August 2005 wurden in den LWL-Kliniken vier Jahre vorher (unveröffentlichte) verbandsinterne Qualitätsberichte nach einem abgesprochenen Berichtsraster erarbeitet und in der Trägerabteilung vergleichend ausgewertet.

Zertifizierungen: Die LWL-Klinik Hemer ist bereits seit Juni 2005, die Klinik Herten seit November 2006 und das LWL-Pflegezentrum Marsberg seit Juni 2007 KTQ-zertifiziert. Die Bernhard-Salzmann-Klinik, Abt. für Suchtrehabilitation der LWL-Klinikum Gütersloh, ist 2003 und erneut 2006 nach der DIN/ISO 9001 und die LWL-Klinik Paderborn seit September 2006 auf der ersten Stufe des EFQM-Modells zertifiziert ("committed to excellence").