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LWL-Fachtagung am 18. Februar 2010

Die Vermeidung von Freiheitsentziehenden Maßnahmen

- Alternative Strategien und Empfehlungen -

Eine Veranstaltung der LWL-Abteilung für Krankenhäuser und Gesundheitswesen, LWL-PsychiatrieVerbund Westfalen und Landesbetreuungsamt

in Kooperation mit dem

Institut für angewandte Wissenschaft zur Förderung der Lebenssituation von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (PEA e.V.), Essen

Freiheitsentziehende Maßnahmen in Einrichtungen des Gesundheitswesens stellen einen schwerwiegenden Eingriff in die Freiheitsrechte und damit in die Lebensqualität sowie Würde von auf fremde Hilfe angewiesenen Menschen dar.

Pflegerische Praxis zeigt, dass es vielfältige Formen von freiheitsentziehenden Maßnahmen gibt. Exemplarisch genannt seien: körpernahe Fixierungen in vielfältigen Formen, abgeschlossene Türen, Stecktische, Psychopharmaka.

Freiheitsentziehende Maßnahmen gehören oftmals zum pflegerischen Alltag in einer Einrichtung; allerdings - das zeigen neuere Untersuchungen - kommen viele stationäre Einrichtungen auch ganz ohne diese Maßnahmen durch das Jahr, bei vergleichbarer Risikolage der Bewohnerinnen und Bewohner sowie Patientinnen und Patienten. Unbestritten ist auch, dass diese Eingriffe nicht nur von den Betroffenen selbst, sondern von allen an der Entscheidung Beteiligten (Pflegenden, Ärzten, Angehörigen, rechtlichen Betreuerinnen und Betreuern, Richterinnen und Richtern usw.) als belastend erlebt werden.

Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass durch eine sinnvolle Kombination von oftmals einfachen Maßnahmen diese Eingriffe sowohl hinsichtlich ihrer Dauer als auch der Häufigkeit deutlich reduziert oder auch ganz vermieden werden können.

Im Verlauf der ganztägigen Fachtagung wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern u.a. am Bett dargestellt werden, mit welchen Alternativen pflegerische Ziele erreicht werden können, ohne auf freiheitsentziehende Maßnahmen zurückgreifen zu müssen. Daneben muss natürlich auch ein Augenmerk auf die rechtlichen Grundlagen des Themenbereiches freiheitsentziehender Maßnahmen gelegt werden.

Dies sind nur einige Aspekte, die am 18. Februar 2010 aufgegriffen werden sollen.

Wir laden Sie herzlich ein, diesen sensiblen Themenkomplex kontrovers mit uns zu diskutieren!

Mit unserer Veranstaltung wenden wir uns an Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Gesundheits- und Krankenpfleger in stationären Einrichtungen (auch der Eingliederungshilfe), Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Gesundheits- und Krankenpfleger in ambulanten Bereichen, Ärztinnen und Ärzte, Pflegedienstleitungen, Sozialdienste, Betreuungsgerichte, Betreuungsbehörden, Berufs- und Vereinsbetreuerinnen und Berufs- und Vereinsbetreuer,Sozialpsychiatrische Dienste, Selbsthilfe- und Angehörigengruppen, Heimaufsichten und andere interessierte Personen.