Träger des Pflegezentrums ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Der LWL stellt gemeindenahe, differenzierte Leistungsangebote für psychisch erkrankte und/oder geistig behinderte Menschen in der Region zur Verfügung. In mehr als 100 Krankenhäusern, Rehabilitationszentren, Wohn- und Pflegeheimen im LWL-PsychiatrieVerbund Westfalen werden jährlich über 140.000 Menschen behandelt und betreut.
Das Ziel des LWL-Psychiatrieverbundes Westfalen ist es, für die Menschen in Westfalen-Lippe optimale psychiatrische Versorgungsstrukturen zu schaffen. In Kooperation mit anderen Trägern psychiatrischer Einrichtungen bürgt er für einen flächendeckenden und gleichmäßigen Versorgungsstandard. Zugleich kann er aufgrund seiner Größe spezialisierte Therapie-, Förder- und Pflegemöglichkeiten bereitstellen. Durch das breite Angebotsspektrum ergeben sich Synergieeffekte in wirtschaftlicher und fachlicher Hinsicht.
Für eine gut abgestimmte Zusammenarbeit von unterschiedlichen Leistungserbringern existieren feste Absprachen oder Vereinbarungen in Bezug auf die Kommunikation. Bei den Dienstübergaben im Pflegedienst werden alle Bewohner/-innen täglich besprochen, in allen Wohnbereichen finden regelmäßige Fallbesprechungen und Pflegevisiten statt. Die Bewohnerdokumentation auf elektronischer Basis verhilft zu einer ausgereiften schriftlichen Kommunikation.
Die LWL-Pflegezentren in Münster und Lengerich, die LWL-Kliniken in Münster und Lengerich sowie die LWL-Wohnverbünde Münster und Lengerich bilden gemeinsam das „Regionale Netz“. Die enge Zusammenarbeit ist über Jahre gewachsen; viele Mitarbeiter/-innen des LWL-Pflegezentrums waren langjährig in der Klinik beschäftigt. Gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen, bei Bedarf Fallbesprechungen und viele andere Aktivitäten sichern den fortlaufenden fachlichen Austausch, von dem alle Seiten profitieren.
Externe Kooperationspartner sind neben Lieferanten und Dienstleistern lokale Behörden, andere Hilfeeinrichtungen und Hilfeanbieter in der Region sowie Bildungseinrichtungen im Gesundheits- und Sozialbereich. Zusammenarbeit bietet Impulse, verringert Schnittstellenprobleme, ermöglicht Informationstransfer und nicht zuletzt die Teilnahme an Forschungsprojekten.
Eine hochqualifizierte fachärztlich-psychiatrische Versorgung wird über die gerontopsychiatrische Institutsambulanz bzw. die psychiatrische Institutsambulanz für Menschen mit geistiger Behinderung angeboten. Die hausärztliche Versorgung erfolgt durch niedergelassene Ärzte.
Die wichtigste Schlüsselrolle für eine gute Versorgung spielt das Personal. Nicht nur Quantität und Kompetenzprofile sind wichtig, sondern auch persönliche Einstellungen, Motivationen und das Berufsverständnis. Sowohl die fachlichen Anforderungen an qualifizierte Pflege wie auch das pflegetheoretische Wissen entwickeln sich seit wenigen Jahrzehnten in rasantem Tempo. Fortlaufender Kompetenzerwerb ist bedeutsamer als die Grundqualifikation. Dieser geschieht am effizientesten, wenn alltags- und einzelfallbezogen die theoretischen Kenntnisse mit der Reflexion praktischer Erfahrungen gekoppelt werden. Entsprechend wird Fortbildung konzipiert.
Die Pflegenden im LWL-Pflegezentrum Münster weisen ein besonderes Kompetenzprofil u.a. für folgende Pflegethemen auf: Beziehungsaufbau und –gestaltung, Biografiearbeit, Umgang mit kognitiven Einschränkungen, Milieugestaltung, Training von Alltagsfertigkeiten, Begleitung in Krisen und bei existenziellen Erfahrungen und viele andere mehr. Krankenpflegende mit Berufserfahrung in der (Geronto-)Psychiatrie und Altenpflegende mit Berufserfahrung im Heimbereich arbeiten Hand in Hand.
Aufgrund ihrer Klientel verfügt das LWL-Pflegezentrum über einen Personalschlüssel und eine Fachkraftquote, die den besonderen Bedürfnissen der Klientel angepasst sind. Zusätzlich sind alle „Nichtfachkräfte“ langjährig berufserfahrene und ständig fortgebildete Kranken- oder Altenpflegehelfer.
Die Rahmendienstpläne orientieren sich an den Bewohnerbedürfnissen und sind sehr flexibel.
Das LWL-Pflegezentrum gibt vielen Pflegeschüler/-innen und –praktikant/-innen eine qualifizierte Anleitung. 5-6 Plätze werden für die Ausbildung als Altenpfleger/in vorgehalten.
Gemäß § 80 Abs. 1 SGB XI haben die Spitzenverbände der Pflegekassen, die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe, die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände und die Vereinigungen der Träger der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene gemeinsam und einheitlich Grundsätze und Maßstäbe für die Qualität und die Qualitätssicherung der ambulanten und stationären Pflege sowie für die Entwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements, das auf die stetige Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität ausgerichtet ist, vereinbart.
Die Betriebssatzung der LWLEinrichtungen sieht vor, dass der LWL-Direktor für die „Rahmenbedingungen und Grundsatzfragen des Qualitätsmanagements“ zuständig ist. Der Träger und die LWL-Pflegezentren entwickeln geeignete Verfahren des Qualitätsmanagements einschließlich des Beschwerdemanagements.
Auf Verbundsebene werden folgende Qualitätsmaßnahmen durchgeführt:
Das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement wird verantwortet von der Leiterin des LWL-Pflegezentrums und dann von der Qualitätsbeauftragten umgesetzt. Einrichtungsintern werden alle weiteren (gesetztlichen) Vorgaben umgesetzt.
Dazu zählen u.a.:
Die LWL-Klinik Münster, der LWL-Wohnverbund Münster sowie das LWL-Pflegezentrum Münster sind für ihr Umweltmanagement von EMAS zertifiziert („Öko-Audit“).