Mitarbeiterinnen des Betreuungsdienstes erzählten zudem Wissenswertes zum Frühlingsanfang und trugen Gedichte vor. Gleichzeitig zog der Duft frischer Waffeln durch das ganze Haus, sodass es nicht verwunderte, dass das frühlingshaft dekorierte Foyer bis auf den letzten Stuhl besetzt war. Eyk Schröder, Leiter des LWL-Pflegezentrums, freute sich, neben den Senioren, Angehörigen, Betreuern und Freunden der Einrichtung auch in diesem Jahr wieder Kinder und Erzieherinnen der Kindertagsstätte Rennufer zum Frühlingsfest begrüßen zu können. Mit ihrem Frühlingstanz sorgten die kleinen Gäste für Heiterkeit und tolle Unterhaltung. Die Augen der Senioren strahlten vor Freude, als die Kinder ihnen dann auch noch mitgebrachte Blumen überreichten. Als Dankeschön erhielten die 13 jungen Besucher neben lang anhaltendem Applaus auch kleine Osterkörbchen mit Süßigkeiten, welche die Bewohner des Pflegezentrums in Vorfreude auf die Kinder gebastelt hatten. Gemeinsam ließ man sich Waffeln und Saft schmecken, bevor das abwechslungsreiche Frühlingsfest mit dem Singen gemeinsamer Lieder am späten Nachmittag ausklang. Den gelungenen Abschluss bildete das Gedicht „Ostersparziergang“ von Wolfgang Goethe, dass die Bewohnerin Hilde Ostertag anmutend vortrug und dabei mit der Zeile „Hier bin ich Mensch – hier darf ichs sein“, sicher vielen der Senioren im Haus „Stadtberge“ aus dem Herzen sprach.
Für beste Laune bei den Närrinnen und Narren sorgten vorgetragene Witze und selbst gebackene Kreppel. Nach Marsbergs längster Rollstuhlpolonaise folgte ein Ständchen für eine Bewohnerin, die ihren 81. Geburtstag feierte. Die Jubilarin freute sich dabei besonders über einen Ehrentanz. Höhepunkt der Karnevalsfeier im LWL-Pflegezentrum war der Auftritt der Obermarsberger Funkengarde. Die Lebensfreude der jungen Damen sowie die rhythmische Musik übertrugen sich schnell auf die Seniorinnen und Senioren, die begeistert mitwippten. Bei der tollen Stimmung musste die Funkengarde nicht lange um eine Zugabe gebeten werden! Mit lautem Applaus dankten die Bewohnerinnen und Bewohner den Tänzerinnen für ihren Auftritt. Gleichzeitig dankten sie auch den Mitarbeiterinnen der Bewohnerbetreuung im „Haus Stadtberge“ für die Organisation der unterhaltsamen Karnevalsfeier.
Nun hat die Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) es wieder geschafft: Das LWL-Pflegezentrum Marsberg erhielt nach einer dreitägigen Prüfung durch externe Visitoren erneut als bundesweit erste stationäre Pflegeeinrichtung die zweite Rezertifizierung! Bewertet wurden dabei von Praktikern entwickelte Kriterien in den Kategorien Bewohner- und Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Informationswesen, Führung und Qualitätsmanagement. Dabei muss bei einer Rezertifizierung insbesondere die kontinuierliche Weiterentwicklung der geprüften Qualitätskriterien nachgewiesen werden.
„Bei ihnen steht der Mensch im Mittelpunkt ihres Handels“, lobten die Visitoren das gesamte Team des Pflegezentrums. „Jeder ihrer 80 Bewohner wird als einzigartige Persönlichkeit mit ganz speziellen Bedürfnissen erkannt. Er erfährt eine individuell auf ihn abgestimmte Betreuung und vor allem ein Leben in einer Gemeinschaft, die jeden Einzelnen auffängt.“ Dabei hoben die Visitoren insbesondere die Angebote im Bereich der sozialen Betreuung und den Einsatz von Präsenzkräften hervor. Durch sie werden die Bewohner in die Alltagsgestaltung eingebunden. Sie schaffen eine Atmosphäre, die den Bewohnern Sicherheit und Vertrautheit vermittelt und einen Tagesablauf, der den Senioren gleichzeitig Abwechslung und Orientierung bietet. Zusätzliche Betreuungsassistenten unterstützen im LWL-Pflegezentrum Marsberg die Betreuung derjenigen Bewohner, die eine eingeschränkte Alltagskompetenz aufweisen. Lobend äußerten sich die Visitoren auch über die überdurchschnittlich hohe Fachpersonalquote, wodurch eine ganzheitlich aktivierende Pflege realisiert wird, die darauf ausgerichtet ist, die körperlichen, geistigen und seelischen Fähigkeiten der Bewohner im „Haus Stadtberge“ zu erhalten und wiederzugewinnen.
Besonders positiv wurde auch die professionelle Betreuung von ehrenamtlichen Helfern und die Angehörigenarbeit bewertet. Beides hat im LWL-Pflegezentrum einen hohen Stellenwert und trägt dazu bei, dass das Pflegezentrum für alte und pflegebedürftige Menschen bleibt was es ist: Ein Zuhause zum Wohlfühlen.
Dabei wurden die neuen Auszubildenden Julian Breidenbach, Kevin Eugster, Philipp Hilus, Judith Pape, Jana Parisova, Petra Gisela Reher, Robin Westermann und Marcel Winkelbach vom Einrichtungsleiter Eyk Schröder und Pflegedienstleiter Bernd Pape begrüßt. Im Anschluss erfuhren die angehenden Pflegefachkräfte u. a. Wissenswertes zur Einrichtung, zum Dienstplan und Dienstzeiten, bevor es auf die vier Wohngruppen des LWL-Pflegezentrums ging, um Bewohner und Kollegen kennen zu lernen.
Neben Andreas Schlüter, der die Auszubildenden den ersten Tag über begleitete und Olga Oparin, die ihnen die „Auszubildendenmappe“ erläuterte, stehen auf den Wohngruppen weitere Praxisanleiter zur Verfügung, um die Altenpflegeschüler an die Erfordernisse dieses anspruchsvollen Berufes heranzuführen.
Insgesamt liegen drei interessante Jahre umfangreicher Ausbildung vor den jungen Menschen. Während ihrer Praxiseinsätze und im theoretischen Unterricht lernen sie die erforderlichen fachlichen, sozial-kommunikativen und methodischen Kompetenzen des Berufsbildes zu erreichen. Als staatlich anerkannte Altenpfleger bietet sich ihnen nach der Ausbildung ein breites Spektrum an Perspektiven, denn durch das steigende Alter in der Bevölkerung steigt auch die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im LWL-Pflegezentrum Marsberg und anderen stationären und ambulanten Einrichtungen der Altenhilfe.
Dabei zeigte sich Eyk Schröder, Leiter des LWL-Pflegezentrums Marsberg, besonders von der hohen Zufriedenheit bei der pflegerischen Versorgung, mit der Freundlichkeit und Erreichbarkeit des Personals sowie mit der Verpflegung du Sauberkeit, begeistert. 98% der Befragten würden die Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) weiter empfehlen! Im Anschluss informierte Schröder die Anwesenden über den Fortschritt beim Neubau und stellte mittels Mustermöbeln die zukünftige Inneneinrichtung vor. Höhepunkt des Angehörigen- und Betreuertreffens bildete der Besuch der Marsberger Messdienergruppe Nepomuk. Zehn Kinder sangen den Senioren, Mitarbeitern und Gästen des LWL-Pflegezentrums im Rahmen des "Lebendigen Adventskalenders" weihnachtliche Lieder vor. Begleitet wurden sie dabei an der Gitarre von zwei Betreuern. Die Augen der Bewohner strahlten! Für große Freude sorgten auch selbstgebackene Plätzchen, welche die Messdiener mitbrachten sowie das Vorlesen der Weihnachtsgeschichte. Ein rundherum gelungener Nachmittag resümierte Einrichtungsleiter Eyk Schröder als er sich bei der Messdienergruppe Nepomuk sowie bei den Angehörigen und Betreuern für ihren vorweihnachtlichen Besuch bedankte.
Nach dem Schlendern über verschiedene Weihnachtsmärkte stand der Besuch des LWL-Naturkundemuseums einschließlich des Planetariums auf dem Programm. Dort erlebten die Ehrenamtlichen die Show „Sternenglanz zur Weihnachtszeit“. Dabei erfuhren sie auf unterhaltsame Weise Wissenswertes über die Sterne und Sternbilder im winterlichen Abendhimmel. Zudem wurden Geschichten rund um die Weihnachtszeit vorgelesen. Bei Kaffee und Kuchen hatten sie anschließend noch genügend Zeit zu Gesprächen in gemütlicher Runde. Dabei konnten sie sich natürlich auch mit den Ehrenamtlichen aus anderen Bereichen des LWL-PsychiatrieVerbundes austauschen. Zufrieden und voller schöner neuer Eindrücke von einem tollen vorweihnachtlichen Tag in Münster ging es abends zurück nach Marsberg.
Für Interessierte bieten die Marsberger LWL-Einrichtungen auch 2013 - in Abhängigkeit von den zeitlichen Möglichkeiten und Interessen - unterschiedliche Einsatzfelder für eh-renamtliches Engagement. Beispiele dafür sind u. a. die Unterstützung bei Freizeitaktivitäten und Festveranstaltungen oder die Begleitung bei Spaziergängen. Weitere Informationen sind im LWL-Pflegezentrum unter 02992 601-4472 erhältlich.
In einem Rückblick erläuterte er die Veränderungen in den LWL-Kliniken Marsberg, dem LWL-Wohnverbund, dem LWL-Pflegezentrum und im LWL-Therapiezentrum für Forensi-sche Psychiatrie Marsberg. Dabei reflektierte Spiertz die zahlreichen Umbau-, Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten an den beiden Marsberger Standorten. Im Ausklang seiner Rede erklärte er den Gästen die zukünftigen Ziele der Einrichtungen. Bei Kaffee, Kuchen und Abendbrot saßen die Pensionäre anschließend gemütlich bis in die Abendstunden zusammen und tauschten Erinnerungen und Anekdoten aus. So wird das Rentnertreffen für viele ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch im nächsten Jahr ein willkommener Anlass sein, ehemalige Kolleginnen und Kollegen wieder zu treffen.
![]() |
>> Dankeschöntag für Ehrenamtliche - 06.01.13 (399 KB, PDF) |