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Presse

Der Segen der Nacht

Besinnliche Lieder stimmen Marsberger LWL-Einrichtungen auf Weihnachten ein

Marsberg (lwl). Auch in diesem Jahr besuchten die Obermarsberger Nachtwächter wieder die Marsberger LWL-Einrichtungen. In der abendlichen Dämmerung trugen sie im Kerzenschein auf den gerontoneuropsychiatrischen Stationen der LWL-Klinik sowie in den sechs Hausgemeinschaften des LWL-Pflegezentrums ihre besinnlichen Stundenlieder vor. Eingeladen dazu hatte der Förderverein der LWL-Klinik Marsberg e.V. Bewohner und Patienten der Einrichtungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wurden durch die Stundenlieder in fast vergessene Tage ihrer Jugend zurückversetzt. Mit ihren Liedern erinnert die Obermarsberger Nachtwächterzunft an den bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs existierenden, traditionellen Nachtwächterberuf und dessen wichtige Schutzfunktion für die damaligen Gemeinden. Besonders das Sturmi-Lied, das vom heiligen Sturmius handelt, der zeitweilig in Obermarsberg gelebt haben soll, riefen große Freude hervor. Für Begeisterung sorgten die Nachtwächter auch wieder bei ihrem anschließenden Besuch der Nachtwachen der LWL-Klinik. Pflegedirektorin Hildegard Bartmann-Friese hat diese gelungene Überraschung im festlich geschmückten Konferenzzimmer der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) arrangiert. Patienten, Bewohnern und Beschäftigten wird dieser schöne Winterabend sicher lange in Erinnerung bleiben.


Dankeschön-Nachmittag

LWL-Pflegezentrum Marsberg dankt Ehrenamtlichen

Marsberg (lwl). Es ist bereits eine gute Tradition im LWL-Pflegezentrum Marsberg, die Menschen, die sich das ganze Jahr über ehrenamtlich für die Senioren im „Haus Stadtberge“ engagieren, in der Vorweihnachtszeit zu einem gemütlichen Adventskaffee einzuladen. Eyk Schröder, Leiter der Einrichtung, begrüßte die Ehrenamtlichen und dankte ihnen für die schönen Momente, die sie den Menschen in der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) geschenkt haben. Es ist dem Pflegezentrum ein großes Anliegen seinen Bewohnern ein hohes Maß an Zuwendung, Begleitung und auch Unterhaltung zu ermöglichen und ihnen jeden Tag so angenehm wie möglich und ihren Wünschen entsprechend zu gestalten, so Schröder. Ehrenamtlich Tätige sind dabei eine unverzichtbare Unterstützung. Sie begleiten z. B. die Senioren bei Spaziergängen, bei Ausflügen, Café- und Gottesdienstbesuchen. Sie lesen vor und organisieren Spielenachmittage. Zudem helfen sie bei der Durchführung zahlreicher Feste und Veranstaltungen mit. Kurzum, sie bieten den Bewohnern eine Möglichkeit, das Tor zum Alltag ein Stück offen zu halten. Schröders besonderer Dank galt den Mitarbeitern des Hospizvereins Marsberg für die gute Zusammenarbeit. Jochem Dahle, 1. Vorsitzender des Vereins, gab das Kompliment postwendend zurück und bestätigte seinerseits die hervorragende Kooperation. Als kleines „Dankeschön“ überreichte der Einrichtungsleiter den Ehrenamtlichen die Chronik „200 Jahre Psychiatrie in Marsberg“, in der auch die Geschichte des LWL-Pflegezentrums anschaulich beschrieben wird. Zudem bekam jeder Gast einen Schneemann, den die Bewohner des Pflegezentrums tags zuvor in der „Weihnachtsbäckerei“ extra für die Ehrenamtlichen gebacken hatten. Als besonderen Gast konnte Eyk Schröder den Anwesenden Brigitta Schröder, Diakonissen-Schwester aus Essen, vorstellen. Die Autorin mehrerer Sachbücher zum Thema Begleitung von Menschen mit Demenz freute sich das „Haus Stadtberge“ kennen zu lernen und lobte die gute Atmosphäre, die sie in den sechs Hausgemeinschaften vorfand. Bei Kaffee und Kuchen erzählten die Ehrenamtlichen anschließend von ihren Erlebnissen und Erfahrungen und ließen den Dankeschön-Nachmittag gemütlich ausklingen.


„Ist doch Ehrensache“

Dankeschöntag für Ehrenamtliche im LWL

Marsberg (lwl). Jedes Jahr lädt die Abteilung für Krankenhäuser und Gesundheitswesen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die ehrenamtlich Tätigen aller LWL-Einrichtungen zum internationalen Tag des Ehrenamtes nach Münster ein. Ziel dieses besonderen Tages, der durch die Vereinten Nationen auf den 5. Dezember festgelegt wurde, ist die Förderung und Anerkennung ehrenamtlichen Engagements. Aus Marsberg folgten in diesem Jahr 35 Ehrenamtliche aus dem LWL-Wohnverbund, der LWL-Klinik und dem LWL-Pflegezentrum der Einladung und bildeten damit die größte Teilnehmergruppe. Nach dem Schlendern über dem Münsteraner Wochenmarkt und verschiedener Weihnachtsmärkte stand folgte nachmittags ein Besuch der Alexianer Waschküche, einem Integrationsbetrieb in dem Inklusion durch die Beschäftigung behinderter und nicht behinderter Menschen in einem Textil- und einem Bistrobereich, gelebt wird. Dort begrüßte der stellvertretende LWL-Krankenhausdezernent Thomas Profazi die Ehrenamtlichen. Er bedankte sich herzlich bei den Anwesenden, die sich sehr engagiert und in vielfältiger Weise im Laufe des Jahres in den LWL-Einrichtungen einbringen. Es folgte eine gemütliche Kaffeetafel bevor Zauberkünstler Uwe Petrasch mit einer spektakulären Show für magische Momente und großes Staunen sorgte. Im Anschluss hatten die Marsberger Gäste beim Dankeschöntag noch genügend Zeit für Gespräche und zum Austausch mit Ehrenamtlichen aus anderen Bereichen des LWL-PsychiatrieVerbundes. Zufrieden und voller schöner neuer Eindrücke von einem tollen vorweihnachtlichen Tag in Münster ging es abends zurück nach Marsberg.

Für Interessierte bieten die Marsberger LWL-Einrichtungen auch 2015 - in Abhängigkeit von den zeitlichen Möglichkeiten und Interessen - unterschiedliche Einsatzfelder für ehrenamtliches Engagement. Beispiele dafür sind u. a. die Unterstützung bei Freizeitaktivitäten und Festveranstaltungen oder die Begleitung bei Spaziergängen. Weitere Informationen sind im LWL-Wohnverbund unter 02992 601-4102, in der LWL-Klinik unter 02992 601-1401 oder im LWL-Pflegezentrum unter 02992 601-4472 erhältlich.


Kerzenschein im "Haus Stadtberge"

Kinder überraschen Senioren mit Laternenumzug

Marsberg (lwl). Ganz liebevoll haben die Kinder der Kindertagesstätte Rennufer in diesem Jahr wieder ihre Laternen für den St. Martins-Umzug gebastelt. Viel zu schade, um sie nur einmal zu nutzen. So entschlossen sich Kinder und Erzieherinnen kurzerhand den Bewohnerinnen und Bewohnern des LWL-Pflegezentrums Marsberg „Haus Stadtberge“ damit noch eine Freude zu bereiten und besuchten die Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) kürzlich zu einem stimmungsvollen Laternenumzug. Senioren und Mitarbeiter freuten sich schon im Vorfeld riesig auf die Kinder. So wurden die gemütlichen Wohnküchen der sechs Hausgemeinschaften abgedunkelt und auch das Licht in den Fluren gedämpft. Mit schönem Kerzenlicht brachten die jungen Besucher die Räume und die Augen der Bewohner zum leuchten. Ganz besonders freuten sich die Senioren über die schönen Lieder, die ihnen die Kinder vortrugen. Dabei fühlten sie einige an die Laternenumzüge ihrer Kindheit erinnert und erzählten den Gästen gerne davon. Auch die pflegebedürftigen Menschen im „Haus Stadtberge“, die zum Laternenumzug nicht aufstehen konnten, wurden bedacht. Die Kinder zogen mit ihren Laternen und Liedern in jedes Zimmer und sorgten für große Freude. Viel zu schnell ging der wunderschöne Nachmittag im Pflegezentrum zu Ende. Mit einer „süßen Überraschung“ und dem Wunsch, dass die jungen Besucher möglichst bald einmal wieder vorbei kommen, wurden die 14 Kinder und ihre beiden Erzieherinnen herzlich verabschiedet.


Beruf mit Perspektive

Neun angehende Altenpfleger starten ins Berufsleben

Marsberg (lwl). In Kooperation mit dem Esta-Bildungswerk Olsberg und dem WDS Bad Arolsen bietet das LWL-Pflegezentrum in diesem Jahr wieder neun jungen Menschen die Ausbildungsmöglichkeit zur staatlich anerkannten Altenpflegerin an. Nach mehreren Monaten Theorie, in denen fundierte Pflegegrundlagen vermittelt wurden, erfolgte nun der erste praktische Einsatz in der Marsberger Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Dabei wurden die neuen Auszubildenden Sandra Baacke, Alina Garbes, Zeinab Ghazi, Sarah Hanel, Vanessa Kazimierek, Jennifer Lysko, Ariane Rudek, Cara Speroni und Nicole Thiele vom Einrichtungsleiter Eyk Schröder und Pflegedienstleiter Bernd Pape begrüßt. Im Anschluss erfuhren die angehenden Pflegefachkräfte u. a. Wissenswertes zur Einrichtung, zum Dienstplan und Dienstzeiten sowie zur elektronischen Zeiterfassung. Bei einem Rundgang über das Gelände des LWL-Standorts Weist 45 lernten sie die Verwaltung, das Café Treffpunkt, die Küche, die Unterhaltungsbücherei, den Personalrat und verschiedene Funktionsdienste kennen, bevor es auf die drei Wohnbereiche des LWL-Pflegezentrums mit ihren sechs Hausgemeinschaften ging. Dort freuten sich schon Bewohner und Kollegen auf ihre Bekanntschaft. Neben Wohnbereichsleiter Mike Bickmann, der die Auszubildenden den ersten Tag über begleitete, und Sandra Dege, die ihnen u. a. die „Auszubildendenmappe“ erläuterte, stehen auf den Wohngruppen weitere Praxisanleiter zur Verfügung, um die Altenpflegeschüler an die Erfordernisse dieses anspruchsvollen Berufes heranzuführen. Insgesamt liegen drei interessante Jahre umfangreicher Ausbildung vor den jungen Menschen. Während ihrer Praxiseinsätze und im theoretischen Unterricht lernen sie die erforderlichen fachlichen, sozial-kommunikativen und methodischen Kompetenzen des Berufsbildes zu erreichen. Als staatlich anerkannte Altenpfleger bietet sich ihnen nach der Ausbildung ein breites Spektrum an Perspektiven, denn durch das steigende Alter in der Bevölkerung steigt auch die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im LWL-Pflegezentrum Marsberg und anderen stationären und ambulanten Einrichtungen der Altenhilfe.


Gelebte Inklusion

LWL-Pflegezentrum Marsberg bietet Ladestation für Elektrofahrzeuge

Marsberg (lwl). Viele Länder haben seit 2006 die UN-Menschenrechtskonvention unterschrieben, die Menschen mit Behinderungen eine unabhängige Lebensführung und die volle Teilhabe in allen Lebensbereichen ermöglichen soll. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) setzt sich dafür ein, dass diese Konvention auch tatsächlich umgesetzt wird. Ein gutes Beispiel dafür ist das LWL-Pflegezentrum Marsberg. 2013 zogen die 80 Bewohner der Einrichtung vom „Stadtberg“ in den Neubau am Glindeplatz 3. In dem dreieinhalb geschossigen Gebäude haben die pflegebedürftigen Senioren ein angenehmes und vertrauensvolles Wohnumfeld, um sich Zuhause zu fühlen. Im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Obergeschoss können sie in einer familiären Atmosphäre leben und ihren Alltag selbst gestalten. Darüber hinaus bietet ihnen das Leben in Hausgemeinschaften mehr Privatheit in einem Umfeld, welches sich daran orientiert, wie die Senioren vorher gelebt haben. Terrassen und ein großer Garten werden vielseitig genutzt. Das Beste am Umzug aber ist, dass nun die Marsberger Innenstadt barrierefrei erreicht werden kann. Um das den Nutzern von Elektrorollstühlen im Pflegezentrum noch einfacher zu machen, wurde jetzt Marsbergs erste Inklusionsladestation vor der Einrichtung installiert. Davon profitieren nicht nur die Bewohner, sondern auch Mitarbeiter und Besucher, denn die Steckplätze können von allen Elektromobilfahrern kostenlos genutzt werden. Egal, ob Rollstuhl- oder E-Bike-Fahrer, „Tankgäste“ sind im LWL-Pflegezentrum jederzeit herzlich willkommen! So lässt sich doch das Warten auf die Tankfüllung mit einem Besuch und netten Gesprächen im Pflegezentrum verbinden, freut sich Eyk Schröder, Leiter der LWL-Einrichtung, gemeinsam mit den Bewohnern und Mitarbeitern.


Gender Mainstreaming

Erfolgreiches Projekt zur Geschlechterrolle im LWL-Pflegezentrum Marsberg

Männer sind anders - Frauen auch … Hat diese, zugegebenermaßen klischeehafte Aussage einen wahren Kern? Könnte es sein, dass sich die Idee der Unterschiedlichkeit der Geschlechter subtil auf die Anwendung freiheitseinschränkender Maßnahmen auswirkt? Und was wären die Konsequenzen? Welche unbewussten Haltungen und Rollenbilder nehmen möglicherweise Einfluss auf einzelne Prozesse und Elemente? Das LWL-Pflegezentrum Marsberg hat sich entschieden, als Ausgangspunkt für die Beleuchtung des Themas Gender, d.h. der sozialen Geschlechterrolle von Männern und Frauen, den Umgang mit freiheitseinschränkenden Maßnahmen zu wählen und dazu mehrere Workshops durchgeführt.

Darin werteten die Teilnehmer komplexe Erhebungen aus und analysierten sie. Des Weiteren veranstaltete das „Has Stadtberge“ noch einen Workshop zur Anwendung der 4-R-Methode auf Freizeitangebote für Bewohner und Mitarbeiter. Die Ergebnisse wurden als Strategie im Management-prozess und Qualitätshandbuch des LWL-Pflegezentrums implementiert. Unterstützung erfuhr die Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) dabei durch das Team des Projekts „AMPAQ - Qualitätserhöhung des gendersensiblen Gesundheitswesens durch transnationalen Austausch“.

Nach skandinavischem Vorbild wurde im Projekt AMPAQ erstmals eine Toolbox zur Begegnung der Gender-Thematik für die Gesundheitswirtschaft in Nordrhein- Westfalen entwickelt, erprobt und implementiert. Mit dem neuen, ganzheitlichen Ansatz des aus Skandinavien transferierten und auf die Gegebenheiten der Gesundheitswirtschaft in NRW angepassten Trappan-Modells (Stufenmodell) lässt sich die medizinische Versorgung qualitativ wie quantitativ verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöhen. Das Konzept des AMPAQ bezieht direkt die Beschäftigten in der Gesundheitswirtschaft ein, welche vor immensen Herausforderungen des demographischen Wandels und der Fachkräftesicherung stehen. Die Beteiligung der Mitarbeiter steht bei der Erprobung im Vordergrund, um eine möglichst große Identifikation mit dem Prozess und nachhaltige Wirkung der Instrumente zu gewährleisten. Gefördert wird das Projekt „AMPAQ“ vom Land Nordrhein-Westfalen und weiteren Projektpartnern.

Der Einsatz der entwickelten Instrumente ermöglicht es dem LWL-Pflegezentrum bei der Durchführung des Pflegeprozesses unterschiedliche Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern stärker zu berücksichtigen.

Mit Gender Mainstreaming hat die Einrichtung eine Strategie zur Verwirklichung des Ziels der Gleichstellung und Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Es ist ein Demokratisierungsprozess, in dem bestehende Ungleihheiten zwischen den Geschlechtern erkannt und gezielt abgebaut werden sollen. Zugleich ist es ein Prozess im Sinne des Qualitätsmanagements zum Wohle der Organisation, der Beschäftigten und Bewohner im LWL-Pflegezentrum Marsberg.


Bewohner feiern Herbstfest

Gemütlicher Nachmittag im

Während draußen der kühle Herbstwind ums Haus wehte, feierten die Bewohnerinnen und Bewohner des LWL-Pflegezentrums Marsberg im wonnig warmen Mehrzweckraum ihr diesjähriges Herbstfest. Dabei drehte sich alles um den „Kartoffelkönig“ und seine Untertanen, die Erdäpfel. Bestens gelaunt erlebten die Senioren im herbstlich dekorierten Multifunktionsraum der LWL-Einrichtung einen gemütlichen Nachmittag.

Eyk Schröder, Leiter des Pflegezentrums, freute sich neben den Senioren und Mitarbeitern auch wieder Kinder und Erzieherinnen der Kindertagsstätte Rennufer begrüßen zu können. Mit einem Fingerspiel vom Kartoffelkönig, Gedichten und Liedern sorgten die jungen Besucher für Heiterkeit und beste Unterhaltung.

Als kleines Dankeschön haben die Bewohnerinnen und Bewohner des „Haus Stadtberge“ in den Hausgemeinschaften Kuchen gebacken, den sich die Kinder sichtlich schmecken ließen. Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken hörten die Gäste zusammen mit den Senioren das Märchen vom Kartoffelkönig und weitere wissenswerte Geschichten rund um die gesunde Knolle, die der Betreuungsdienst der Einrichtung liebevoll vortrug. Das Singen bekannter Herbstlieder rundete das abwechslungsreiche Fest ab, das mit heiteren Plaudereien am späten Nachmittag ausklang.

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Nachwuchs im Pflegezentrum

Marsberg (lwl). Drei Meerschweinchen lebten bisher im Streichelgehege des LWL-Pflegezentrums Marsberg im Garten der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Bisher, denn nun sind es acht! Beide Weibchen haben in diesem Herbst Nachwuchs bekommen. Seitdem sind der Vater, die beiden Mütter und vor allem die Kleinen, die Attraktion im „Haus Stadtberge“. Immer wenn das Wetter es zulässt, zieht es Bewohnerinnen und Bewohner nun in den Garten um das muntere Spiel der putzigen Meerschweinschenkinder zu beobachten. Auch Mitarbeiter, Angehörige und Besucher lassen es sich nicht nehmen, regelmäßig vorbei zu schauen. Besonders Kinder und Enkelkinder stehen häufig vor dem großen Gehege, in dem neben den Meerschweinchen auch noch zwei Kaninchen leben. Schnell ergeben sich Gespräche über die niedlichen Tiere und deren lustiges Verhalten. Eyk Schröder, Leiter der Einrichtung, freut sich über das gemeinsame Staunen und Lachen von Bewohnern und Besuchern. Die willkommene Abwechslung im Alltag der Senioren sorgt für gute Laune. Und auch die Meerschweinchen freuen sich über den zahlreichen Besuch, bringt der eine oder andere Gast doch eine Extra-Möhre oder Löwenzahn mit.


Brücke zur Annäherung

Workshop zum Arbeiten mit Kommunikationshandpuppen

Marsberg (lwl). Das LWL-Pflegezentrum Marsberg veranstaltete kürzlich eine ganz besondere Schulung für Betreuungskräfte in der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Unter dem Motto „Puppen sind auch Menschen“ konnten sie zwei Tage lang an einem Workshop zum Arbeiten mit Kommunikationshandpuppen teilnehmen.

Dabei ging es um die spielerische Auseinandersetzung mit Klappmaulhandpuppen und deren Einsatzmöglichkeiten. Unter der Leitung von Dieter Fechtel, Theaterpädagoge und Dozent für Handpuppenspiel, stand zu Beginn der Schulung zunächst die kritische Betrachtung der Thematik im Vordergrund. Fechtel verstand es, den Teilnehmern ihre anfängliche Skepsis gegenüber den Kommunikationshandpuppen zu nehmen, indem er ihnen das Grundbedürfnis des Spielens erläuterte. Das Spiel und die Leidenschaft zum Spiel ist eine Eigenschaft, die der Mensch nie ganz verliert, so der Dozent. Mit Hilfe der Puppen kann dem Bedürfnis zum Spiel Rechnung getragen werden. Sie bauen eine Brücke und fördern die Kommunikation, indem sie den Menschen ansprechen, ihn ernst nehmen, ihm etwas erzählen oder Fragen stellen. Bei ihnen fühlt er sich wohl, gut aufgehoben und erzählt alles, was ihm so in den Sinn kommt. Gerade dort, wo die Bedingungen der Kommunikation erschwert sind, wie z. B. bei Menschen mit Demenz, Sinneseinschränkungen oder Identitätsproblematik, kann der Einsatz von Klappmaulhandpuppen positive Veränderungen bewirken. In dem Workshop spielten die Teilnehmer mit den Puppen, bewegten sie, gaben ihnen Stimmen und ließen sie leben. Sie bekamen Namen und es entstanden ganz eigene Charaktere. Mit ihnen lernten die Teilnehmer, dass oft nur eine Aufmerksamkeit oder ein Impuls reicht, um bei Menschen eine Aktivierung zu bewirken. Dieses Phänomen bewies auch der praktische Einsatz der Kommunikationshandpuppen in den Wohngruppen des LWL-Pflegezentrums, bei dem es zu schönen und bewegenden Erlebnissen kam. So zeigte der Kurs den Teilnehmern neben der Vorgehensweise, die Chancen und die Grenzen des Kommunikationshandpuppenspiels auf und gibt ihnen für die Zukunft eine weitere Möglichkeit Kommunikation zu ermöglichen.


Heiteres Geburtstagskaffee

Marsberg (lwl). Für eine große Überraschung beim monatlichen Geburtstagskaffee im LWL-Pflegezentrum Marsberg sorgten die Kinder der KiTa Rennufer. Bestens gelaunt erlebten die Senioren im Multifunktionsraum der LWL-Einrichtung eine tolle Tanzaufführung und einen unterhaltsamen Nachmittag. Mit lustigen Liedern regten die Kinder die Bewohner und Mitarbeiter zum Mitmachen an. Gleichzeitig zog der Duft frisch gebackener Waffeln durch das „Haus Stadtberge“ und sorgte dafür, dass das Geburtstagskaffee bis auf den letzten Platz gefüllt war! Die Augen der Senioren strahlten vor Freude, als ihnen die Kinder nach der Tanzvorführung auch noch als kleine Präsente Rosen überreichten. Eyk Schröder, Leiter des LWL-Pflegezentrums dankte den jungen Besuchern und ihren Erzieherinnen für die gelungene Überraschung mit der sie das Geburtstagskaffee bereichert haben. Gemeinsam ließ man sich die leckeren Waffeln schmecken, bevor der heitere Nachmittag in der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) gesellig ausklang.

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LWL-Einrichtungen öffnen ihre Türen

Für den 24. August sollten Sie sich nichts vornehmen, denn dann laden die Marsberger LWL-Einrichtungen im Rahmen ihres Jubiläumsjahres zum Tag der offenen Tür an den LWL-Standort Weist 45 ein! Das umfangreiche Programm zum 200-jährigen Bestehen der LWL-Klinik verspricht einen der unterhaltsamsten Marsberger Tage des Jahres!

Zwischen 12.00 und 18.00 Uhr stellen die LWL-Klinik, die LWL-Kinder- und Jugendklinik, der LWL-Wohnverbund und das LWL-Pflegezentrum ihr Leistungsspektrum vor und bieten beste Unterhaltung für die ganze Familie.

Los geht es um 12.00 Uhr in der Klinikkirche mit der Begrüßung durch Vertreter des Land-schaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) und Marsbergs Bürgermeister sowie einem besinnlichen Auftakt, den der Mitarbeiterinnenchor „CHORios“ zusammen mit den beiden Klinikseelsorgerinnen gestaltet. Im Anschluss wird dann die Ausstellung „Verborgene Kostbarkeiten - ans Licht gerückt“ in der Klinikkirche eröffnet. Die LWL-Institutsambulanz, die Tagesklinik und mehrere Klinikstationen können ab 12.30 Uhr besichtigt werden. Dabei bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahlreiche Aktionen zum Mitmachen, wie z. B. waldpädagogische Angebote, Klangschale, einen Rauschbrillenparcours, Ohrakupunktur, eine Genussschule oder einen Barfußpfad an. Zudem gibt es interessante Fachvorträge zu den Themen Demenzen (13.00 Uhr), Angststörungen (13.30 Uhr), Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen (14.00 Uhr) und zum Thema Depression (14.30 Uhr). Wer schon immer die verschiedenen Ergotherapieangebote der LWL-Klinik kennenlernen wollte, sollte um 13.30 Uhr an einer Führung durch die Musiktherapie, Arbeitstherapien Holz und Metall, dem Hirnleistungstraining und der zentralen Ergotherapie teilnehmen. Für Fotoliebhaber bietet sich ein Besuch der Ausstellung „Alt und Neu“ an. In der physikalischen Therapie können Besucher „Wassertreten“ und in der Tagesklinik an Workshops teilnehmen und dabei verschiedene Entspannungsmethoden oder alternative Behandlungsangebote, wie z. B. Aromapflege, erproben.

Das LWL-Pflegezentrum stellt den Ausstellungsberuf des Altenpflegers und das Ehrenamt vor. Gleichzeitig können Besucher im „Haus Stadtberge“ ihre Vitalfunktionen testen lassen, kleine Geschenke basteln sowie ein Musterzimmer, eine Hausgemeinschaftsküche und den Gartenbereich besichtigen.

Die LWL-Kinder- und Jugendklinik vom Marsberger LWL-Standort Bredelarer Straße 33, präsentiert verschiedene Angebote aus ihrem Leistungsspektrum im KJP-Zelt. Dort stellt sie u. a. das Wissensmanagement, stationsübergreifende Gruppen, Medienkompetenz, Elternarbeit und Pflegeangebote vor.

Der LWL-Wohnverbund öffnet am Tag der offenen Tür von 14.00 bis 18.00 Uhr das Ambu-lant Betreute Wohnen im „Haus Kleffner“, Hauptstraße 64. Dort gibt´s vor allem Spiel, Spaß und Genuss: Auf der Kegelbahn, an der Wii, dem Billardtisch und dem Kicker können Gäste ihr sportliches Talent unter Beweis stellen oder sich bei Gesellschaftsspielen amüsieren. Für Genießer gibt es frische Waffeln und ab 16.00 Uhr Grillwürstchen. Die Räumlichkeiten des Ambulant Betreuten Wohnens stehen Interessierten in der gesamten Zeit zur Besichtigung offen. Zudem informiert im „Haus Kleffner“ die Tagesstätte für Menschen mit einer psychischen Erkrankung/Behinderung über ihr Leistungsangebot.

Abgerundet wird das Angebot am 24.08. mit einem bunten und abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm. Dazu gehören z. B. im Festsaal Auftritte der Tanzgruppe „Cillataler“ aus dem LWL-Wohnverbund (14.00 Uhr) und der Kinder der KiTa Rennufer (14.30 Uhr).

Außerdem gibt es gleich mehrere Gewinnbüdchen und ein Glücksrad an denen kleine Preise gewonnen werden können. Apropos klein: Für „kleine“ Besucher garantiert der Tag der offenen Tür z. B. mit Torwandschießen, Bastelangeboten, Kinderschminken, einen Zauberer, einer Hüpfburg, einer Riesendartscheibe und der Möglichkeit zwischen 14.00 und 17.00 Uhr auf Therapiepferden zu reiten, jede Menge Spaß. Den bieten mit Sicherheit auch die Vorführung von Fettexplosionen und ein fünf Meter langer Riesenkicker. Für den musikalischen Rahmen sorgen ein Konzert der ORIGINAL StraßenMusikanten – der etwas andere Musikverein (12.30 Uhr) und ein großes Platzkonzert des Jugendorchesters des Musikvereins Marsberg.

Bei großen und kleinen Hunger hilft beim Tag der offenen Tür z.B. ein Besuch der Grillstationen. Zudem gibt es wieder Marsbergs beste Erbsensuppe. Aber auch Schlemmerschnitzel, Waffeln und Eis lassen kaum Wünsche offen. Besonderer kulinarischer Höhepunkt wird sicher wieder das Kuchenbuffet im Café Treffpunkt mit einer riesigen Auswahl selbst gebackener Torten werden. Nähere Informationen zum Tag der offenen Tür oder zum Jubiläumsjahr der Marsberger LWL-Einrichtungen gibt es im Internet - www.lwl-klinik-marsberg.de – oder telefonisch unter 02992 601-1602.


Neuer Beirat

Bewohnervertretung möchte Leben im „Haus Stadtberge“ aktiv mitgestalten

Marsberg (lwl). Die 80 Bewohnerinnen und Bewohner des LWL-Pflegezentrums Marsberg „Haus Stadtberge“ haben kürzlich turnusgemäß ihre neue Interessenvertretung, den Beirat, gewählt. 3 Männer und 2 Frauen kümmern sich nun für die nächsten 2 Jahre um die Belange der Senioren in der Marsberger Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). In der konstituierenden Sitzung wurde Annegret Meyer als erste Vorsitzende bestätigt. Friedhelm Offermanns ist weiterhin stellvertretender Vorsitzender. Weitere Mitglieder des Beirats sind Horst Dorias, Bernhard Thienenkamp und Gertrud Frewer. Neue Assistentin des Beirats ist Pflegezentrum Mitarbeiterin Christiane Ziers. Hauptaufgabe des neuen Beirats wird es u. a. sein, die Interessen der Bewohner zu vertreten und neuen Bewohnern zu helfen sich im Pflegezentrum zu Recht zu finden. In zentralen Bereichen des „Haus Stadtberge“, wie z. B. Unterkunft, Betreuung, Verpflegung und Freizeitgestaltung, möchte der Beirat das Leben in der Einrichtung aktiv mitgestalten. Bei regelmäßigen Ge-sprächsangeboten und in der jährlichen Bewohnerversammlung können sich die Bewohner untereinander und mit den Beiratsmitgliedern über Dinge des Alltags und Zusammenlebens im LWL-Pflegezentrum austauschen. Einrichtungsleiter Eyk Schröder gratulierte den gewählten Beiratsmitgliedern und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit um die hohe Lebensqualität der Bewohner im „Haus Stadtberge“ zu erhalten und weiter zu verbessern.


54 - 74 - 90 – 2014?

Marsberg (lwl). „Deutschland vor, noch ein Tor!“ Mit diesem Motto fieberten die Bewohnerinnen und Bewohner des LWL-Pflegezentrums Marsberg „Haus Stadtberge“ am 16.06. beim Public Viewing im geschmückten „Fan“-Mehrzweckraum mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Beim Spiel gegen Portugal gab es bei salzigen Knabbereien viel Jubel und Freude. Die Senioren und Mitarbeiter der Marsberger Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) waren sich schnell einig: „Wir kommen weiter!“

Deshalb beschloss man kurzerhand die deutsche Mannschaft auch bei den weiteren Spie-len anzufeuern. Am 26.06. wurde das Team dann beim Spiel gegen die USA wieder gemeinschaftlich vor der Leinwand tatkräftig unterstützt. Bei Vanilleeis und roter Grütze war die Stimmung wie ein Volltreffer von Thomas Müller! Selbst die katholische Seelsorgerin der Marsberger LWL-Einrichtungen, ließ es sich nicht nehmen das Spiel gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu verfolgen! Nun freut man sich im „Haus Stadtberge“ auf den kommenden Gegner Frankreich und vielleicht singt man dann am Ende der Weltmeisterschaft sogar „Finale oho!“


Familienbewusste Personalpolitik

Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter denken: Marsberger LWL-Einrichtungen werden in Berlin erneut mit dem berufundfamilie-Zertifikat ausgezeichnet

Marsberg (lwl). Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wichtiges gesellschaftliches Thema, mit dem sich zunehmend auch die Arbeitgeber auseinander setzen. In den vorangegangenen zwölf Monaten haben 322 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen, darunter auch die LWL-Einrichtungen Marsberg, das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, erfolg-reich durchlaufen. Dafür wurden die Marsberger Einrichtungen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) nun bereits zum zweiten Mal mit dem seit 16 Jahren von der berufundfamilie gGmbH - eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung - erteilten Zertifikat ausgezeichnet. Josef Spiertz, Kaufmännischer Direktor, nahm die besondere Auszeichnung in Berlin entgegen. Überreicht wurden die Zertifikate von Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, und Dr. h. c. Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender des Vorstands der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

„60 Prozent der Paare mit kleinen Kindern halten eine Partnerschaftlichkeit bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für das ideale Lebensmodell. Allerdings gelingt es nur 14 Prozent der Eltern, diesen Wunsch auch umzusetzen“, betonte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig anlässlich der Zertifikatsverleihung. „Daher sind familienbewusste Angebote ein Schlüssel für mehr Partnerschaftlichkeit, damit Mütter und Väter ihre gewünschte Zeit für Familie und Beruf miteinander vereinbaren können.“

„Wer auch in Zukunft fähige und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen und an den eigenen Betrieb binden will, muss sich ernsthaft mit einem Familienbild im Wandel auseinandersetzen. Gerade die qualifizierten jungen Leute von heute erwarten, dass Arbeitgeber auf ihre modernen Vorstellungen von Partnerschaft und Familie Rücksicht nehmen. Kluge Unternehmen stellen sich dieser Aufgabe und sorgen für flexible Angebote und für ein Arbeitsumfeld, das diesen Bedürfnissen Rechnung trägt“, so Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie.

Flexibilität und eine Unternehmenskultur, die vom Geben und Nehmen geprägt ist, betrifft auch die letzte berufliche Phase, wie eine aktuelle Umfrage der berufundfamilie gGmbH belegt. Schon in wenigen Jahren drohen der Arbeitswelt mit den geburtenstarken Jahrgängen Millionen von Beschäftigten verloren zu gehen – ein Fakt, der ein gesamtgesellschaftliches Problem darstellt. Was können Arbeitgeber tun? Ganz oben auf der Wunschliste dieser Generation stehen laut Umfrage flexible Arbeitszeitmodelle. Nur jeder zehnte Arbeitnehmer sagt, in seinem Unternehmen gebe es bereits genügend Angebote für den Übergang von der einen in die andere Lebensphase. Dr. h. c. Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender des Vorstands der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, ergänzt: „Vereinbarkeit weiterdenken bedeutet, sich verstärkt den individuellen Lebens- und Ar-beitsmustern von Beschäftigten zu öffnen. So gelingt es, sich nachhaltig als attraktiver Arbeitgeber am Markt zu platzieren und die Potenziale der Beschäftigen bestmöglich zu nutzen.“

Diese Herausforderungen haben die beiden LWL-Kliniken, das LWL-Pflegezentrum, der LWL-Wohnverbund sowie das LWL-Therapiezentrum für Forensische Psychiatrie Marsberg, erkannt und in Maßnahmen einer familienbewussten Personalpolitik umgesetzt. Dazu gehören u.a. neben flexiblen Arbeitszeitmodellen und der Unterstützung einer zeitnahen Rückkehr Beurlaubter in das Berufsleben auch umfangreiche hausinterne Angebote gesundheitsfördernder Maßnahmen für die knapp 1700 Beschäftigten.

Die LWL-Einrichtungen möchten damit ihre Attraktivität als Arbeitgeber sowohl intern als auch extern steigern. Neben einer erhöhten Bindung der Beschäftigten an die LWL-Einrichtungen sollen so auch neue, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen werden. Gerade in Zeiten eines Fachkräftemangels im Gesundheitswesen ist Familienfreundlichkeit ein entscheidender Wettbewerbsvorteil und eine gute Investition in die betriebliche Zukunft.

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Selber ernten macht Spaß!

Marsberg (lwl). Der Trend selber Gemüse anzubauen hat auch das LWL-Pflegezentrum Marsberg „Haus Stadtberge“ erreicht. Im geräumigen Garten der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) fertigten Patienten der benachbarten LWL-Klinik im Bereich Arbeitstherapie Holz unter fachkundiger Anleitung des Ergotherapeuten Michael Hefer, ein großes Hochbeet. Nach der Erdfüllung durch die Gärtnerei der Einrichtung erfolgte die Bepflanzung. Zusammen mit der Präsenzkraft Hartmut Jäger pflanzten die Senioren des Pflegezentrums Radieschen, Karotten, Zwiebeln, Salat und leckere Erdbeeren. Ergänzt wurde das Beet anschließend noch um eine Kräuterecke, um die sich die Präsenzkraft Anke Wild zusammen mit der neu gegründeten Garten-AG kümmerte. Die Bewohnerinnen und Bewohner im Haus „Stadtberge“ hegen und pflegen seitdem ihr grünes Kleinod. Mit großer Begeisterung beobachten sie das Geschehen in ihrem Beet, gießen, jäten und das Wichtigste: Sie ernten! Nach den Radieschen, die bereits sehr lecker waren, freuen sich die Senioren des LWL-Pflegezentrums nun auf zuckersüße Erdbeeren, die als nächstes an der Reihe sind.


Regionalanalyse in Marsberg

Im Auftrag der Stadt Marsberg führte die Akademie Junges Land, eine bundeszentrale Bildungseinrichtung der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) in Kooperation mit der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Paderborn kürzlich in Marsberg eine Regionalanalyse durch. Dabei besuchte ein Team auch das LWL-Pflegezentrum „Haus Stadtberge“.

Mit der Regionalanalyse untersuchten die Forscher die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger in der Region Marsberg. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werden anschließend Hinweise und Vorschläge zur Weiterentwicklung der Region gegeben. Es werden vorhandene Bildungsangebote und soziale Dienstleistungen erfasst sowie entsprechende Vorstellungen und Erwartungen der Bewohner mit Hilfe von Fragebögen erhoben. Ausgehend vom demographischen Wandel werden bei der Regionalanalyse u. a. die Themenfelder Kinder, Jugendliche und junge Familien, Wandel der ländlichen Lebenswelt und Entwicklung der Identität der Region untersucht.

Bei der Sozialraumanalyse werden nicht allein statistische Daten und Fakten zusammengetragen, sondern Akteure, Vereine und Institutionen und Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen und haben Gelegenheit, ihre Vorstellungen, Meinungen und Ideen zur Zukunft der Region zu äußern.

Im LWL-Pflegedienst sprachen die Studenten mit Einrichtungsleiter Eyk Schröder sowie mit Claudia Legge, Leiterin des Gruppenübergreifenden Dienstes. Neben der Beantwortung der Interviewfragen ging Eyk Schröder besonders auf das Thema „demographischer Wandel“ und die Zunahme älterer Menschen in der Region ein. Darüber hinaus erklärte Schröder die Bedeutung der Mars-berger LWL-Einrichtungen, als größter Arbeitgeber und wichtiger Ausbildungsbetrieb in der Region. So ist die Entwicklung der Stadt auch weiterhin eng mit dem Leistungsangebots des LWLs in Marsberg verbunden, ist sich der Einrichtungsleiter sicher.

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Vom Kapuzinerkloster zum Kompetenzzentrum

LWL-Einrichtungen stellen sich im Radio vor

200 Jahre ist es her, dass das damalige Landeshospital im Jahr 1814 in Niedermarsberg eröffnet wurde. Zuvor war bis 1812 in dem ehemaligen Gebäude der Kapuziner ein Kloster eingerichtet. Die LWL-Klinik Marsberg, so lautet die heutige Bezeichnung, ist somit eine der ältesten Psychiatrien Deutschlands. Dieses nehmen der Moderator Markus Hiegemann in Zusammenarbeit mit dem Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ zum Anlass, um die Geschichte, die Gegenwart und auch die Zukunft der LWL-Klinik und der daraus entstandenen Marsberger Einrichtungen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) zu würdigen. Immerhin ist der LWL mit seinen Standorten nicht nur der größte Arbeitgeber in Marsberg, sondern auch für die großräumige Umgebung des westfälischen und waldeckischen Landes.

Im Bürgerfunk auf der Sauerlandwelle findet während der zweistündigen Radiosendung zu den Marsberger LWL-Standorten in der Reihe „Hiegemann unterwegs“ am Donnerstag, dem 29. Mai 2014, also am Christi-Himmelfahrtstag (Vatertag), eine Zeitreise „Vom Kapuzinerkloster zum Kompetenzzentrum für seelische Gesundheit“ statt.

Viele Sprecher aus den fünf LWL-Einrichtungen sind mit von der Partie. Unter dem Motto „Der LWL in Marsberg stellt sich vor“ referiert Pflegedirektorin Hildegard Bartmann-Friese zur weitreichenden Geschichte der Kliniken und zu aktuellen Themen der Erwachsenenpsychiatrie. Zum Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendpsychiatrie spricht Diplom-Pädagoge Florian Bredt. Auch Patient „Mike“ kommt hier zu Wort. Informatives zum Therapiezentrum erklären Hubertus Gerlach, stv. Pflegedirektor, und Hans-Werner Tanner, stv. Therapeutischer Leiter. Gabriele Wacker, stv. Leiterin des LWL-Wohnverbunds Marsberg, Gertrud Gerlach, Teamleitung Ambulant Betreutes Wohnen/ Familiäre Pflege, Therese Spiekermann, Mitglied einer betreuenden Familie aus der Familiären Pflege, Kathrin Rittmeier, Team-Leitung Arbeits- und Tagesförderstätten und Christel Schröder, Mitarbeiterin im Pädagogisch-Psychiatrischen Fachdienst, sprechen zu Themen rund um den LWL-Wohnverbund Marsberg. Eyk Schröder, Leiter LWL-Pflegezentrum, Bernd Pape, Pflegedienstleitung, Peter Dicke, Wohnbereichsleitung und stv. Pflegedienstleitung sowie Claudia Legge, Leiterin gruppenübergreifender Dienst, stellen das LWL-Pflegezentrum „Haus Stadtberge“ vor. Von den vielen Aktionen im diesjährigen Jubiläumsjahr weiß Matthias Hüllen, Beauftragter für Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, zu berichten. Weitere interessante Informationen zu den LWL-Einrichtungen in Marsberg in punkto „Der LWL als Arbeitgeber“ haben Pflegedirektorin Hildegard Bartmann-Friese und Anne Rabeneck, Personalentwicklung/QM-Pflege, parat. Die Radiosendung wird am Vatertag (29.05.2014) von 19 bis 21 Uhr ausgestrahlt. Sie ist auf der UKW-Antennen-Frequenz von Radio Sauerland, also z. B. in Marsberg auf 94,8, 96,2 oder 106,5 MhZ bzw. über die Kabel-Frequenz 107,4 MhZ zu hören. Alternativ und weltweit kann sie über das Webradio von www.RadioSauerland.de empfangen werden.


Firmgruppe erfreut Senioren

Marsberg (lwl). Für eine gro0e Überraschung beim monatlichen Geburtstagskaffee im LWL-Pflegezentrum Marsberg sorgte die Firmgruppe Marsberg-Mitte. Die Jugendlichen hatten sich überlegt, anderen Menschen vor ihrer Firmung mit einer sozialen Aktion Freude in den Alltag zu bringen. Zusammen mit ihren Katecheten Eduard und Beate Emmerich besuchten sie deshalb die Senioren in der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), um mit ihnen ein paar schöne Stunden zu erleben. Dazu haben sie für die Bewohner des „Haus Stadtberge“ extra Muffins gebacken und Lieder einstudiert. So präsentierten sie zur Einstimmung ein persönliches Geburtstagsständchen und halfen im Anschluss mit, Kaffee und Kuchen zu verteilen. Dabei kamen die jungen Menschen schnell mit den Senioren des Pflegezentrums ins Gespräch und erfuhren viel Interessantes und Wissenswertes. Auch Eduard Emmerich, der bereits seit Jahren in der LWL-Einrichtung den Heilig Abend musikalisch gestaltet, erfreute die Besucher des Geburtstagskaffees mit Liedern aus seinem großen Repertoire. Mit „Mondlicht“ aus dem Mu-sical Cats sorgte er bei Mitarbeitern und Bewohnern für absolute Stille und „Gänsehaut-Feeling“. Bei den Schlagern von Heintje erstrahlten die Gesichter der Senioren. Es wurde mitgesungen und reichlich geschunkelt. Mit lang anhaltendem Applaus dankten die Bewohner des LWL-Pflegezentrums der Firmgruppe für die gelungene Überraschung mit der sie das Geburtstagskaffee bereichert haben und freuen sich schon jetzt auf den nächsten musikalischen Besuch.

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Jungs entdecken die Pflege

Schüler besuchen am „Boys´ Day“ das LWL-Pflegezentrum Marsberg

Kurz nach 8 Uhr beginnt für Jan Agushi und Eric Tscheuschner der Praktikumsalltag im „Haus Stadtberge“. Für ihren „Boys Day“ haben sich die beiden 12 und 14 Jahre alten Schüler der siebten Klasse der Marsberger Hauptschule ganz bewusst die Pflegeeinrichtung des Land-schaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ausgesucht. Zum einen, da von beiden mehrere Familienangehörige beim LWL arbeiten und ihnen das Pflegezentrum empfahlen. Zum anderen, weil sie sich die Tätigkeiten dort als spannend und abwechslungsreich vorgestellt haben.

Bereits in einem Vorgespräch wurden die beiden Jungs auf ihren Praktikumseinsatz durch Bernd Pape, Pflegedienstleiter im „Haus Stadtberge“, vorbereitet. Für die Bewohnerinnen und Bewohner ist der Besuch der beiden Schüler eine willkommene Abwechslung. Schon vor ihrem eigentlichen Praktikumseinsatz werden die Zwei als Spiel- und Gesprächspartner integriert. Jan Agushi, der sich für den Betreuungsdienst interessiert, darf zusammen mit Maria Rodrigues, Betreuungskraft in der LWL-Einrichtung, Bewohnerinnen und Bewohner mit in die Innenstadt begleiten. Außerdem schaut er mit ihr bei vielen Senioren der sechs Hausgemeinschaften im Pflegezentrum zum Reden und zum Spielen vorbei. „Er hat keine Berührungsängste und geht offen auf die älteren Menschen zu“, lobt ihn die LWL-Mitarbeiterin für seinen engagierten Einsatz. Für Eric Tscheuschner, der sich für die Tätigkeiten in der Altenpflege interessiert, geht es in den Wohnbereich 2. Dort begleitet er die Pflegefachkraft Natalia Graf und bekommt Einblicke in die klassischen Tätigkeiten der Al-tenpflege. So darf er u. a. bei der Grundpflege helfen, Essen verteilen und mit Senioren im großen Garten des Pflegezentrums spazieren gehen. Neben den Tätigkeiten der Betreuungskraft und des Altenpflegers, die beide Schüler kennenlernen konnten, nutzten sie die Möglichkeit dem Personal viele Fragen zu den Berufsbildern zu stellen.

Anders als beim Girls´ Day ermöglicht das Schnupperpraktikum für Jungen den Teilnehmern nicht nur „männeruntypische“ Berufe kennen zu lernen, sondern auch ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern und das männliche Rollenbild kritisch zu reflektieren. Zudem erhalten Jungen durch den „Boys´ Day“ frühzeitig die Möglichkeit Chancengleichheit und männliche Rollenvielfalt als Gewinn für das spätere Leben zu erfahren.

„Langweilig war an dem Tag nur die Pause“ zieht Jan Agushi ein durchweg positives Fazit. Auch Eric Tscheuschner ist mit seinem Praktikumstag zufrieden. Trotzdem möchte er später beruflich dann doch etwas anderes machen. Pflegedienstleiter Bernd Pape freut sich, dass es den beiden Schülern im „Haus Stadtberge“ gefallen hat. In einem Abschlussgespräch lädt er Jan und Eric ein, gerne einmal wieder vorbei zu schauen. Die Bewohnerinnen und Bewohner aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden sich über den Besuch sicher freuen.


Heiteres Frühlingsfest

Frische Waffeln und kleine Frühlingsboten sorgten im LWL-Pflegezentrum Marsberg für beste Stimmung

Marsberg (lwl). Die Sonne strahlte beim diesjährigen Frühlingsfest mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des LWL-Pflegezentrums Marsberg um die Wette. Bestens gelaunt erlebten die Senioren im bunt dekorierten Multifunktionsraum der LWL-Einrichtung einen unterhaltsamen Nachmittag. Während sie mit heiteren Melodien den Frühling herbei sangen und Mitarbeiterinnen des Betreuungsdienstes Gedichte und Wissenswertes zum Frühjahr und zum anstehenden Osterfest vortrugen, zog gleichzeitig der Duft frisch gebackener Waffeln durch das „Haus Stadtberge“ und lud zum Mitfeiern ein. Kein Wunder, dass der Multifunktionsraum bis auf den besten Platz gefüllt war. Eyk Schröder, Leiter des LWL-Pflegezentrums, freute sich, neben den Senioren, Angehörigen, Betreuern und Freunden der Marsberger Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) auch in diesem Jahr wieder Kinder und Erzieherinnen der Kindertagsstätte Rennufer zum Frühlingsfest begrüßen zu können. Mit ihrem Frühlingstanz sorgten die kleinen Gäste, verkleidet als Giraffe, Zebra, Flamingo und Co, für Heiterkeit und tolle Unterhaltung. Die Augen der Senioren strahlten vor Freude, als die Kinder ihnen dann auch noch kleine Präsente überreichten. Als Dankeschön erhielten die 14 jungen Besucher neben lang anhaltendem Applaus auch kleine Osterkörbchen mit Süßigkeiten, welche die Bewohner des Pflegezentrums in Vorfreude auf die Kinder gebastelt hatten. Gemeinsam ließ man sich Waffeln und Saft schmecken, bevor das abwechslungsreiche Frühlingsfest mit dem Singen gemeinsamer Lieder und heiterer Plauderei am späten Nachmittag ausklang.


Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung

Vortrag im LWL-Pflegezentrum Marsberg stieß auf großes Interesse

Marsberg (lwl). Eyk Schröder, Leiter des LWL-Pflegezentrums Marsberg, freute sich Rechtsanwalt André Iske für einen interessanten und kurzweiligen Vortrag zum Thema „Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung“ gewinnen zu können. Die Aktualität des Fachvortrags zeige sich im großen Interesse: Bis auf den letzten Platz war der Vortragsraum in der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) gefüllt.

Eines der Hauptanliegen des Referenten, gebürtiger Marsberger und Inhaber einer An-waltskanzlei in Bad Arolsen, war, die Unterschiede zwischen die verschiedenen Vorsorgeinstrumenten Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung zu erörtern und wichtige Grundlagen wie z. B. Bausteine der Vorsorge und Tätigkeitsbereiche der Betreuer deutlich und praxisnah darzustellen.

Die knapp 100 Anwesenden folgten aufmerksam seinen gut strukturierten Ausführungen, nicht zuletzt aufgrund seiner Fähigkeit, juristisch komplexe Themen für jedermann ver-ständlich und nachvollziehbar zu vermitteln. Durch die Vorsorgevollmacht wird eine rechtliche Vertretung im Fall der Fälle zeitnah, individuell, effektiv und so unbürokratisch wie zulässig, zum Wohle des Betroffenen ermöglicht, denn ein Schicksalsschlag wartet für gewöhnlich nicht ab, bis alle bürokratischen Hürden ausgeräumt sind. Wird trotz Vorsorgevollmacht ganz oder teilweise eine gesetzliche Betreuung erforderlich, kann man auch hierfür in Form einer Betreuungsverfügung vorsorgen. Darin wird bestimmt, welche Person - in der Regel also der Vorsorgebevollmächtigte - für genau diesen Fall seitens des Gerichts als Betreuer eingesetzt werden soll.

Während mit der Vorsorgevollmacht Gesundheitsvorsorge, Aufenthaltsbestimmung, Vermögenssorge und weitere Bereiche des Lebensalltags geregelt werden können, dient die Patientenverfügung dazu, persönliche Wünsche und Wertvorstellungen zu formulieren, um dem Recht des einzelnen auf einen würdevollen Sterbeprozess und Tod zu wahren. Somit werden ärztlichem Behandlungspersonal konkrete Handlungs- und Behandlungsvorgaben über das „was soll“ und „was nicht“ mitgeteilt. Hierdurch wird den Familienangehörigen zudem eine große Bürde von den Schultern genommen, da der Wille des Verfügenden unmissverständlich niedergelegt ist.

In seinem Vortrag erläuterte Iske auch organisatorische und formale Angelegenheiten zur Wirksamkeit und Rechtsgültigkeit der Vollmachten und Verfügungen. Er informierte über anfallende Gebühren und Kosten, über Wichtigkeit und Tragweite bestimmter Formulierungen, Unterschiede zwischen Geschäfts- und Einwilligungsfähigkeit sowie über Möglich-keiten der Aufbewahrung und Hinterlegung. In der anschließenden Diskussionsrunde ging er ausführlich auf die Fragen der Anwesenden, u. a. nach Änderungen bei Vollmachten und Vermögensverwaltung ein. Da jede Vorsorgevollmacht und jede Patientenverfügung ganz individuell ist und auf die jeweilige Person und ihre Lebenslage, Geschichte und Fa-miliensituation abgestimmt werden muss, empfahl Iske sich vor dem Abschluss fachlich beraten zu lassen, statt vorgefertigte Mustertexte aus dem Internet anzukreuzen.

Eyk Schröder, Leiter des LWL-Pflegezentrums Marsberg, dankte dem Rechtsanwalt für seinen aufschlussreichen Vortrag, der für die vielen Besucher, insbesondere die Angehörigen und Betreuer der Bewohnerinnen und Bewohner des „Haus Stadtberge“ sicherlich zahlreiche nützliche Impulse und Anregungen geliefert hat, sich mit dem Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung auseinanderzusetzen.

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Stadtberge Helau!

LWL-Pflegezentrum feiert fröhlich Karneval

Marsberg (lwl). „Stadtberge Helau!“ hieß es im auch in diesem Jahr wieder im LWL-Pflegezentrum Marsberg. Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) feierten unter dem Motto „Mit Lachen, Frohsinn und Heiterkeit sind wir zum Karneval bereit!“ eine tolle Party. Im bunt dekorierten Mehrzweckraum schunkelten Cowboys, Waschfrauen und Matrosen fröhlich zu stimmungsvoller Musik. Für beste Laune bei den Närrinnen und Narren sorgten vorgetragene Witze, selbst gebackene Waffeln sowie der Auftritt der Obermarsberger Funkengarde. Die Lebensfreude der jungen Damen sowie die rhythmische Musik übertrugen sich schnell auf die Seniorinnen und Senioren, die begeistert mitwippten. Bei der tollen Stimmung musste die Funkengarde nicht lange um eine Zugabe gebeten werden! Für den Höhepunkt der lustigen Feier sorgten die „Tanzmariechen im demographischen Wandel“, die mit Rolator und Krückstock auf die Tanzfläche kamen. Der Saal tobte und es flossen reichlich Lach-tränen! Einrichtungsleiter Eyk Schröder, der sich ebenso begeistert zeigte wie die Bewoh-nerinnen und Bewohner, bot den rüstigen Damen nach der lautstark geforderten Zugabe schmunzelnd eine Führung durchs Haus an. „Vielleicht möchten die Damen ja im nächsten Jahr wiederkommen oder sogar bei uns einziehen!“, scherzte Schröder. Mit lautem Applaus dankten die Bewohnerinnen und Bewohner allen Tänzerinnen für ihren Auftritt. Gleichzeitig dankten sie auch den Mitarbeiterinnen der Bewohnerbetreuung im „Haus Stadtberge“ für die Organisation der unterhaltsamen Karnevalsfeier, die mit einer riesigen Polonaise endete.


Angehörige vergeben Bestnoten

LWL-Pflegezentrum Marsberg legt großen Wert auf Informationsaustausch

Marsberg (lwl). Um auf die individuellen Bedürfnisse der 80 Bewohnerinnen und Bewohner des LWL-Pflegezentrums Marsberg optimal eingehen zu können, legt die Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) großen Wert auf die Einbeziehung von Angehörigen und Betreuern. Einmal im Jahr lädt das „Haus Stadtberge“ deshalb zu einem informativen Angehörigennachmittag ein. Sichtlich erfreut zeigte sich Eyk Schröder, Leiter des Pflegezentrums über die große Resonanz. Über 20 Angehörige konnte er in diesem Jahr, erstmalig im Neubau des Pflegezentrums, begrüßen.

Schröder informierte die Gäste bei einem gemütlichen Kaffeetrinken über die Ergebnisse der Angehörigenbefragung 2013. Besonders begeistert zeigte er sich dabei über die hohe Zufriedenheit mit der pflegerischen Versorgung, dem 94% der Befragten zustimmten. Ähnlich gut wurden die Freundlichkeit und das Kommunikationsverhalten des Personals sowie die Sauberkeit des Pflegezentrums bewertet. Fast alle Befragten würden die Einrichtung weiter empfehlen, freut sich Schröder. Ähnlich sieht das auch der Medizinische Dienst der Pflegekassen, der dem Pflegezentrum bei seiner Überprüfung 2013 mit der Traumnote 1,0 eine sehr gute Bewohnerbetreuung und ein Höchstmaß an Pflegequalität bescheinigt hat.

Außer den Ergebnissen der Angehörigenbefragung informierte der Einrichtungsleiter auch über Neuerungen und Erfahrungen seit dem Umzug in den Neubau. So stellte er u. a. das Bezugspflegemodell im Pflegezentrum vor, bei dem jeder Bewohner eine feste Pflegefachperson als besonderen Ansprechpartner hat, die sich neben der individuellen Betreuung auch um den Kontakt und die Informationsweitergabe an die Angehörigen kümmert. Dies ermöglicht die solide Personalstruktur in der LWL-Einrichtung. Dazu gehören knapp 90 Pflege-, Präsenz- und Betreuungskräfte und 16 Auszubildende.

Schröder lobte die gute medizinische Versorgung des Pflegezentrums durch eine Ärztin des MVZ Dr. Ottto, die in der benachbarten LWL-Klinik tätig ist und bei Bedarf schnell vor Ort ist. Darüber hinaus lobte er auch die gute Kooperation mit der LWL-Institutsambulanz. Besonders freut er sich über viele neue ehrenamtliche Helfer, die das LWL-Pflegezentrum unterstützen und über die vertiefte Zusammenarbeit mit dem Katholischen Hospizverein Marsberg. Außergewöhnliches Engagement, das den Senioren in der Einrichtung zu Gute kommt, so Schröder.

Es folgte ein Rückblick auf die Freizeitaktivitäten in 2013, wie z. B. Ausflüge und zahlreiche Feiern, die den Angehörigen und Betreuern über eine Fotoshow präsentiert wurden. Mit einem Ausblick auf kommende Veranstaltungen und einem regen Austausch bei persönlichen Gesprächen mit den Wohnbereichsleitungen endete der Angehörigennachmittag im LWL-Pflegezentrum Marsberg.

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Den Abschied begleiten

19 Mitglieder des Marsberger Hospizvereins wurden erfolgreich zum Thema Kran-ken- und Sterbebegleitung geschult

Marsberg (lwl). Sterben ist Abschied nehmen, Übergang, Rückkehr der Seele. Der Katholische Hospizverein Marsberg begleitet schwerkranke und sterbende Menschen, um ihnen ein Sterben in Würde und Geborgenheit zu ermöglichen, Angehörige zeitweise zu entlasten und in der Trauer zu unterstützten. 19 Mitglieder des Hospizvereins bildeten sich für diese wichtige Aufgabe über drei Monate hinweg fort.

In der 60 Stunden umfassenden Schulung wurden sie dabei von Referenten der Caritas und Geistlichkeit umfassend in die vielseitigen Aufgaben der Kranken- und Sterbebegleitung eingeführt. In einer kleinen Feierstunde bekamen sie nun im LWL-Pflegezentrum Marsberg ihre Testate überreicht. Jochem Dahle, Vorsitzender des Katholischen Hospizvereins Marsberg, würdigte dabei das besondere Engagement der Teilnehmer. Insgesamt hat der Verein 175 Mitglieder, von denen bisher 25 im Aktivkreis sterbende Menschen und ihre Angehörigen in der Zeit des Abschieds und der Trauer begleiten. Ganz wichtig für diese Aufgaben sind dazu auch die Koordination der Einsätze durch ehrenamtliche Hospizhelferinnen sowie das Trauercafé, dass Menschen, die einen Angehörigen verloren haben, sich alleine fühlen oder einfach nur Gesellschaft suchen, jeden ersten Sonntag im Monat zu Gesprächen, einer Auszeit oder einfach nur einer Tasse Kaffee einlädt, so Dahle. Nach einem Wortgottesdienst in der Klinikkirche und der Testatübergabe, stellte Ulrike Geppert, Mitarbeiterin des LWL-Pflegezentrums und Mitglied des Hospizvereins, den interessierten Gästen den Neubau vom „Haus Stadtberge“ bei einer Führung vor. Mit einem gemütlichen Beisammensein ließ man anschließend die feierliche Testatübergabe ausklingen.


Segen der Nacht

Besinnliche Lieder stimmen Marsberger LWL-Einrichtungen auf Weihnachten ein

Marsberg (lwl). Auch in diesem Jahr besuchten die Obermarsberger Nachtwächter wieder die Marsberger LWL-Einrichtungen. In der abendlichen Dämmerung trugen sie im Kerzenschein auf den gerontoneuropsychiatrischen Stationen der LWL-Klinik sowie in den sechs Hausgemeinschaften des LWL-Pflegezentrums ihre besinnlichen Stundenlieder vor. Eingeladen dazu hatte der Förderverein der LWL-Klinik Marsberg e.V. Bewohner und Patienten der Einrichtungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wurden durch die Stundenlieder in fast vergessene Tage ihrer Jugend zurückversetzt.

Mit ihren Liedern erinnert die Obermarsberger Nachtwächterzunft an den bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs existierenden, traditionellen Nachtwächterberuf und dessen wichtige Schutzfunktion für die damaligen Gemeinden. Besonders das Sturmi-Lied, das vom heiligen Sturmius handelt, der zeitweilig in Obermarsberg gelebt haben soll, riefen große Freude hervor. Für Begeisterung sorgten die Nachtwächter auch wieder bei ihrem anschließenden Besuch der Nachtwachen der LWL-Klinik. Pflegedirektorin Hildegard Bartmann-Friese hat diese gelungene Überraschung im festlich geschmückten Konferenzzimmer der Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) arrangiert. Patienten, Bewohnern und Beschäftigten wird dieser schöne Winterabend sicher lange in Erinnerung bleiben.

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LWL-Dankeschöntag

Ehrenamtliche im LWL besuchten Mühlenhof-Freilichtmuseum

Marsberg (lwl). Jedes Jahr lädt die Abteilung für Krankenhäuser und Gesundheitswesen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die ehrenamtlich Tätigen aller LWL-Einrichtungen zum internationalen Tag des Ehrenamtes nach Münster ein. Aus Marsberg folgten in diesem Jahr 21 Ehrenamtliche aus dem LWL-Wohnverbund, der LWL-Klinik und dem LWL-Pflegezentrum der Einladung. Begrüßt wurden sie vom stellvertretenden LWL-Krankenhausdezernenten Thomas Profazi. Nach dem Schlendern über verschiedene Weihnachtsmärkte stand der Besuch des Mühlenhof-Freilichtmuseums auf dem Programm.

Nach einem Sektempfang konnten die Ehrenamtlichen in einer gemütlichen Scheune am prasselnden Kaminfeuer eine Westfälische Kaffeetafel genießen. Bei Kaffee, Kuchen, Rosinenstuten und köstlichen westfälischen Schinken lauschten die Gäste in adventlicher Stimmung plattdeutsche Geschichten und Gedichte rund um Westfalen. Nach der Stärkung folgte eine Führung durch den Mühlenhof. Durch die liebevoll restaurierten Gebäude, ansprechenden Exponate, plattdeutschen Urkunden und nicht zuletzt durch die Erläuterungen des Museumsführers, erfuhren die Besucher Wissenswertes über die Kultur und Geschichte der Region. Im Anschluss hatten die Marsberger Gäste beim Dankeschöntag noch genügend Zeit für Gespräche und zum Austausch mit Ehrenamtlichen aus anderen Bereichen des LWL-PsychiatrieVerbundes. Zufrieden und voller schöner neuer Eindrücke von einem tollen vorweihnachtlichen Tag in Münster ging es abends zurück nach Marsberg.

Für Interessierte bieten die Marsberger LWL-Einrichtungen auch 2014 - in Abhängigkeit von den zeitlichen Möglichkeiten und Interessen - unterschiedliche Einsatzfelder für ehrenamtliches Engagement. Beispiele dafür sind u. a. die Unterstützung bei Freizeitaktivitäten und Festveranstaltungen oder die Begleitung bei Spaziergängen. Weitere Informationen sind im LWL-Wohnverbund unter 02992 601-4102, in der LWL-Klinik unter 02992 601-1401 oder im LWL-Pflegezentrum unter 02992 601-9001 erhältlich.


Hier finden Sie weitere Pressemitteilungen über das LWL-Pflegezentrum Marsberg "Haus Stadtberge":

>> Neues Vogelhäuschen 18.01.2014 (392 KB, PDF)

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