Leitbild

Unser Leitbild

Wir verstehen uns als Begleiter/innen der Bewohner/innen und Klient/innen

Wir unterstützen die Bewohner/innen und Klient/innen in ihrem Alltag und erarbeiten mit ihnen gemeinsam Lösungen ihrer Probleme. Wir begegnen den Bewohner/innen und Klient/innen einfühlend und verstehend, um die Fähigkeiten und Entwicklungspotentiale der Einzelnen zu erkennen und zu fördern. Wir sind mit unserem Handeln Vorbild für einen respektvollen, wertschätzenden und offenen Umgang miteinander.

Wir wissen: Das Ich braucht das Du – eine Beziehung entsteht im Dialog

Dies bedeutet, dass wir immer wieder über unsere Fähigkeiten, Einfühlung zu haben und Abgrenzung zu vollziehen, nachdenken und uns gerade in diesem Bereich fachlich weiterbilden. Die Bewohner/innen und Klient/innen sollen aktiv Einfluss auf die Gestaltung ihres Lebensumfelds, im Bereich Wohnen wie im Bereich Arbeit und Beschäftigung, nehmen können. Dies wird im Rahmen von regelmäßigen Bewohnerversammlungen und wohngruppenübergreifenden Gesprächsgruppen in den tagesstrukturierenden Einrichtungen ermöglicht. Durch regelmäßige Bewohner/innenbefragungen versuchen wir mehr über Wünsche und Anliegen der Bewohner/innen zu erfahren. Wir arbeiten mit dem Bezugspersonensystem, sodass jede Bewohner/in, jede Klient/in sich persönlich unterstützt und anwaltlich vertreten fühlen kann.
Wir bieten Orte zum Wohnen und ein Zuhause auf Zeit

Wir möchten, dass die Bewohner/innen des Wohnverbunds sich in den Wohngruppen zu Hause fühlen und tragen deshalb Sorge, für sie eine Wohnumgebung zu schaffen und zu erhalten, in der sie sich wohlfühlen können. Konkret bedeutet dies, dass wir die Bewohner/innen darin unterstützen ihre Zimmer nach ihren Wünschen zu gestalten. Wir sind ihnen dabei behilflich, indem wir ihnen Vorschläge machen, unter denen sie wählen können. Nur wenn die Schwere der Behinderung die Möglichkeit zum Wählen nicht gibt, entscheiden wir fürsorglich für sie. Die Bewohner/innen haben ein Recht auf Intimsphäre und wir tragen Sorge dafür, dass diese gewahrt wird. Personen, die im Rahmen des ambulant Betreuten Wohnens oder der Familienpflege von uns betreut werden, erhalten Hilfen zur Bewältigung ihres Alltags in ihren Wohnungen oder in ihren Gastfamilien.
Wir meinen: Jeder Mensch hat Begabungen und Fähigkeiten

Wir meinen jeder Mensch hat Begabungen und Fähigkeiten einer Tätigkeit nachzugehen. Viele Bewohner/innen und Klient/innen haben das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten verloren oder keine Gelegenheit gehabt, dies in ausreichender Weise zu erlangen. Unser Ziel ist es, die verborgenen Ressourcen unserer Bewohner/innen und Klient/innen zu finden, zu fördern und zu entwickeln. Nur ein stabiles Selbstwertgefühl ermöglicht es unseren Bewohner/innen und Klient/innen sich selbst und ihre Behinderung zu akzeptieren und ihre Leistungsfähigkeit realistisch genug einzuordnen. Wir bieten deshalb jedem/r Bewohner/in oder Klient/in eine Beschäftigung oder Trainingsmaßnahme an, die dem/r Betreffenden das Gefühl vermittelt, aktiv und gestaltend zu sein. Eine Beschäftigung, die Möglichkeiten eröffnet, Fähigkeiten zu entdecken und zu trainieren, Kreativität und Geschicklichkeit zu erproben und das Gedächtnis zu schulen. Dabei unterstützen wir sie aktiv.
Wir berücksichtigen die besondere Verletzbarkeit der uns anvertrauten Menschen

Oft treffen nicht die Bewohner-Innen die Entscheidung im Westfälischen Wohnverbund zu leben. In der Mehrzahl entscheiden Angehörige und BetreuerInnen über den Wohn- und Lebensort. Wir wissen, das wir auf Grund der hohen sozialen Abhängigkeit der BewohnerInnen einen machtvollen Einfluss auf diese haben und tragen deshalb eine besondere Verantwortung für den Schutz und die Rechte der BewohnerInnen.
Wir stellen uns einer besonderen Verantwortung

Zu unserer Aufgabe gehört es auch, Menschen mit sozialen Anpassungsstörungen zu betreuen. Dies können wir nur in einem Rahmen, der den Mitbewohner-Innen Sicherheit und Schutz bietet und die Betroffenen selbst vor ihrem zerstörerischem Verhalten gegen sich und andere schützt.Wer Menschen mit einem besonders herausfordernden Verhalten betreut, sieht sich immer wieder in der Situation freiheitseinschränkende Maßnahmen in Form einer geschlossen Tür oder einer Fixierung durchzuführen. Wir sind uns in besonderem Maße dieser hohen Verantwortung bewusst. Neben der rechtlichen Absicherung sind uns individuelle auf die Bewohner-Innen abgestimmte Maßnahmen wichtig, die immer wieder überdacht und überprüft werden.
Wir sehen in Angehörigen und BetreuerInnen unsere wichtigsten PartnerInnen

Insbesondere Angehörige, die viele Jahre selber die Betreuung ihrer Kinder, Geschwister oder EhepartnerInnen übernommen haben, unterstützen wir darin, die Entwicklung ihres Angehöri-gen weiterhin zu begleiten. Sie sind jederzeit als Besuch und GesprächspartnerIn willkommen. Auf Wunsch beraten und unterstützen wir auch sie. Durch regelmäßige Einladungen zu Festen, dem jährlichen Angehörigenwochenende, Informa-tionsveranstaltungen und der Mög-lichkeit sich an den Fördergesprächen zu beteiligen, bleiben wir mit Angehörigen und BetreuerInnen im regelmäßigem Kontakt und Gespräch.
Wir bitten um Rückmeldung

Um gut arbeiten zu können brauchen wir die Rückmeldung von Angehörigen, Betreuer/innen und der interessierten Öffentlichkeit. Natürlich freuen wir uns über positive Rückmeldungen. Wir machen jedoch auch Fehler, die zu Missverständnissen und Beschwerden führen können. Beschwerden von Bewohner/innen, Angehörigen und Betreuer/innen gehen wir sorgsam nach und erarbeiten Lösungen im Dialog. MitarbeiterInnen sind in besonderer Weise verpflichtet, ihren Vorgesetzen Missstände mitzuteilen. Im Rahmen von Befragungen haben Angehörige und Betreuer/innen die Möglichkeit, uns auch unabhängig von einem aktuellen Anlass eine Rückmeldung zu geben.
Wir schaffen die richtigen Voraussetzungen für eine gute Betreuungsarbeit

MitarbeiterInnen, von denen erwartet wird, dass sie anderen offen, einfühlend und verstehend begegnen, ihre Arbeit kritisch hinterfragen und in besonderer Weise darauf achten, dass die Rechte der ihnen anvertrauten Menschen nicht missachtet werden, brauchen ein Betriebsklima, das durch Offenheit und Fairness geprägt ist. Die leitenden MitarbeiterInnen des Westfälischen Wohnverbunds Warstein verpflichten sich in besonderer Weise für ein offenes Arbeitsklima zu sorgen, indem sie Möglichkeiten schaffen, gemeinsam mit ihren Teams ihre Arbeit regelmäßig zu reflektieren, Kritik als hilfreich zu begreifen und sich ihrer Verantwortung zur Kontrolle bewusst sind. Mit diesem Leitbild verpflichten sich die Mitarbeiter-Innen des Westfälischen Wohnverbunds Warstein auf die hier formulierten Grundsätze.
Warstein, im März 2006