Wohnkonzept

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Wohnkonzept

Wohnen im therapeutischen Milieu

Wohnen im therapeutischen Milieu bedeutet, dass alltägliche Situationen wie Essen, Aufstehen, Spielen, Beschäftigung, Schlafengehen als Lernfeld begriffen und zum Ausgangspunkt von Förderung und Therapie gemacht werden.

Ein therapeutisches Milieu zeichnet sich durch ein entspanntes Miteinander aus, dass Sicherheit und Verlässlichkeit vermittelt.

Wesentliche Elemente eines solchen Lebensraums bilden die Strukturierung und Rhythmisierung des Alltags durch Sicherheit spendende Rituale, sowie die an den besonderen Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner orientierte räumliche Ausstattung.

Menschen mit einer geistigen Behinderung brauchen ein überschaubares Lebensumfeld in dem sie sich als selbständig handelnde Individuen erleben können. Gerade Menschen, die über sehr eingeschränkte Fähigkeiten verfügen, brauchen eine vertraute überschaubare Umgebung, in der sie sich sicher und selbstbewusst bewegen können.

Je schwerer ein Mensch behindert ist und je weniger er aus eigener Kraft tätig sein kann, umso wichtiger ist es, dass er in einem Millieu wohnt, das ihm vielfältige Reize bietet und ihm ermöglicht ganz selbstverständlich am gemeinschaftlichen Leben teilzunehmen. Dies geschieht unter anderem dadurch, dass er andere Menschen bei ihren alltäglichen Verrichtungen erlebt und jederzeit mit ihnen Kontakt aufnehmen kann. Das Wohnen in familiären Wohngemeinschaften in denen die Küche und das Wohnzimmer den Lebensmittelpunkt bilden, kommt gerade geistig behinderten Menschen entgegen.

Deshalb haben wir in unseren Außenwohngruppen in der Hermann-Risse-Straße zwei Wohngruppen mit jeweils 7 Wohnplätzen geschaffen, die durch ihren familiären Charakter mit individuell gestalteten Einzel- und Doppelzimmern ein echtes Zuhause bieten.

Für 28 Bewohnerinnen und Bewohner, die zur Zeit noch im Haus 49 leben, bauen wir azur Zeit das Haus 03 um. Dort werden auf 2 Etagen 4 Wohngruppen mit jeweils 7 Wohnplätzen entstehen. Jedes Zimmer wird dort über einen angegliederten Sanitärbereich verfügen. Offen gestaltete Wohnzimmerbereiche mit integrierten Wohnküchen schaffen auch hier die Voraussetzungen dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewohner mit allen Sinnen am Gemeinschaftsleben teilnehmen können.