In diesem "Reich der Sinne" auf 200 Quadratmetern geht es um sensorisches 'Wohlbefinden, sich fallen lassen und entspannen zu können und die Differenzierung der Wahrnehmung (visuell, akustisch, olfaktorisch und taktil) durch unterschiedliche Reize in separaten Bereichen. Sehen, Hören, Riechen und Tasten werden hier zu kleinen Abenteuern. Aber auch ein reizarmer bzw. -geminderter Raum steht zur Verfügung, der sogenannte "Weiße Raum", ein gepolsterter, mit verschiedenen Lichteffekten ausgestatteter Raum, der eine besondere Atmosphäre vermittelt. Zudem beinhaltet das Angebot ein Wasserbett, Luftkissen, Bällchenbad und einen Musikraum.
Durch intensive personelle Zusendung wird beim Snoezelen eine Situation geschaffen, in der man sich wohl und sicher fühlen kann. In der Vergangenheit konzipiert für schwerst-mehrfach behinderte Menschen, wird das Angebot des Snoezelens - eine holländische Wortkombination aus 'snuffelen' (riechen) und 'doezelen' (schlummern) - nun vermehrt auch von Bewohnern und Bewohnerinnen mit psychiatrischen Diagnosen, z.B. Sucht und Psychose oder schizoaffektiven Störungen genutzt.
Sport ist für die Bewohner und Bewohnerinnen des Wohnverbundes eine wichtige Form körperlicher Betätigung. Ziele sportlicher Angebote sind u.a. die Stabilisierung der körperlichen Leistungsfähigkeit, die Förderung eines angemessenen Sozialverhaltens, die Mobilisierung, insbesondere aber die Vermittlung von Freude an jeglicher Form von Bewegung. Neben regelmäßig stattfindenden Angeboten wie u.a. Gymnastik, Schwimmen, Nordic Walking, Krafttraining, Tischtennis und autogenem Training, werden punktuell Aktionen wie Fahrradtouren, Aktionsfeste und Turniere (z.B. Kegeln oder Tischtennis) durchgeführt.
Begegnen, Berühren, Bewegen: "Heilpädagogisches Reiten" übt auf viele eine besondere Anziehungskraft aus. Der Umgang mit dem Pferd unterstützt die Auseinandersetzung mit Gefühlen, Verhalten und dem eigenen Körper und fördert die Psychomotorik bzw. die gezielte Kontrolle der Bewegungsabläufe.
Der ganzheitliche Ansatz im "Heilpädagogischen Reiten" erreicht insbesondere auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, schweren sensorischen oder psychischen Behinderungen und Verhaltensstörungen. Die Verlässlichkeit des speziell ausgebildeten Pferdes und die heilpädagogische Methodik werden dabei wirksam. Ergänzt wird der Ansatz durch die erlebnispädagogische Komponente. Inzwischen ist der Bereich dahingehend ausgebaut, dass Klienten dort die Möglichkeit haben, eine Form von Arbeitstraining zu durchlaufen, in dem Stallarbeiten und Pflegetätigkeiten am Pferd erledigt werden. Dies ist auch eine Möglichkeit, Verantwortungsbewusstsein zu wecken und zu übernehmen.
Die Musikpädagogische Förderung spricht die natürliche Musikalität der Bewohner und Bewohnerinnen an. Sie ermöglicht das Musizieren auf unterschiedlichen Instrumenten, mit dem eigenen Körper und der eigenen Stimme.
Das Medium Musik erreicht durch seinen hohen Aufforderungscharakter ein lustvolles, aktives Teilnehmen. Es bietet mit Hilfe pädagogischer Methodik eine Fülle von Fördermöglichkeiten, die u.a. zur Ich-Stärkung, Aktivierung und emotionalen Stabilität betragen.
Sommerfest
Samstag, 7. September 2013
11.30 bis 18 Uhr
Benninghausen (Gelände am alten Kloster)
LWL-Wohnverbund Lippstadt hat mit Janine Rottler-Nourbakhsch seit Anfang des Jahres eine neue Leitung
„Ambulant vor stationär“, das ist eines der großen übergeordneten Themen, die den Wohnverbund Lippstadt im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in den nächsten Jahren begleiten werden. Für Janine Rottler-Nourbakhsch eine Herausforderung, die ihr nicht nur fachlich am Herzen liegt. Die 36-Jährige ist seit Anfang 2013 die neue Leiterin des heimischen LWL-Wohnverbunds.
► Zur Pressemitteilung
Mit beachtlichem Erfolg hat der Wohnverbund Lippstadt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) nun erneut an der Ausstellung „Ermutigung“ der Anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen „format gGmbH“ in Fürstenwalde/Spree teilgenommen. Im Rahmen der 16. Neuauflage des bundesweit beachteten Kunstprojekts wurden die Werke von vier Bewohnern der Tagesstätten Lebensschule und Haus B05 ausgestellt.