Diese Tagesstätte unterteilt sich räumlich in 4.1 und 4.2.
Der Tagesstättenbereich 4.1 ist konzipiert für die Bedürfnisse älterer Bewohner und Bewohnerinnen, bzw. älterer externer Nutzer (z.B. aus der psychiatrischen Familienpflege). Hauptsächlich wird er von Menschen genutzt, die durch Erreichen der Altersgrenze die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) nicht mehr besuchen können. Das Angebot bietet tagesstrukturierende Aktivitäten vielfältiger Art und soll die aktiven Potenziale und Ressourcen erhalten und fördern. Die Besucher erleben dort die sinnvolle Gestaltung ihrer Freizeit. Inhaltlich werden Beschäftigungen angeboten wie z.B. Singen, Musizieren, Handarbeiten, Kochen und Backen, kreatives Gestalten mit verschiedensten Medien, Spaziergänge, Ausflüge und ausgestaltete saisonale Festivitäten.
Der Bereich 4.2 richtet sich an Bewohner/Bewohnerinnen und Klienten, die im Bereich der schulischen, kognitiven Förderung Bedarfe haben. Durch spezielle Spiele, Hirnleistungstraining, PC-Training, Gesprächsrunden und die Nutzung einer kleinen Bibliothek können die Nutzer hier in Einzel- bzw. Kleinstgruppen optimal gefördert werden.
Die Tagesstätte B05 bietet Bewohnern und Bewohnerinnen mit einer speziellen Problematik (z.B. Borderline-Symptomatik, bipolare Störungen), die die vorhandenen Angebote bisher nicht angenommen haben, unterschiedlichste Betätigungsfelder. Sie beinhaltet Angebote im niedrigschwelligen Bereich. Das Tagesstättenangebot ist in zwei Gruppen aufgeteilt, vormittags und nachmittags, so dass auch individuelle Absprachen der Förderzeiten möglich sind. Sowohl in Einzel- als auch in Gruppenaktivitäten werden die Interessen und die individuellen Fähigkeiten der Klienten geweckt und gefördert. Die Angebotspalette reicht von kreativem Gestalten, Gesellschaftsspielen, Koch- und Backaktivitäten, Gesprächsrunden über das Zeitgeschehen, Literatur und Filme bis hin zu Ausflügen und Stadttraining. Dabei nimmt die Förderung des bildnerischen und kreativen Gestaltens den größten Teil der Förderarbeiten ein.
Über den persönlichen Bezug zum Mitarbeiter wird es für die Nutzer der Tagesstätte möglich, weitere Fördermaßnahmen in anderen Bereichen anzunehmen. Die Besucher sollen lernen, aus eigenem Antrieb kontinuierlich von diesem Angebot Gebrauch zu machen, um sich ggf. nach Außen zu orientieren.
In der Tagesstätte B21, einer geschlossen geführten Tagesstätte mit industriellem Arbeitstrainingscharakter, wird klassische Arbeitstherapie durchgeführt. Gezielte Belastungserprobung und enge Zusammenarbeit mit der örtlichen WfbM bereiten die Besucher dieses Angebotes auf den Übergang in die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen vor. Menschen, für die diese "behinderungsbedingt" oder aufgrund ihres Alters aktuell oder dauerhaft nicht in Frage kommt, erhalten hier einen Arbeitsplatz, an dem sie Verpackungs- und Montagearbeiten unter fachlicher Anleitung durchführen. Dabei werden motorische Fähigkeiten ebenso gefördert wie soziale Kompetenzen.
Da diese Tagesstätte geschlossen geführt wird, haben auch Menschen, die auf der Grundlage eines richterlichen Unterbringungsbeschlusses im Wohnverbund leben, die Möglichkeit zu arbeiten und auf die etwaige Übernahme in eine WfbM oder die spätere Ambulantisierung vorbereitet zu werden. Das Angebot dort richtet sich vor allem, wenn auch nicht ausschließlich, an Menschen mit der Doppel-Diagnose "Sucht und Psychose".
Die Tagesstätte B26 beinhaltet vier Angebotsschwerpunkte: Ton, Holz, Druck + Papier und Garten. Im Bereich Ton kann die Produktpalette speziell auf die individuellen Bedarfe abgestimmt werden und reicht von der Bemalung von Porzellanteilen bis zur Herstellung und Gestaltung von Gebrauchskeramik. Im Bereich Holz werden z.B. Holzstücke und Wurzeln zu Dekorationsartikeln bearbeitet. Der Bereich Druck + Papier ist ein Angebot für Klienten, die bereits über EDV-Erfahrungen verfügen. Dort erfolgt z.B. die Erstellung von Druckvorlagen und Layout-Bearbeitung. Daraus ergibt sich auch ein niederschwelliges Angebot für schwächere Klienten, die erst an einen Fertigungsprozess herangeführt werden, wie z.B. Sortieren, Stanzen, Kleben, Laminieren und Verpacken der im EDV-Bereich hergestellten Produkte. Rund um die Tagesstätte gibt es einen Gartenbereich, in dem verschiedenste Blumen und auch Gemüse gezogen und gepflegt werden.
Im gesamten Tagesstättenkontext sollen hauptsächlich handwerkliche Grundkenntnisse vermittelt werden, z.B. auch durch Maler- und Reparaturarbeiten, um auch in diesem Bereich auf eine mögliche spätere Ambulantisierung vorbereitet zu sein.
Die Tagesstätte "Lebensschule" ist ein Angebot am Standort Eickelborn. Der inhaltliche Rahmen ist ein breites Spektrum von Aktivitäten aus den unterschiedlichsten Bereichen. Es beinhaltet ein "Malstudio" mit dem Schwerpunkt auf künstlerischer Bildung und Förderung (u.a. Teilnahme an Ausstellungen), einen Freizeitbereich mit diversen Gesellschaftsspielen, Kicker, Billard, Tischtennis und einem großen Gartenbereich, eine Koch- und Backgruppe, einen Arbeitsbereich mit industriellem Arbeitstraining (Demontagearbeiten von Recyclingwaren für die WfbM) und einen Produktionsbereich von verschiedensten, u.a. floristischen Dekorationsartikeln. Ebenso auf dem Programm stehen Holzarbeiten, Ausflüge und PC-gestütztes Hirnleistungstraining.
Aufgrund der großzügigen Räumlichkeiten und der breit gefächerten Angebotspalette dieser Tagesstätte richtet sich die "Lebensschule" an Klienten mit den verschiedensten Bedürfnissen, wird zur Zeit allerdings zunehmend von Bewohnern mit der Doppeldiagnose "Sucht und Psychose" genutzt.
Sommerfest
Samstag, 7. September 2013
11.30 bis 18 Uhr
Benninghausen (Gelände am alten Kloster)
LWL-Wohnverbund Lippstadt hat mit Janine Rottler-Nourbakhsch seit Anfang des Jahres eine neue Leitung
„Ambulant vor stationär“, das ist eines der großen übergeordneten Themen, die den Wohnverbund Lippstadt im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in den nächsten Jahren begleiten werden. Für Janine Rottler-Nourbakhsch eine Herausforderung, die ihr nicht nur fachlich am Herzen liegt. Die 36-Jährige ist seit Anfang 2013 die neue Leiterin des heimischen LWL-Wohnverbunds.
► Zur Pressemitteilung
Mit beachtlichem Erfolg hat der Wohnverbund Lippstadt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) nun erneut an der Ausstellung „Ermutigung“ der Anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen „format gGmbH“ in Fürstenwalde/Spree teilgenommen. Im Rahmen der 16. Neuauflage des bundesweit beachteten Kunstprojekts wurden die Werke von vier Bewohnern der Tagesstätten Lebensschule und Haus B05 ausgestellt.