Jeder Mensch hat eine eigene Persönlichkeit. Bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen, die sein ganzes Leben über weitgehend konstant bleiben, verleihen ihm eine unverwechselbare Individualität.
Wenn eine oder mehrere Eigenschaften zu fortwährenden Anpassungsproblemen führen, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten blockieren oder die Umwelt und die Mitmenschen belasten, spricht man von einer Persönlichkeitsstörung. Bestimmte Verhaltensmerkmale des persönlichkeitsgestörten Menschen weichen von denen des Bevölkerungsdurchschnitts ab – oft schon seit der Jugendzeit.
Zu den häufigsten Störungen zählt die „Borderline-Persönlichkeitsstörung“, unter der zumeist Frauen leiden. Der Begriff stammt vom englischen „borderline“, zu deutsch „Grenze“. Borderline-Persönlichkeiten sind Menschen, die stabil in ihrer Instabilität sind. Extreme Schwankungen zwischen gefühlsmäßigen „Hochs“ und „Tiefs“ sind an der Tagesordnung. Die Gefühlsspannungen leben die Betroffenen oft mit Selbstschädigungen wie das Aufschneiden der Haut oder durch impulsives Verhalten aus, ohne an die Folgen zu denken. Borderline-Persönlichkeiten sind sich ihrer selbst nicht sicher und neigen dazu, auch ihre Bezugspersonen in rascher und unvorhersehbarer Folge entweder zu idealisieren oder zu entwerten. Die Instabilität ihres Gefühlslebens und der Beziehungsgestaltung führt zu Konflikten, sowohl im privaten wie auch im gesamten sozialen Umfeld. Borderline-Persönlichkeitsstörungen sind heute gut therapierbar, z. B. mit der Dialektisch-behavioralen Therapie.
Eine andere häufige Form der Persönlichkeitsstörung ist die narzisstische Störung. Die betroffenen Menschen sind in hohem Maß auf Bewunderung und Anerkennung angewiesen. Auf Kritik reagieren sie mit Wut und Scham. In ihrem übertriebenen Selbstwertgefühl stellen sie die eigenen Fähigkeiten und Talente übertrieben dar und erwarten, ohne besondere Leistungen als „etwas Besonderes“ betrachtet zu werden. Sie beschäftigen sich stets mit Phantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Glanz, Schönheit und idealer Liebe.
Oft gehen Persönlichkeitsstörungen mit anderen psychischen Erkrankungen wie z. B. Depressionen, Ängsten, Süchten oder psychosomatischen Beschwerden, die die Betroffenen veranlassen, therapeutische Hilfen in Anspruch zu nehmen.
(Quelle: „Wenn die Psyche Hilfe sucht...“, Ausgabe 2004)
Zurück
Ein Gesprächskreis von LWL-Klinik und LWL-Pflegezentrum für Angehörige von Demenzkranken trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat (außer an Feiertagen) in der Cafeteria des LWL-Pflegezentrums Warstein. Aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte der Tagespresse.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat dem LWL-Pflegezentrum Warstein als einer der ersten Einrichtungen den "Landesbutton Sturzpräventive Einrichtung" verliehen.
Die Begründerin der 10-Minuten-Aktivierung, Ute Schmidt-Hacken-berg, war bereits zweimal bei uns zu Gast: Im März 2011 machte sie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einer Fortbildung mit ihrem Konzept vertraut, das die Förderung von Menschen mit Demenz zum Ziel hat. Im April kehrte sie mit einem Kamerateam zurück, um einen Kurzfilm für Schulungs-zwecke zu drehen (hier mit dem ehemaligen Pflegedienstleiter Jörg Griesche).