LWL-Pflegezentrum Warstein

Hirnorganische Veränderungen<br>Demenz

Auffälligste Anzeichen einer Demenz sind abnehmende Emotionalität, der fortschreitende Verlust des Gedächtnisses, die abnehmende Denk- und Urteilsfähigkeit und der Verlust der Anpassung an soziale Situationen.

Ihre vielfältigen Auswirkungen zeigen sich an Orientierungslosigkeit, Verwirrtheit, Sprachstörungen bis hin zu tief greifenden Veränderungen der Persönlichkeit wie z. B. Aggressivität und extreme Vergesslichkeit.

Bei diesem Krankheitsbild müssen die genannten Symptome nicht permanent vorhanden sein. Normalen Tagen völliger Klarheit folgen Tage hoher Verwirrtheit.

Unter den verschiedenen Formen der Demenz ist die „Alzheimer-Krankheit“ die bekannteste. Die schwindende Leistungsfähigkeit im Alter ist keineswegs ungewöhnlich; ihr frühes Einsetzen, etwa schon mit 50 Jahren, oder deutliche Veränderungen der Persönlichkeit sind jedoch krankhaft. Bei einer sehr seltenen Form konnte ein Erbfaktor identifiziert werden, und bei der so genannten „Multiinfarkt-Demenz“ ist jahrelang z. B. erhöhter Blutdruck mitverantwortlich. Andere Faktoren wie erhöhte Blutfette und Diabetes können das Risiko einer solchen Erkrankung verstärken.

Die Ursachen der meisten Demenzen sind allerdings weitgehend unbekannt. Das macht auch ihre Behandlung so schwierig. Das regelmäßige Training der geistigen und körperlichen Fähigkeiten kann de Fortgang der Erkrankung verlangsamen.

In der Regel übernehmen die nächsten Angehörigen die Pflege und Versorgung von Demenz-Kranken. Für viele Betroffene sind aber auch Altersheime und Pflegestationen wichtige Anlaufstellen, wenngleich die Erkrankten selbst sich mitunter zunächst dorthin abgeschoben fühlen. Oftmals geht jedoch bei den Angehörigen der Kraftaufwand für die Pflege über das Maß des Erträglichen hinaus.

(Quelle: „Wenn die Psyche Hilfe sucht...“, Ausgabe 2004)

Zurück