Jeder Mensch ist Stimmungen unterworfen – guten und schlechten. Mal freudig erregt, mal mutlos und niedergeschlagen, das sind die verschiedenen „Gemütsbewegungen“, wie die frühere Bezeichnung lautet.
Nicht immer ist konkret nachvollziehbar, woher sie kommen und wodurch sie ausgelöst werden. Eine extreme Gemütsbewegung ist die „Gemütserkrankung“, die Depression und ihre in seltenen Fällen auftretende Variante, die manisch-depressive Erkrankung.
Trauer, Mutlosigkeit und Niedergeschlagenheit sind meistens ganz normale Reaktionen auf Enttäuschungen, Trennungen, Überlastungen oder den Verlust eines geliebten Menschen. Im medizinischen Sinn ist dies noch keine Depression, sondern die „gesunde“ psychische Verarbeitung eines belastenden Erlebnisses. In der Regel dauert diese einige Tage, vielleicht ein paar Wochen oder Monate, doch wenn der Lebensschmerz nachlässt, hebt sich die Stimmung wieder.
Wenn dagegen die „schlechte Stimmung“ gar nicht mehr aufhören will und die Betroffenen kaum noch ein belastendes Erlebnis als Ursache benennen können, spricht man von einer Depression. Depressive Menschen verspüren eine tiefe Leere, die bis zur Todessehnsucht eskalieren kann. Der Versuch, die aufzuheitern, schlägt meistens ins Gegenteil um, die Stimmung wird noch gedrückter.
Manche Depressionen äußern sich in körperlichen Beschwerden wie Kopf- und Magenschmerzen und sind deshalb besonders schwer zu erkennen. Depressionen können durch belastende Erlebnisse ausgelöst werden, beruhen nach neueren Erkenntnissen aber auch auf Störungen des Stoffwechsels im Gehirn. Bestimmte Botenstoffe im zentralen Nervensystem – sogenannte Neurotransmitter – sind aus dem Gleichgewicht geraten. Dadurch verändert sich die Fähigkeit, Freude und Zufriedenheit zu verspüren, negative Gefühle wie Schuldgefühle und Selbstanklagen werden übermächtig. Motivation und Antrieb unterliegen einer bleiernen Hemmung. Psychotherapie und die Behandlung mit Medikamenten (Antidepressiva) führen bei den meisten Patientinnen und Patienten zu erkennbaren Erfolgen.
Deprimiertheit und Teilnahmslosigkeit sind nur die eine Seite der „Gemütserkrankung“. Die andere Seite der seelischen Störung ist die so genannte Manie, die noch schwieriger als Erkrankung zu erkennen ist. Tatendrang, Euphorie, Risikobereitschaft und scheinbar unbändige Energie kennzeichnen die Manie. Manische Phasen sind geprägt von totaler Selbstüberschätzung, Größenwahn und hektischen Aktivitäten, die aber selten zu Ende gebracht werden. Die so gegensätzlich sich äußernde Krankheit entspricht der Volksweisheit: „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt...“.
Mittlerweile leiden vier Millionen Deutsche unter einer Depression, die einer der verbreitetsten seelischen Erkrankungen ist und zunehmend häufiger auftritt.
(Quelle: „Wenn die Psyche Hilfe sucht...“, Ausgabe 2004)
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Ein Gesprächskreis von LWL-Klinik und LWL-Pflegezentrum für Angehörige von Demenzkranken trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat (außer an Feiertagen) in der Cafeteria des LWL-Pflegezentrums Warstein. Aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte der Tagespresse.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat dem LWL-Pflegezentrum Warstein als einer der ersten Einrichtungen den "Landesbutton Sturzpräventive Einrichtung" verliehen.
Die Begründerin der 10-Minuten-Aktivierung, Ute Schmidt-Hacken-berg, war bereits zweimal bei uns zu Gast: Im März 2011 machte sie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einer Fortbildung mit ihrem Konzept vertraut, das die Förderung von Menschen mit Demenz zum Ziel hat. Im April kehrte sie mit einem Kamerateam zurück, um einen Kurzfilm für Schulungs-zwecke zu drehen (hier mit dem ehemaligen Pflegedienstleiter Jörg Griesche).