Eingang vom Innenhof aus

LWL-Pflegezentrum Warstein

Wohngruppe 7 und 8

Der Wohnbereich ist konzepiert für 34 Menschen mit einer geistigen Behinderung oder Mehrfachbehinderung, bei denen sich eine schwere Pflegebedürftigkeit bis hin zur Schwerstpflegebedürftigkeit entwickelt hat. In vier familiären Wohneinheiten leben jeweils acht bzw. neun Bewohner nach einem Hausgemeinshaftsprinzip zusammen.

Mit dem Aufbau kleiner, separater Wohngruppen für Menschen mit einer geistigen Behinderung setzt das LWL-Pflegezentrum Warstein einen besonderen Akzent, um sich innerhalb des eigenen, bereits bestehenden Leistungsspektrums weiter zu spezialisieren. Aufgrund des medizinischen Fortschritts und der demografischen Entwicklung wird die Anzahl von Menschen mit geistiger Behinderung in den nächsten Jahren immer mehr wachsen. Damit geht einher, dass der Bedarf an professionellen Pflege- und Betreuungsangeboten für diesen Personenkreis ebenfalls steigen wird.

Oberste Priorität bei Belegung der Wohngruppe ist es, den Bewohnerinnen und Bewohnern eine größtmögliche Integration und Selbstständigkeit sowie ein optimales Betreuungs-Setting zu gewährleisten. Diese Entscheidung wird unter fachlichen Gesichtspunkten, personenspezifischen Besonderheiten sowie unter Berücksichtigung der Wünsche der Bewohner und Bewohnerinnen getroffen.

Wohnkonzept

Das LWL- Pflegezentrum Warstein hat ein spezielles Wohn- und Pflegeangebot für Menschen mit einer geistigen Behinderung etabliert. Mit unserem 2011 eröffneten Erweiterungsbau ist es uns gelungen, für diese Bewohnerinnen und Bewohner eine Lebens- und Wohnsituation zu gewährleisten, die sich an einer privaten Wohnsituation orientiert. Für uns hat oberste Priorität, den Bewohnerinnen und Bewohnern größtmögliche Selbstbestimmung zu gewährleisten und ein Gefühl der Geborgenheit zu vermitteln. Die Wohnatmosphäre ist darum individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen zugeschnitten.

Darüber hinaus halten wir spezielle Angebote für Menschen mit einer schweren geistigen Behinderung vor, die individuell auf jeden einzelnen Bewohner abgestimmt werden. Die Bewohner und Bewohnerinnen leben gemeinsam in einer kleinen, überschauberen Wohngruppe und erhalten sowohl eine ganzheitliche, aktivierende Pflege als auch zugleich sozialtherapeutische Betreuung, die ihren behinderungsbedingten Bedürfnissen im besonderen Maß gerecht wird.

Darunter fallen folgende therapeutischen Konzepte:

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Therapeutische Konzepte

Snoezelen

Beim Snoezelen sollen dem Bewohner bzw. der Bewohnerin in angenehmer Atmosphäre Gelegenheiten geboten werden, sich für die Reize, die Umwelt und damit verbunden auch für sich selbst, zu öffnen. Wesentlich ist das bewusste Anbieten primärer Reize, die grundlegende Sinneserfahrungen ermöglichen.

Alle Sinne werden hier über verschiedenstes Material stimuliert: Sehen, Tasten, Riechen und Schmecken, entweder einzeln oder in Kombination, je nach Wunsch und Vorlieben.


Kinästhetische Bewegungen

Kinästhetische Bewegungen bewirken die Tiefensensibilität, das Gleichgewicht und die Orientierung im Körper. Sie sind die Voraussetzung für die Kontrolle und bewusste Durchführung von Bewegung.


Basale Stimulation

Basale Stimmulation ist eine Methode der Kommunikation zur Förderung der Restwahrnehmung bei bewusstseinsgestörten Menschen.


Einsatz von Klappmaulpuppen

Die Handpuppen werden in der Kommunikation zumeist dort eingesetzt, wo das Gespräch problematisch erscheint und der direkte Kontakt erschwert ist. Die Einsatzgebiete gehen aber weit darüber hinaus - gerade dort, wo das Reden und Sich-Mitteilen stark eingeschränkt sind, z.B. bei Menschen mit geistiger Behinderung oder bei Krankheitsbildern, die eine Kommunikation erschweren. Eine Handpuppe kann trösten, sie kann schmusen und das Gespräch in einer spielerischen Leichtigkeit führen. Der Vorteil, die Handpuppe als Kommunikationspartner, als ein Gegenüber zu haben, kann uns helfen, den Faden zum Verstehen wieder aufzunehmen.


Aromatherapie

Ätherische Öle umgeben uns nahezu überall: sei es der liebliche Duft einer Blume oder der würzige Wohlgeruch des Waldes. Auch das leckere Aroma einer Gemüsesuppe ist voller ätherischer Öle. Die Aromatherapie ist die Heilkunst, mit diesen Düften zur Gesundheit der Menschen beizutragen. Der Geruchssinn wird angesprochen; dies führt zu einer Sinneswahrnehmung mit all den damit verbundenen Nebeneffekten (Gefühlseindruck, Erinnerung, reflektorische Beeinflussung verschiedener Körperfunktionen, etc.).


Weitere Angebote:

  • Spaziergänge
  • Musikalisches Angebot

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Zimmerbeispiel

Zimmer

Die Bewohnerinnen und Bewohner leben überwiegend in Einzelzimmern. Menschen, die in einer Pflegeeinrichtung leben, haben sich meistens nahezu von allem trennen müssen, was ihnen wichtig war. Darum ermöglichen wir durch das Mitbringen eigener Möbel und persönlicher, liebgewordener Dinge unseren Bewohnerinnen und Bewohnern auch ein Stück Heimat in den neuen vier Wänden.