LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen

Sucht-Selbsthilfegruppen

Die Kooperation mit den Selbsthilfegruppen in unserer Region ist uns sehr wichtig, da über die Selbsthilfe – mit oder ohne vorausgegangener professioneller Hilfe – viele Suchtkranke eine stabile und zufriedene Abstinenz erreichen.
Wir sind den Mitgliedern der Selbsthilfe sehr dankbar, dass sie regelmäßig sich und ihre Arbeit in der Klinik vorstellen, um unseren Patient/innen über das eigene Beispiel Hoffnung und Perspektive zu geben.
Jeden Montag ab 19.00 Uhr führen (im Umlaufverfahren) folgende Sucht-Selbsthilfegruppen Informationsveranstaltungen für die aktuellen Patient/innen durch:

Darüber hinaus findet jeden Donnerstag von 19.30 bis ca. 21.00 Uhr in der Station SW 02 ein Meeting der „freien Selbsthilfegruppe“ L.O.S. („Leben ohne Stoff“) statt. An dieser Gruppe können alle teilnehmen, die zurzeit in der Klinik eine Suchtbehandlung machen und in der Region ihren Wohnsitz haben. Aber auch ehemalige Patient/innen sowie Betroffene aus der Umgebung sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.
Kontakt über: Norbert, Tel. 02902 75881, und Christine, Tel. 02947 4034.
 
 
Nachfolgend stellen sich die Gruppen des Blauen Kreuzes Lippstadt vor, um beispielhaft die Arbeit von Selbsthilfe aufzuzeigen. 

⇑ Zum Seitenanfang

Die Gruppe Blaues Kreuz Lippstadt

Selbsthilfe in der Gruppe: Blaues Kreuz Lippstadt

Niemöllerhaus, Brüderstr.13, 59555 Lippstadt

Hallo, hier sind wir: eine zumeist gut gelaunte und oft fröhliche Truppe,  die es sich - wie viele Menschen - zur Aufgabe gemacht hat, den Rest des Lebens abstinent, sprich: trocken, zu bleiben.

Auf dem Foto ist nur ein kleiner Teil unserer Mitglieder zu sehen. Zur Zeit sind wir etwa 50 Betroffene und Co-Abhängige. Wir treffen uns je nach Wahl montags oder mittwochs. Neben Erkundigungen nach aktuellen persönlichen und anlassbezogenen Geschehnissen werden hier im Anschluss suchtorientierte Themen diskutiert. Abwechslung in der Thematik ist sichergestellt, da die Moderatoren (unsere Gruppenmitglieder) wöchentlich wechseln. Keine Frage: Langeweile gibt es bei uns ganz sicherlich nicht, und der Spaßfaktor kommt auch nicht zu kurz. Man kann sagen: Es ist immer was los und der Zusammenhalt stimmt auch. Das liegt sicherlich auch daran, dass wir bereits eine Reihe von Mitgliedern zu Gruppenleitern/-innen und Suchtkrankenhelfern/-innen (SKH) haben ausbilden lassen. Und Fortbildungsseminare des "Blauen Kreuz" werden wir auch weiterhin nutzen und sie unseren Mitgliedern anbieten. Denn das garantiert uns ein gewisses Maß an Qualität und Professionalität.

Wir sind in der glücklichen Lage, neben den zwei Betroffenengruppen auch über eine zusätzliche Gruppe für die Angehörigen der Betroffenen - die sogenannten Co-Abhängigen - zu verfügen; auch hier mit ausgebildeten Gruppenleitern/-innen und SKH. Nicht nur unseres Erachtens eine äußerst wichtige Gruppe. Denn sie ermöglicht es den Angehörigen von Betroffenen, untereinander im vertrauten Kreis über ihre Ängste und Sorgen zu sprechen. Aber auch zunächst Hilfe und Unterstützung zu geben bei der Frage: "An welche Fachinstitution kann oder sollte ich mich mit meinem Problem wenden und wie verfahre ich weiter?" Dies gilt ebenso für Betroffene als auch für Angehörige. Die Angehörigen-Gruppe trifft sich jeden ersten und dritten Montag im Monat.

Einmal im Jahr führen wir ein ganztägiges Vereinsseminar durch. Dreimal im Jahr treffen sich alle zu einem gemeinsamen Gruppenabend. Bei der Einführung haben wir schnell festgestellt, dass die Mitglieder ausnahmslos begeistert von dieser Idee waren. Also wurde es zur festen Einrichtung. Auch wir - die Betroffenen - erfahren so auf direktem Wege, wie sehr gerade auch die Co-Abhängigen unter der Bürde des Alkoholismus zu leiden haben.

Aber auch im Freizeitbereich sind wir nicht untätig. So führen wir auch Jahresausflüge, Winterwanderungen, Grilltage und Radtouren gemeinsam durch. Ihr seht: Leib und Seele werden auch hier gestärkt. Rundum ein Paket, das letztendlich zur Zufriedenheit in der Abstinenz führt oder zumindest führen kann.

Vertraulichkeit ist für uns Pflicht und selbstverständlich !!!

Kontakt:
Betroffenengruppe: Peter Sauer (1. Vorsitzender)
Tel. 02945 1463 oder 0170 2745968           

Angehörigengruppe: Ulla Kendzior (Gruppenleiterin)
Tel. 02941 17330 oder 0176 49644612