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www.lwl-rehabilitation-suedwestfalen.de

LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen

Allgemeine Information

Das Therapieangebot der Abteilung richtet sich sowohl an erwachsene Alkohol- und Medikamentenabhängige aus der Region als auch aus anderen Regionen Deutschlands. Schwerpunkt des Angebotes ist die stationäre Entwöhnungstherapie. Wir bieten aber auch die Möglichkeit der ambulanten und ganztägig ambulanten (teilstationären) Therapie an. Dabei führen wir die ambulante Therapie nicht nur am Klinikstandort Warstein durch sondern – in Kooperation mit der städtischen Suchthilfe „Wendepunkt“ – auch in Arnsberg-Neheim.


Video der med. Abteilung

Das LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen mit seinen Behandlungsangebot im Filmbeitrag auf unserem YouTube®-Kanal wird vorgestellt.

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Ziele der Therapie

  • dauerhafte und zufriedene Abstinenz
  • soziale und vor allem berufliche (Wieder-)Eingliederung
  • gesundete psychische Verfassung.

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Was geschieht in einer Therapie?

Gemeinsam mit den Betroffenen wird nach der Eingangsdiagnostik ein individueller Therapieplan erstellt, der zahlreiche Therapiebausteine beinhaltet.

Hierzu gehören medizinische, psychiatrische, psychologische, psychotherapeutische, soziale, bewegungs- und ergotherapeutische Hilfemaßnahmen, die der Überwindung der Abhängigkeitserkrankung und so auch der Besserung bzw. Stabilisierung der psychischen Verfassung dienen sollen.

Nicht selten führt eine psychische Dekompensation bzw. Destabilisierung in einen Suchtmittelrückfall oder Entzugserscheinungen, Suchtdruck und Stresserfahrungen bedingen eine psychische Destabilisierung, durch die der betroffene Mensch schnell wieder in eine „Abwärtsspirale“ gerät. Durch aktive und intensive Auseinandersetzung mit der Krankheit, der eigenen Person und der Lebensführung steigt die Wahrscheinlichkeit, zufriedene Abstinenz dauerhaft einhalten zu können.

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Wer kann aufgenommen werden?

  • Menschen, die von Suchtmitteln abhängig sind,
  • auch wenn sie gleichzeitig weitere psychische Störungen haben wie Ängste, Depressionen, Psychosen, emotional-instabile Persönlichkeitsstörungen oder Nachwirkungen traumatischer seelischer Erfahrungen,
  • die motiviert sind, in Zukunft abstinent leben zu wollen.

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Voraussetzungen für eine Aufnahme

  • erfolgreich abgeschlossene Entzugsbehandlung,
  • die aktuelle Suchtmittelabstinenz und
  • eine schriftliche Kostenzusage des zuständigen Leistungsträgers.

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Bausteine der Therapie

  • eine individuelle Therapieplanung
  • Einzel- und Gruppenpsychotherapie
  • Informationsgruppen
  • Hirnleistungstraining
  • Ergo- und Arbeitstherapie
  • Sozialtraining
  • Gesundheitsberatung
  • Sport- und Bewegungstherapie
  • Entspannungstherapie
  • Angehörigengespräche
  • Familientherapie
  • Sozialberatung
  • Freizeitprojekte und Freizeittherapie


Nach Erhebung der individuellen Problematik in bestimmten Persönlichkeits- oder Lebensbereichen (also bei besonderer Indikation) bieten wir spezielle Übungs- und Bewältigungsgruppen zu unterschiedlichen Themenbereichen an:

  • Selbstsicherheitstraining
  • Rückfallprävention
  • Angstgruppe
  • Raucherentwöhnung
  • Gesundheitstraining
  • Traumatherapie
  • Therapie von Hypersexualität

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Therapiemöglichkeiten

  • RWA01, Ambulante Entwöhnungstherapie
    in Warstein und in Arnsberg-Neheim (siehe auch weiter unten). Die ambulante Therapie ist für Abhängigkeitskranke konzipiert, die eine stabile Therapiemotivation und eine hohe Bereitschaft zur Mitarbeit haben. Sie sollten in einem geordneten sozialen Umfeld leben und fähig sein, im ambulanten Rahmen eigenverantwortlich suchtmittelfrei zu leben.
    Informationen zu Ansprechpartnern/-innen und zur Aufnahme in Warstein bzw. in Arnsberg-Neheim
     
  • RWT01, Ganztägig ambulante Entwöhnungstherapie
    Diese Therapieform hat den Vorteil, dass die Betroffenen über Tag in die Klinik kommen (ca. 40 Stunden pro Woche), um die verschiedenen therapeutischen Angebote wahrzunehmen, während der übrigen Zeit aber in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung verbleiben können. Diese Therapieform eignet sich im Besonderen für Abhängige, die in einem stabilen sozialen Umfeld leben, nach einer Therapie in eine Krise geraten sind (z.B. Rückfall) oder die stationäre Therapieerfahrung haben und bei denen jetzt eine teilstationäre Behandlung indiziert ist.
    Informationen zu Ansprechpartner/innen und zur Aufnahme finden Sie hier.

     
  • Stationäre Entwöhnungstherapie
    • RW01, für Alkohol- und Medikamentenabhängige, die eine „klassische Entwöhnungstherapie“ machen wollen - auch als Rückfallbehandlung und Kurzzeittherapie, und auch mit zusätzlichen Begleiterkrankungen Angststörungen, Depressionen, seelischen Trauma-Erfahrungen, Psychosen oder emotional-instabilen Persönlichkeitsstörungen
      ==> PDF-Download
       
    • RW03 und RW07, für alkohol- und medikamentenabhängige Aussiedler, die aus Polen oder Russland stammen und in Deutschland ansässig geworden sind. Auf Grund der meist nur geringen Deutschkenntnisse wird die Therapie vor allem in polnischer und russischer Sprache durchgeführt. Gleichzeitig fördern und fordern wir jedoch das Erlernen der deutschen Sprache.
      ==>  PDF-Download Flyer „Entwöhnungstherapie für Aussiedler“ (in  deutsch/russisch/polnisch)
       
    • RW04, für Alkohol- und Medikamentenabhängige, die eine längere Suchtentwicklung hinter sich haben, bei denen bereits gesundheitliche Beeinträchtigungen, soziale Probleme oder seelische Störungen eingetreten sind.
      ==> PDF-Download
       
    • RW04, für alkohol- und medikamentenabhängige Senioren, bei denen sich die Erkrankung im höheren Lebensalter entwickelt hat, die nach langjähriger Abstinenz rückfällig geworden sind, oder die bereits über einen längeren Zeitraum erkrankt sind.
      ==> PDF-Download
       

Alle Therapieangebote gelten für Frauen und Männer.

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Regeltherapiedauer

Die Regeltherapiedauer ist bei Standardtherapien von der Deutschen Rentenversicherung Westfalen für Alkohol- und Medikamentenabhängige bis zu 14 Wochen (stationär) bzw. 12 Wochen (ganztägig ambulant) festgelegt worden.

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Wechsel der Therapieform (stationär, ganztägig ambulant, ambulant)

Ein Wechsel ist während der Behandlung bei gegebener Indikation möglich.

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Wie erfolgt eine Aufnahme?

Die Anträge auf Kostenübernahme können von einer Suchtberatungsstelle, über den Sozialdienst eines Krankenhauses (z.B. während der „Entgiftung“) oder aber auch in unserer Abteilung Suchtmedizin in Verbindung mit einer „Qualifizierten Entzugsbehandlung“ gestellt werden.
Selbstverständlich ist es den Betroffenen möglich, vor der Entscheidung zu einer Therapie ein Vorgespräch mit dem/der zuständigen Arzt/Ärztin und/oder den zuständigen Therapeut/innen zu führen und sich auch die Klinik anzusehen.

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